Recuperar la oscuridad para recuperarlo todo
Ausstellung mit Laura Campaz und Julieth Morales
Ausstellung
Saal
Do 2026 19:00 – 22:00Uhr
Fr 2026 19:00 – 22:00Uhr
Sa 2026 19:00 – 22:00Uhr
So 2026 18:00 – 21:00Uhr
In der gemeinsamen Ausstellung „Recuperar la oscuridad para recuperarlo todo“ zeigen Laura Campaz und Julieth Morales Arbeiten zu Körper, Erinnerung und Widerstand. Campaz präsentiert Textildrucke und Malereien auf Stoff unter dem Titel „En la oscuridad, el negro se hace poder“. Morales zeigt die Vierkanal-Videoarbeit „Resistencia II“ sowie die Weberei „Zona Campana“ aus der Serie „Recuperar la memoria para recuperarlo todo“.
Am Samstag, 31. Oktober 2026, um 18 Uhr sprechen sie im Rahmen von Embodied Practices gemeinsam mit der Kuratorin Jenny M. Díaz Muñoz und der Künstlerin und Performerin…
In der gemeinsamen Ausstellung „Recuperar la oscuridad para recuperarlo todo“ zeigen Laura Campaz und Julieth Morales Arbeiten zu Körper, Erinnerung und Widerstand. Campaz präsentiert Textildrucke und Malereien auf Stoff unter dem Titel „En la oscuridad, el negro se hace poder“. Morales zeigt die Vierkanal-Videoarbeit „Resistencia II“ sowie die Weberei „Zona Campana“ aus der Serie „Recuperar la memoria para recuperarlo todo“.
Am Samstag, 31. Oktober 2026, um 18 Uhr sprechen sie im Rahmen von Embodied Practices gemeinsam mit der Kuratorin Jenny M. Díaz Muñoz und der Künstlerin und Performerin Maque Pereyra über ihre künstlerischen und kuratorischen Praxen. Vor dem Talk findet die Embodied Practice Yoggaton: Transformative Pleasure von Maque Pereyra statt.
Laura Campaz
„En la oscuridad, el negro se hace poder“
Aus einer afrokolumbianischen Perspektive erforscht Laura Campaz afrodiasporische Erinnerungen und Kulturen. Ausgehend von Édouard Glissants Begriff der Opazität untersucht Campaz Dunkelheit als einen Raum der Zuflucht und des Widerstands. In der Dunkelheit zerfällt das Sichtbare, Konturen lösen sich auf und die Kraft von Schwarz tritt hervor. Campaz erkundet in ihrer Arbeit die Spannung zwischen dem Verborgenen und dem Sichtbaren, zwischen einer Opazität, die bewahrt, und einer Transparenz, die offenlegt.
Opazität will weder verstanden noch übersetzt werden. Sie fordert Respekt für das, was sich nicht vollständig zeigt. Für queere Identitäten ist Opazität lebenswichtig. Sie schützt eigene Räume und widersetzt sich Festschreibungen und normativen Erwartungen. Als politische und poetische Geste bekräftigt sie das Recht, zu existieren, ohne vollständig entschlüsselt zu werden.
Die Transparenz der Stoffe, die in den Fotografien und Collagen verwendet werden, erzeugt poetische Schichten, die miteinander in Beziehung treten. Diese Schichtung sucht nach Tiefe. Sie fordert den Blick auf, sich zu bewegen, zu rekonstruieren und die Unmöglichkeit einer allumfassenden Sicht anzuerkennen. Transparenz vervielfacht die Möglichkeiten und lässt erahnen, dass sich Identität, ebenso wie das Bild, nicht in einer einzigen Schicht erschöpft.
Campaz hinterfragt die negativen Bedeutungen, die Schwarz und Dunkelheit historisch zugeschrieben wurden, und deutet sie neu als Symbole von Stärke, Tiefe und Widerstand. Durch diesen Akt der Umdeutung wird Schwarz zur Bejahung, zu einem Raum, in dem das bisher Missverstandene seinen Platz als eine neue Form von Licht finden kann – als schwarzes Licht.
Julieth Morales
„Resistencia II“
„Zona Campana“
In Julieth Morales’ künstlerischer Praxis sind Zurückweisung, Schmerz und Affekte als Erinnerungen gegenwärtig. Sie prägen ihre Rückkehr zu den Wurzeln ihrer Identität als indigene Frau der Misak. Performance wird dabei zu einem Mittel, die Verbindung zum Territorium und zum überlieferten Denksystem ihrer Gemeinschaft wiederherzustellen.
Die Nähe zu ihrer Mutter, ihren Tanten und ihrer Großmutter sowie der Austausch mit ihnen am Feuer haben ihr gezeigt, wie notwendig es ist, bestimmte Traditionen und rituelle Praktiken zu verändern, um die Unterdrückung zu überwinden, die seit Generationen auf den Frauen ihrer Familie lastet. Durch den Akt des Auftrennens löst Morales die Knoten dieses Erbes und schafft ein neues Gewebe, aus dem andere Formen des Daseins hervorgehen können.
Was bedeutet es, eine Frau der Misak zu sein? Wie lässt sich die Dualität, die sie in sich trägt, in Einklang bringen? Beide Fragen ziehen sich durch ihre Arbeit. Ihr Körper, verstanden ausgehend von Mørøp, aship, isup, marøp („zuhören, sehen, denken, tun“), steht in Beziehung zu seiner Umgebung. Rituelle Rhythmen durchziehen diese Verbindung und verleihen dem Dasein Sinn.
Das körperliche Wissen und Können nimmt in textilen Arbeiten, Videos, Fotografien, Siebdrucken und Installationen Gestalt an, die in Zusammenarbeit mit anderen Frauen, Wissensträgerinnen und Ahnengeistern entstehen. Ihre Beziehung zum Land ist historisch geprägt und trägt das Erbe der Kämpfe um die Rückgewinnung des Territoriums, die ihre Vorfahrinnen angeführt haben. Die Welt zu bewohnen und darin ihren Platz zu finden, bedeutet für sie, immer wieder zu denselben Fragen und Materialitäten zurückzukehren, die zugleich als Archiv und als Mittel der Erkundung dienen.
Programm
31. Oktober
15.30 – 17.30 Uhr Yoggaton: Transformative Pleasure
Cast
Künstler*innen
Laura Campaz
Julieth Morales
Cast
Künstler*innen
Laura Campaz
Julieth Morales
Biografien
Laura Campaz ist afrokolumbianische*r bildende*r Künstler*in, Kurator*in und Kulturproduzent*in. Aus einer afrokolumbianischen Perspektive bewegt sich die Praxis von Campaz an der Schnittstelle von Archiv, Cyberethnografie und spekulativer Imagination. Im Mittelpunkt stehen Rassifizierung, Körper, Repräsentation und zeitgenössische Technologien als Felder der Sinn- und Wissensproduktion. Mit Malerei, Collage, Video, Fotografie, Installation und Textil erforscht Campaz afrodiasporische Erinnerungen und Kulturen. Campaz hat kuratorische, pädagogische und gemeinschaftliche Projekte entwickelt, die sich mit künstlerischen Praxen afrodiasporischer Menschen in verschiedenen Regionen Kolumbiens beschäftigen. 2020 gründete Campaz die Plattform Prietitud, um ein digitales Archiv afrokolumbianischer Künstler*innen zu bewahren.
Julieth Morales ist bildende Künstlerin und indigene Performerin aus der Gemeinschaft der Misak. Ihre Arbeit untersucht die Beziehungen zwischen Geschlecht, Identität und ethnischer Zugehörigkeit sowie ihre Erfahrungen als indigene Frau in einem von westlichen Einflüssen geprägten Kontext. Morales studierte Bildende Kunst an der Universität Cauca. In Performance, Video, Fotografie, Malerei und Zeichnung nutzt sie ihren Körper, um die Traditionen ihrer Gemeinschaft aus einer kritischen, zeitgenössischen Perspektive neu zu deuten. Sie hinterfragt koloniale Einflüsse, religiösen Synkretismus und die Rolle der Frauen im Weltverständnis der Misak. Weben, zeremonielle Schmuckelemente und der Körper werden dabei zu Mitteln kulturellen Widerstands und der Heilung. Ihre Praxis verbindet Spiritualität und Erinnerung mit gegenwärtigen Fragen nach Geschlecht und Territorium
Biografien
Laura Campaz ist afrokolumbianische*r bildende*r Künstler*in, Kurator*in und Kulturproduzent*in. Aus einer afrokolumbianischen Perspektive bewegt sich die Praxis von Campaz an der Schnittstelle von Archiv, Cyberethnografie und spekulativer Imagination. Im Mittelpunkt stehen Rassifizierung, Körper, Repräsentation und zeitgenössische Technologien als Felder der Sinn- und Wissensproduktion. Mit Malerei, Collage, Video, Fotografie, Installation und Textil erforscht Campaz afrodiasporische Erinnerungen und Kulturen. Campaz hat kuratorische, pädagogische und gemeinschaftliche Projekte entwickelt, die sich mit künstlerischen Praxen afrodiasporischer Menschen in verschiedenen Regionen Kolumbiens beschäftigen. 2020 gründete Campaz die Plattform Prietitud, um ein digitales Archiv afrokolumbianischer Künstler*innen zu bewahren.
Julieth Morales ist bildende Künstlerin und indigene Performerin aus der Gemeinschaft der Misak. Ihre Arbeit untersucht die Beziehungen zwischen Geschlecht, Identität und ethnischer Zugehörigkeit sowie ihre Erfahrungen als indigene Frau in einem von westlichen Einflüssen geprägten Kontext. Morales studierte Bildende Kunst an der Universität Cauca. In Performance, Video, Fotografie, Malerei und Zeichnung nutzt sie ihren Körper, um die Traditionen ihrer Gemeinschaft aus einer kritischen, zeitgenössischen Perspektive neu zu deuten. Sie hinterfragt koloniale Einflüsse, religiösen Synkretismus und die Rolle der Frauen im Weltverständnis der Misak. Weben, zeremonielle Schmuckelemente und der Körper werden dabei zu Mitteln kulturellen Widerstands und der Heilung. Ihre Praxis verbindet Spiritualität und Erinnerung mit gegenwärtigen Fragen nach Geschlecht und Territorium
Weitere Informationen
Sind Körpertechniken ein Teil dessen, was wir Kultur nennen? Entsteht durch gemeinsame Körperpraxen Wissen? Und was hat dieses Wissen mit Macht zu tun? Die Reihe Embodied Practices, die in unregelmäßigen Abständen im Radialsystem stattfindet, erprobt Formen des Bewahrens und Weitergebens von Körperpraxen aus unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen. Sie stellt eine Form der Wissensproduktion ins Zentrum, die mit dem Körper und der Erfahrung beginnt. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, gemeinsam mit den Künstler*innen in verschiedene künstlerische Ausdrucksformen einzutauchen. Die Reihe wurde 2022 mit den Künstler*innen Martha Hincapié Charry, Sandhya Daemgen und Raphael Moussa Hillebrand im Rahmen des Projektes Encounters entwickelt.
Programm
31. Oktober
15.30 – 17.30 Uhr Yoggaton: Transformative Pleasure
Weitere Informationen
Sind Körpertechniken ein Teil dessen, was wir Kultur nennen? Entsteht durch gemeinsame Körperpraxen Wissen? Und was hat dieses Wissen mit Macht zu tun? Die Reihe Embodied Practices, die in unregelmäßigen Abständen im Radialsystem stattfindet, erprobt Formen des Bewahrens und Weitergebens von Körperpraxen aus unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen. Sie stellt eine Form der Wissensproduktion ins Zentrum, die mit dem Körper und der Erfahrung beginnt. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, gemeinsam mit den Künstler*innen in verschiedene künstlerische Ausdrucksformen einzutauchen. Die Reihe wurde 2022 mit den Künstler*innen Martha Hincapié Charry, Sandhya Daemgen und Raphael Moussa Hillebrand im Rahmen des Projektes Encounters entwickelt.
Credits
„Recuperar la oscuridad para recuperarlo todo“ ist gefördert von der Radialstiftung und durch den Fonds „Anbahnung" der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „WAYS – Faire und nachhaltige internationale Partnerschaften“.
Credits
„Recuperar la oscuridad para recuperarlo todo“ ist gefördert von der Radialstiftung und durch den Fonds „Anbahnung" der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „WAYS – Faire und nachhaltige internationale Partnerschaften“.
In der gemeinsamen Ausstellung „Recuperar la oscuridad para recuperarlo todo“ zeigen Laura Campaz und Julieth Morales Arbeiten zu Körper, Erinnerung und Widerstand. Campaz präsentiert Textildrucke und Malereien auf Stoff unter dem Titel „En la oscuridad, el negro se hace poder“. Morales zeigt die Vierkanal-Videoarbeit „Resistencia II“ sowie die Weberei „Zona Campana“ aus der Serie „Recuperar la memoria para recuperarlo todo“.
Am Samstag, 31. Oktober 2026, um 18 Uhr sprechen sie im Rahmen von Embodied Practices gemeinsam mit der Kuratorin Jenny M. Díaz Muñoz und der Künstlerin und Performerin Maque Pereyra über ihre künstlerischen und kuratorischen Praxen. Vor dem Talk findet die Embodied Practice Yoggaton: Transformative Pleasure von Maque Pereyra statt.
Laura Campaz
„En la oscuridad, el negro se hace poder“
Aus einer afrokolumbianischen Perspektive erforscht Laura Campaz afrodiasporische Erinnerungen und Kulturen. Ausgehend von Édouard Glissants Begriff der Opazität untersucht Campaz Dunkelheit als einen Raum der Zuflucht und des Widerstands. In der Dunkelheit zerfällt das Sichtbare, Konturen lösen sich auf und die Kraft von Schwarz tritt hervor. Campaz erkundet in ihrer Arbeit die Spannung zwischen dem Verborgenen und dem Sichtbaren, zwischen einer Opazität, die bewahrt, und einer Transparenz, die offenlegt.
Opazität will weder verstanden noch übersetzt werden. Sie fordert Respekt für das, was sich nicht vollständig zeigt. Für queere Identitäten ist Opazität lebenswichtig. Sie schützt eigene Räume und widersetzt sich Festschreibungen und normativen Erwartungen. Als politische und poetische Geste bekräftigt sie das Recht, zu existieren, ohne vollständig entschlüsselt zu werden.
Die Transparenz der Stoffe, die in den Fotografien und Collagen verwendet werden, erzeugt poetische Schichten, die miteinander in Beziehung treten. Diese Schichtung sucht nach Tiefe. Sie fordert den Blick auf, sich zu bewegen, zu rekonstruieren und die Unmöglichkeit einer allumfassenden Sicht anzuerkennen. Transparenz vervielfacht die Möglichkeiten und lässt erahnen, dass sich Identität, ebenso wie das Bild, nicht in einer einzigen Schicht erschöpft.
Campaz hinterfragt die negativen Bedeutungen, die Schwarz und Dunkelheit historisch zugeschrieben wurden, und deutet sie neu als Symbole von Stärke, Tiefe und Widerstand. Durch diesen Akt der Umdeutung wird Schwarz zur Bejahung, zu einem Raum, in dem das bisher Missverstandene seinen Platz als eine neue Form von Licht finden kann – als schwarzes Licht.
Julieth Morales
„Resistencia II“
„Zona Campana“
In Julieth Morales’ künstlerischer Praxis sind Zurückweisung, Schmerz und Affekte als Erinnerungen gegenwärtig. Sie prägen ihre Rückkehr zu den Wurzeln ihrer Identität als indigene Frau der Misak. Performance wird dabei zu einem Mittel, die Verbindung zum Territorium und zum überlieferten Denksystem ihrer Gemeinschaft wiederherzustellen.
Die Nähe zu ihrer Mutter, ihren Tanten und ihrer Großmutter sowie der Austausch mit ihnen am Feuer haben ihr gezeigt, wie notwendig es ist, bestimmte Traditionen und rituelle Praktiken zu verändern, um die Unterdrückung zu überwinden, die seit Generationen auf den Frauen ihrer Familie lastet. Durch den Akt des Auftrennens löst Morales die Knoten dieses Erbes und schafft ein neues Gewebe, aus dem andere Formen des Daseins hervorgehen können.
Was bedeutet es, eine Frau der Misak zu sein? Wie lässt sich die Dualität, die sie in sich trägt, in Einklang bringen? Beide Fragen ziehen sich durch ihre Arbeit. Ihr Körper, verstanden ausgehend von Mørøp, aship, isup, marøp („zuhören, sehen, denken, tun“), steht in Beziehung zu seiner Umgebung. Rituelle Rhythmen durchziehen diese Verbindung und verleihen dem Dasein Sinn.
Das körperliche Wissen und Können nimmt in textilen Arbeiten, Videos, Fotografien, Siebdrucken und Installationen Gestalt an, die in Zusammenarbeit mit anderen Frauen, Wissensträgerinnen und Ahnengeistern entstehen. Ihre Beziehung zum Land ist historisch geprägt und trägt das Erbe der Kämpfe um die Rückgewinnung des Territoriums, die ihre Vorfahrinnen angeführt haben. Die Welt zu bewohnen und darin ihren Platz zu finden, bedeutet für sie, immer wieder zu denselben Fragen und Materialitäten zurückzukehren, die zugleich als Archiv und als Mittel der Erkundung dienen.
Cast
Künstler*innen
Laura Campaz
Julieth Morales
Biografien
Laura Campaz ist afrokolumbianische*r bildende*r Künstler*in, Kurator*in und Kulturproduzent*in. Aus einer afrokolumbianischen Perspektive bewegt sich die Praxis von Campaz an der Schnittstelle von Archiv, Cyberethnografie und spekulativer Imagination. Im Mittelpunkt stehen Rassifizierung, Körper, Repräsentation und zeitgenössische Technologien als Felder der Sinn- und Wissensproduktion. Mit Malerei, Collage, Video, Fotografie, Installation und Textil erforscht Campaz afrodiasporische Erinnerungen und Kulturen. Campaz hat kuratorische, pädagogische und gemeinschaftliche Projekte entwickelt, die sich mit künstlerischen Praxen afrodiasporischer Menschen in verschiedenen Regionen Kolumbiens beschäftigen. 2020 gründete Campaz die Plattform Prietitud, um ein digitales Archiv afrokolumbianischer Künstler*innen zu bewahren.
Julieth Morales ist bildende Künstlerin und indigene Performerin aus der Gemeinschaft der Misak. Ihre Arbeit untersucht die Beziehungen zwischen Geschlecht, Identität und ethnischer Zugehörigkeit sowie ihre Erfahrungen als indigene Frau in einem von westlichen Einflüssen geprägten Kontext. Morales studierte Bildende Kunst an der Universität Cauca. In Performance, Video, Fotografie, Malerei und Zeichnung nutzt sie ihren Körper, um die Traditionen ihrer Gemeinschaft aus einer kritischen, zeitgenössischen Perspektive neu zu deuten. Sie hinterfragt koloniale Einflüsse, religiösen Synkretismus und die Rolle der Frauen im Weltverständnis der Misak. Weben, zeremonielle Schmuckelemente und der Körper werden dabei zu Mitteln kulturellen Widerstands und der Heilung. Ihre Praxis verbindet Spiritualität und Erinnerung mit gegenwärtigen Fragen nach Geschlecht und Territorium
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