Liquid Border of Solid Hope
Performance von Jasmin İhraç
Performance Tanz
Halle
Do 2026 20:00Uhr Premiere
Fr 2026 20:00Uhr Artist Talk im Anschluss
Sa 2026 20:00Uhr
So 2026 18:00Uhr
Ticketpreise
Pay as you can
10/15/20/25 Euro
Verkauf über die Ticketing-Plattform der Tanzfabrik Berlin.
Ticketpreise
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Das Mittelmeer ist ein Ort der Gleichzeitigkeit. „Liquid Border of Solid Hope“ von Jasmin İhraç setzt sich mit diesem diasporischen Raum auseinander, der seit Jahrhunderten von Bewegung, Begegnung und Migration geprägt ist. Die Performance, die im Dezember im Radialsystem uraufgeführt wird, verknüpft Elemente aus Archivrecherche und Interviews in Marseille, Lampedusa und der Westtürkei – zentralen Orten der Migration – mit Bewegung/Tanz und Live-Sound. Musiker*innen und Tänzer*innen begegnen dem Publikum in einem begehbaren Archiv, das eigenes Erforschen und gemeinsames Ritual miteinander verwebt und Fragen nach der Bedeutung von Empathie und Solidarität aufgreift.
In den 1920er Jahren flohen 58.000 Armenier*innen nach dem Genozid im Osmanischen Reich mit legalen Transitdokumenten nach Marseille. Für die Flucht nutzten sie Passagierschiffe. Diese Schiffe vernetzten damals Städte, die heute aufgrund einer veränderten politischen Situation auf direktem Wasserweg kaum zu erreichen sind. Sie boten damit gleichzeitig sichere Fluchtrouten, die heute fehlen. Bedingt durch eine restriktive europäische Migrationspolitik verloren seit 2014 über 35.000 Menschen auf der zentralen Mittelmeerroute ihr Leben. „Liquid Border of Solid Hope“ ist eine Widmung und ein Gedenken an jene, die auf dem Weg in ein neues Leben nie ankamen. Es ist auch eine Widmung an das Meer selbst als Ökosystem, geophysikalisches Kräfteverhältnis und Ort der Sehnsucht und Faszination.
„Liquid Border of Solid Hope“ wird im Rahmen der :LOVE:-Kooperation zwischen der Tanzfabrik Berlin und Radialsystem in den Räumen des Radialsystems gezeigt. Mit der Initiative „Radialsystem ♥ Tanzfabrik“ kooperieren die beiden Institutionen, um gezielt die Präsentationsbedingungen von Tanzschaffenden zu verbessern.
Besuchshinweise
Dauer
Ca. 90 Minuten
Rahmenprogramm
Im Anschluss an die Vorstellung am Freitag, den 18. Dezember, findet ein Artist Talk statt.
Cast
Künstlerische Leitung, Choreografie, Tanz, Performance und Raum
Jasmin İhraç
Tanz, Performance und choreografische Mitarbeit
Tamar Sonn
Maia Joseph
Live-Musik und Komposition
Grégoire Simon
Merve Salgar
Lichtdesign und Technische Leitung
Catalina Fernández
Raum und (Papier-)Objekte
Natalia Orendain
Sound und Komposition
Ketan Bhatti
Video
Dora Đurkesac
Dramaturgie
Lidy Mouw
Künstlerische Produktionsleitung
Martina Neu
Choreografische Recherche
Juan Corres Benito
Malika Lamwersiek
Kostümberatung
Thelma Bonavita
Assistenz
Büşra Mutlu
Presse und Kommunikation
Marcelo Vilela
Cast
Künstlerische Leitung, Choreografie, Tanz, Performance und Raum
Jasmin İhraç
Tanz, Performance und choreografische Mitarbeit
Tamar Sonn
Maia Joseph
Live-Musik und Komposition
Grégoire Simon
Merve Salgar
Lichtdesign und Technische Leitung
Catalina Fernández
Raum und (Papier-)Objekte
Natalia Orendain
Sound und Komposition
Ketan Bhatti
Video
Dora Đurkesac
Dramaturgie
Lidy Mouw
Künstlerische Produktionsleitung
Martina Neu
Choreografische Recherche
Juan Corres Benito
Malika Lamwersiek
Kostümberatung
Thelma Bonavita
Assistenz
Büşra Mutlu
Presse und Kommunikation
Marcelo Vilela
Biografien
Jasmin İhraç ist Choreografin, Tänzerin und Soziologin. Parallel zu ihrem Studium der Soziologie an der Freien Universität Berlin studierte sie Zeitgenössischen Tanz, Kontext und Choreografie am HZT Berlin. Ihre künstlerische Praxis entfaltet sich an der Schnittstelle von Performance, Choreografie, Film und Forschung und beschäftigt sich häufig mit Fragen von Erinnerung, Grenzen und verkörpertem Wissen. Ihre Arbeiten wurden an Spielstätten und bei Festivals wie der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Palais de Tokyo, HAU Hebbel am Ufer, Salt Beyoğlu, am HKW Haus der Kulturen der Welt und vielen weiteren Orten präsentiert. İhraç lebt und arbeitet in Berlin.
Maia Joseph arbeitet als freischaffende Künstlerin im Bereich Performance sowie in der Mode- und Filmbranche. Ihr Solostück „The Other“ feierte Premiere beim Interplay Festival 2025 in Turin. Sie arbeitete mit Luna Park und Christoph Winkler zusammen und wird 2027/28 ein neues Werk von Alex Baczyński-Jenkins präsentieren.
Tamar Sonn ist Performerin und Tänzerin und initiiert eigene Projekte. Sie hat mit Choreograf*innen wie Kat Válastur, Shaked Mochiach, Adi Boutrous, Sharon Vazanna, Noa Zuk, Ohad Fishof, Annabelle Dvir, Emanuel Gat, Idan Sharabi, Odelya Kuperberg und Idan Cohen zusammengearbeitet. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit gründete sie verschiedene Plattformen für nachhaltige Arbeitsbedingungen für unabhängige Tänzer*innen.
Merve Salgar ist Tanbur-Spielerin. Sie arbeitet mit Musiker*innen sowohl aus der traditionellen als auch aus der experimentellen Musikszene zusammen. Tief in der osmanisch-türkischen Musiktradition verwurzelt, erforscht sie auch neue Spielweisen der Tanbur und entwickelt so eine persönliche Sprache, die dem Instrument eine zeitgenössische Perspektive verleiht.
Grégoire Simon ist Performer (Viola und Violine), Komponist und Produzent elektronischer Musik. Als Solobratschist des renommierten Ensemble Intercontemporain – Paris konzertierte er weltweit. Simon entwickelte Musik für zeitgenössische Tanzproduktionen, u.a. für Milla Koistinen, Eric Minh-Cuong Castain (Cie Shonen) und Alessandro Sciarroni, die an renommierten Orten europaweit aufgeführt wurden. Mit seinem Projekt SUGAR schlägt Simon Brücken zwischen Kammermusik und Popmusik. Er schuf Auftragswerke für das Ensemble Flashback, Zafraan Ensemble, Solistenensemble Kaleidoskop und Andromeda Mega Express Orchestra.
Ketan Bhatti ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Genre- und Kulturwelten. Seine Arbeiten reichen von zeitgenössischer Kammermusik über experimentelles Musik- und Tanztheater, Bühnen- und Filmmusik bis zu elektronischen, Hip-Hop-basierten Produktionen. Seine Kompositionen wurden an vielen renommierten Bühnen deutschlandweit aufgeführt. Ketan Bhattis Werke wurden von Ensembles wie LUX:NM, Ensemble Resonanz und Ensemble Reflektor auf Festivals wie dem Jazzfest Berlin und den Wittener Tagen für Neue Kammermusik präsentiert. 2013 gründete er mit Cymin Samawatie das mehrfach ausgezeichnete Trickster Orchestra. Batti erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, zuletzt 2025 den Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis. Nach der Oper „Berlin Alexanderplatz" (Opernwelt: „beste Uraufführung" 09/23) folgte 2024/25 „Der Rote Wal" an der Staatsoper Stuttgart.
Catalina Fernández ist Licht- und Sounddesignerin für Theater, Tanz und Performance. Sie komponiert subliminale Räume und entwirft ortsspezifische Installationen. Sie arbeitet als technische Leiterin in mehreren Produktionen. Fernández studierte Film und Fotografie an der Unitec University in Bogotá und Lichtdesign am Instituto Universitario Nacional del Arte (IUNA), Buenos Aires.
Lidy Mouw arbeitet als Dramaturgin, Choreografin, Regisseurin und Kuratorin in den bildenden und darstellenden Künsten. Sie studierte Tanz, Choreografie und Tanzpädagogik und fokussiert in ihrer Praxis den bewegten und diversen Körper. Ihre Methodik des authentischen künstlerischen Handelns vermittelt sie an Studierende und in partizipativen Formaten. Sie leitet die Mixed-Abled-Künstler*innengruppe hatschisi art in Potsdam.
Natalia Orendain del Castillo ist bildende Künstlerin, Szenografin und Forscherin. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Theater, Oper und Installation und untersucht in ihrer Praxis Raumwahrnehmung, Klang und Alltags-Performativität durch immersive und partizipative Formate. Sie studierte am Centre for Research Architecture (Goldsmiths, University of London) und realisierte Projekte in Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Nigeria, Tschechien und Mexiko.
Thelma Bonavita ist Tanzkünstlerin an der Schnittstelle von Choreografie, bildender Kunst und Mode. Bonavita studierte klassischen Tanz, die LABAN-Methode und postmodernen Tanz. Sie entwickelte ein künstlerisches Programm in drei Formaten – Performances, Kostüme und Workshops –, das FLESHION (flesh and fashion) Forschung, die Beziehung zwischen Körper und Mode durch sensomotorische Erfahrungen, sowie ihre eigenen künstlerischen Bekleidungsproduktionen verbindet.
Dora Đurkesac arbeitet in den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Intermedia-Kunst und Designforschung mit Skulptur, Klang, somatischen Praktiken sowie visuellen Medien. Seit 2009 kooperiert sie mit Tanzkünstler*innen und Kollektiven und verbindet Tanz, Design und digitale Medien. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Berlin, Amsterdam, Zagreb, in New York und Reykjavík präsentiert. Sie studierte Neue Medien an der Akademie für Bildende Künste und Industriedesign an der Fakultät für Architektur, Schule für Design, in Zagreb.
Büşra Mutlu ist Kulturmanagerin in den Bereichen Kommunikation, Produktion und Redaktion. Sie war Koordinatorin für Kommunikation und Publikumsformate am Pera Museum in Istanbul und Redaktionsleiterin am Odunpazarı Modern Museum (OMM). Mutlu ist Mitbegründerin von Umami Kitap, einem unabhängigen queeren feministischen Verlag in Istanbul. Sie hat einen Bachelor in westlichen Sprachen und Literatur der Boğaziçi-Universität und absolviert derzeit einen Master-Studiengang in Anglistik an der FU Berlin.
Biografien
Jasmin İhraç ist Choreografin, Tänzerin und Soziologin. Parallel zu ihrem Studium der Soziologie an der Freien Universität Berlin studierte sie Zeitgenössischen Tanz, Kontext und Choreografie am HZT Berlin. Ihre künstlerische Praxis entfaltet sich an der Schnittstelle von Performance, Choreografie, Film und Forschung und beschäftigt sich häufig mit Fragen von Erinnerung, Grenzen und verkörpertem Wissen. Ihre Arbeiten wurden an Spielstätten und bei Festivals wie der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Palais de Tokyo, HAU Hebbel am Ufer, Salt Beyoğlu, am HKW Haus der Kulturen der Welt und vielen weiteren Orten präsentiert. İhraç lebt und arbeitet in Berlin.
Maia Joseph arbeitet als freischaffende Künstlerin im Bereich Performance sowie in der Mode- und Filmbranche. Ihr Solostück „The Other“ feierte Premiere beim Interplay Festival 2025 in Turin. Sie arbeitete mit Luna Park und Christoph Winkler zusammen und wird 2027/28 ein neues Werk von Alex Baczyński-Jenkins präsentieren.
Tamar Sonn ist Performerin und Tänzerin und initiiert eigene Projekte. Sie hat mit Choreograf*innen wie Kat Válastur, Shaked Mochiach, Adi Boutrous, Sharon Vazanna, Noa Zuk, Ohad Fishof, Annabelle Dvir, Emanuel Gat, Idan Sharabi, Odelya Kuperberg und Idan Cohen zusammengearbeitet. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit gründete sie verschiedene Plattformen für nachhaltige Arbeitsbedingungen für unabhängige Tänzer*innen.
Merve Salgar ist Tanbur-Spielerin. Sie arbeitet mit Musiker*innen sowohl aus der traditionellen als auch aus der experimentellen Musikszene zusammen. Tief in der osmanisch-türkischen Musiktradition verwurzelt, erforscht sie auch neue Spielweisen der Tanbur und entwickelt so eine persönliche Sprache, die dem Instrument eine zeitgenössische Perspektive verleiht.
Grégoire Simon ist Performer (Viola und Violine), Komponist und Produzent elektronischer Musik. Als Solobratschist des renommierten Ensemble Intercontemporain – Paris konzertierte er weltweit. Simon entwickelte Musik für zeitgenössische Tanzproduktionen, u.a. für Milla Koistinen, Eric Minh-Cuong Castain (Cie Shonen) und Alessandro Sciarroni, die an renommierten Orten europaweit aufgeführt wurden. Mit seinem Projekt SUGAR schlägt Simon Brücken zwischen Kammermusik und Popmusik. Er schuf Auftragswerke für das Ensemble Flashback, Zafraan Ensemble, Solistenensemble Kaleidoskop und Andromeda Mega Express Orchestra.
Ketan Bhatti ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Genre- und Kulturwelten. Seine Arbeiten reichen von zeitgenössischer Kammermusik über experimentelles Musik- und Tanztheater, Bühnen- und Filmmusik bis zu elektronischen, Hip-Hop-basierten Produktionen. Seine Kompositionen wurden an vielen renommierten Bühnen deutschlandweit aufgeführt. Ketan Bhattis Werke wurden von Ensembles wie LUX:NM, Ensemble Resonanz und Ensemble Reflektor auf Festivals wie dem Jazzfest Berlin und den Wittener Tagen für Neue Kammermusik präsentiert. 2013 gründete er mit Cymin Samawatie das mehrfach ausgezeichnete Trickster Orchestra. Batti erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, zuletzt 2025 den Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis. Nach der Oper „Berlin Alexanderplatz" (Opernwelt: „beste Uraufführung" 09/23) folgte 2024/25 „Der Rote Wal" an der Staatsoper Stuttgart.
Catalina Fernández ist Licht- und Sounddesignerin für Theater, Tanz und Performance. Sie komponiert subliminale Räume und entwirft ortsspezifische Installationen. Sie arbeitet als technische Leiterin in mehreren Produktionen. Fernández studierte Film und Fotografie an der Unitec University in Bogotá und Lichtdesign am Instituto Universitario Nacional del Arte (IUNA), Buenos Aires.
Lidy Mouw arbeitet als Dramaturgin, Choreografin, Regisseurin und Kuratorin in den bildenden und darstellenden Künsten. Sie studierte Tanz, Choreografie und Tanzpädagogik und fokussiert in ihrer Praxis den bewegten und diversen Körper. Ihre Methodik des authentischen künstlerischen Handelns vermittelt sie an Studierende und in partizipativen Formaten. Sie leitet die Mixed-Abled-Künstler*innengruppe hatschisi art in Potsdam.
Natalia Orendain del Castillo ist bildende Künstlerin, Szenografin und Forscherin. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Theater, Oper und Installation und untersucht in ihrer Praxis Raumwahrnehmung, Klang und Alltags-Performativität durch immersive und partizipative Formate. Sie studierte am Centre for Research Architecture (Goldsmiths, University of London) und realisierte Projekte in Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Nigeria, Tschechien und Mexiko.
Thelma Bonavita ist Tanzkünstlerin an der Schnittstelle von Choreografie, bildender Kunst und Mode. Bonavita studierte klassischen Tanz, die LABAN-Methode und postmodernen Tanz. Sie entwickelte ein künstlerisches Programm in drei Formaten – Performances, Kostüme und Workshops –, das FLESHION (flesh and fashion) Forschung, die Beziehung zwischen Körper und Mode durch sensomotorische Erfahrungen, sowie ihre eigenen künstlerischen Bekleidungsproduktionen verbindet.
Dora Đurkesac arbeitet in den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Intermedia-Kunst und Designforschung mit Skulptur, Klang, somatischen Praktiken sowie visuellen Medien. Seit 2009 kooperiert sie mit Tanzkünstler*innen und Kollektiven und verbindet Tanz, Design und digitale Medien. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Berlin, Amsterdam, Zagreb, in New York und Reykjavík präsentiert. Sie studierte Neue Medien an der Akademie für Bildende Künste und Industriedesign an der Fakultät für Architektur, Schule für Design, in Zagreb.
Büşra Mutlu ist Kulturmanagerin in den Bereichen Kommunikation, Produktion und Redaktion. Sie war Koordinatorin für Kommunikation und Publikumsformate am Pera Museum in Istanbul und Redaktionsleiterin am Odunpazarı Modern Museum (OMM). Mutlu ist Mitbegründerin von Umami Kitap, einem unabhängigen queeren feministischen Verlag in Istanbul. Sie hat einen Bachelor in westlichen Sprachen und Literatur der Boğaziçi-Universität und absolviert derzeit einen Master-Studiengang in Anglistik an der FU Berlin.
Besuchshinweise
Dauer
Ca. 90 Minuten
Rahmenprogramm
Im Anschluss an die Vorstellung am Freitag, den 18. Dezember, findet ein Artist Talk statt.
Credits
Eine Produktion von Jasmin İhraç. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Kunststiftung NRW, des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und der Radialstiftung.
Koproduziert durch das Radialsystem, Tanzfabrik Berlin, Theater im Ballsaal Bonn, Uferstudios, Life Long Burning, Futures Lost and Found, kofinanziert durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union.
Mit besonderem Dank an alle, die sich Zeit für ein Interview genommen haben. Weiterhin ein großer Dank an Astrid Artin-Loussikian und Houry Varjabedian sowie das gesamte Team von ARAM, L’association pour la recherche et l’archivage de la mémoire arménienne, Marseille für die Einführung in das Archiv, an die bildende Künstlerin Silvina Der-Meguerditchian, an Leil Zehra von Watch The Med Alarmphone, an Naomi Holz von Seapunks, an UNITED for Intercultural Action – campaign ‘Fortress Europe No More Deaths’ für die Nutzung der ‘List of Refugee Deaths’. Vielen Dank an Torsten Podraza und Sasha Waltz & Guests.
Medienpartnerschaften Radialsystem: The Berliner, tip Berlin, taz. die tageszeitung.
Credits
Eine Produktion von Jasmin İhraç. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Kunststiftung NRW, des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und der Radialstiftung.
Koproduziert durch das Radialsystem, Tanzfabrik Berlin, Theater im Ballsaal Bonn, Uferstudios, Life Long Burning, Futures Lost and Found, kofinanziert durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union.
Mit besonderem Dank an alle, die sich Zeit für ein Interview genommen haben. Weiterhin ein großer Dank an Astrid Artin-Loussikian und Houry Varjabedian sowie das gesamte Team von ARAM, L’association pour la recherche et l’archivage de la mémoire arménienne, Marseille für die Einführung in das Archiv, an die bildende Künstlerin Silvina Der-Meguerditchian, an Leil Zehra von Watch The Med Alarmphone, an Naomi Holz von Seapunks, an UNITED for Intercultural Action – campaign ‘Fortress Europe No More Deaths’ für die Nutzung der ‘List of Refugee Deaths’. Vielen Dank an Torsten Podraza und Sasha Waltz & Guests.
Medienpartnerschaften Radialsystem: The Berliner, tip Berlin, taz. die tageszeitung.
Das Mittelmeer ist ein Ort der Gleichzeitigkeit. „Liquid Border of Solid Hope“ von Jasmin İhraç setzt sich mit diesem diasporischen Raum auseinander, der seit Jahrhunderten von Bewegung, Begegnung und Migration geprägt ist. Die Performance, die im Dezember im Radialsystem uraufgeführt wird, verknüpft Elemente aus Archivrecherche und Interviews in Marseille, Lampedusa und der Westtürkei – zentralen Orten der Migration – mit Bewegung/Tanz und Live-Sound. Musiker*innen und Tänzer*innen begegnen dem Publikum in einem begehbaren Archiv, das eigenes Erforschen und gemeinsames Ritual miteinander verwebt und Fragen nach der Bedeutung von Empathie und Solidarität aufgreift.
In den 1920er Jahren flohen 58.000 Armenier*innen nach dem Genozid im Osmanischen Reich mit legalen Transitdokumenten nach Marseille. Für die Flucht nutzten sie Passagierschiffe. Diese Schiffe vernetzten damals Städte, die heute aufgrund einer veränderten politischen Situation auf direktem Wasserweg kaum zu erreichen sind. Sie boten damit gleichzeitig sichere Fluchtrouten, die heute fehlen. Bedingt durch eine restriktive europäische Migrationspolitik verloren seit 2014 über 35.000 Menschen auf der zentralen Mittelmeerroute ihr Leben. „Liquid Border of Solid Hope“ ist eine Widmung und ein Gedenken an jene, die auf dem Weg in ein neues Leben nie ankamen. Es ist auch eine Widmung an das Meer selbst als Ökosystem, geophysikalisches Kräfteverhältnis und Ort der Sehnsucht und Faszination.
„Liquid Border of Solid Hope“ wird im Rahmen der :LOVE:-Kooperation zwischen der Tanzfabrik Berlin und Radialsystem in den Räumen des Radialsystems gezeigt. Mit der Initiative „Radialsystem ♥ Tanzfabrik“ kooperieren die beiden Institutionen, um gezielt die Präsentationsbedingungen von Tanzschaffenden zu verbessern.
Cast
Künstlerische Leitung, Choreografie, Tanz, Performance und Raum
Jasmin İhraç
Tanz, Performance und choreografische Mitarbeit
Tamar Sonn
Maia Joseph
Live-Musik und Komposition
Grégoire Simon
Merve Salgar
Lichtdesign und Technische Leitung
Catalina Fernández
Raum und (Papier-)Objekte
Natalia Orendain
Sound und Komposition
Ketan Bhatti
Video
Dora Đurkesac
Dramaturgie
Lidy Mouw
Künstlerische Produktionsleitung
Martina Neu
Choreografische Recherche
Juan Corres Benito
Malika Lamwersiek
Kostümberatung
Thelma Bonavita
Assistenz
Büşra Mutlu
Presse und Kommunikation
Marcelo Vilela
Biografien
Jasmin İhraç ist Choreografin, Tänzerin und Soziologin. Parallel zu ihrem Studium der Soziologie an der Freien Universität Berlin studierte sie Zeitgenössischen Tanz, Kontext und Choreografie am HZT Berlin. Ihre künstlerische Praxis entfaltet sich an der Schnittstelle von Performance, Choreografie, Film und Forschung und beschäftigt sich häufig mit Fragen von Erinnerung, Grenzen und verkörpertem Wissen. Ihre Arbeiten wurden an Spielstätten und bei Festivals wie der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Palais de Tokyo, HAU Hebbel am Ufer, Salt Beyoğlu, am HKW Haus der Kulturen der Welt und vielen weiteren Orten präsentiert. İhraç lebt und arbeitet in Berlin.
Maia Joseph arbeitet als freischaffende Künstlerin im Bereich Performance sowie in der Mode- und Filmbranche. Ihr Solostück „The Other“ feierte Premiere beim Interplay Festival 2025 in Turin. Sie arbeitete mit Luna Park und Christoph Winkler zusammen und wird 2027/28 ein neues Werk von Alex Baczyński-Jenkins präsentieren.
Tamar Sonn ist Performerin und Tänzerin und initiiert eigene Projekte. Sie hat mit Choreograf*innen wie Kat Válastur, Shaked Mochiach, Adi Boutrous, Sharon Vazanna, Noa Zuk, Ohad Fishof, Annabelle Dvir, Emanuel Gat, Idan Sharabi, Odelya Kuperberg und Idan Cohen zusammengearbeitet. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit gründete sie verschiedene Plattformen für nachhaltige Arbeitsbedingungen für unabhängige Tänzer*innen.
Merve Salgar ist Tanbur-Spielerin. Sie arbeitet mit Musiker*innen sowohl aus der traditionellen als auch aus der experimentellen Musikszene zusammen. Tief in der osmanisch-türkischen Musiktradition verwurzelt, erforscht sie auch neue Spielweisen der Tanbur und entwickelt so eine persönliche Sprache, die dem Instrument eine zeitgenössische Perspektive verleiht.
Grégoire Simon ist Performer (Viola und Violine), Komponist und Produzent elektronischer Musik. Als Solobratschist des renommierten Ensemble Intercontemporain – Paris konzertierte er weltweit. Simon entwickelte Musik für zeitgenössische Tanzproduktionen, u.a. für Milla Koistinen, Eric Minh-Cuong Castain (Cie Shonen) und Alessandro Sciarroni, die an renommierten Orten europaweit aufgeführt wurden. Mit seinem Projekt SUGAR schlägt Simon Brücken zwischen Kammermusik und Popmusik. Er schuf Auftragswerke für das Ensemble Flashback, Zafraan Ensemble, Solistenensemble Kaleidoskop und Andromeda Mega Express Orchestra.
Ketan Bhatti ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Genre- und Kulturwelten. Seine Arbeiten reichen von zeitgenössischer Kammermusik über experimentelles Musik- und Tanztheater, Bühnen- und Filmmusik bis zu elektronischen, Hip-Hop-basierten Produktionen. Seine Kompositionen wurden an vielen renommierten Bühnen deutschlandweit aufgeführt. Ketan Bhattis Werke wurden von Ensembles wie LUX:NM, Ensemble Resonanz und Ensemble Reflektor auf Festivals wie dem Jazzfest Berlin und den Wittener Tagen für Neue Kammermusik präsentiert. 2013 gründete er mit Cymin Samawatie das mehrfach ausgezeichnete Trickster Orchestra. Batti erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, zuletzt 2025 den Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis. Nach der Oper „Berlin Alexanderplatz" (Opernwelt: „beste Uraufführung" 09/23) folgte 2024/25 „Der Rote Wal" an der Staatsoper Stuttgart.
Catalina Fernández ist Licht- und Sounddesignerin für Theater, Tanz und Performance. Sie komponiert subliminale Räume und entwirft ortsspezifische Installationen. Sie arbeitet als technische Leiterin in mehreren Produktionen. Fernández studierte Film und Fotografie an der Unitec University in Bogotá und Lichtdesign am Instituto Universitario Nacional del Arte (IUNA), Buenos Aires.
Lidy Mouw arbeitet als Dramaturgin, Choreografin, Regisseurin und Kuratorin in den bildenden und darstellenden Künsten. Sie studierte Tanz, Choreografie und Tanzpädagogik und fokussiert in ihrer Praxis den bewegten und diversen Körper. Ihre Methodik des authentischen künstlerischen Handelns vermittelt sie an Studierende und in partizipativen Formaten. Sie leitet die Mixed-Abled-Künstler*innengruppe hatschisi art in Potsdam.
Natalia Orendain del Castillo ist bildende Künstlerin, Szenografin und Forscherin. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Theater, Oper und Installation und untersucht in ihrer Praxis Raumwahrnehmung, Klang und Alltags-Performativität durch immersive und partizipative Formate. Sie studierte am Centre for Research Architecture (Goldsmiths, University of London) und realisierte Projekte in Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Nigeria, Tschechien und Mexiko.
Thelma Bonavita ist Tanzkünstlerin an der Schnittstelle von Choreografie, bildender Kunst und Mode. Bonavita studierte klassischen Tanz, die LABAN-Methode und postmodernen Tanz. Sie entwickelte ein künstlerisches Programm in drei Formaten – Performances, Kostüme und Workshops –, das FLESHION (flesh and fashion) Forschung, die Beziehung zwischen Körper und Mode durch sensomotorische Erfahrungen, sowie ihre eigenen künstlerischen Bekleidungsproduktionen verbindet.
Dora Đurkesac arbeitet in den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Intermedia-Kunst und Designforschung mit Skulptur, Klang, somatischen Praktiken sowie visuellen Medien. Seit 2009 kooperiert sie mit Tanzkünstler*innen und Kollektiven und verbindet Tanz, Design und digitale Medien. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Berlin, Amsterdam, Zagreb, in New York und Reykjavík präsentiert. Sie studierte Neue Medien an der Akademie für Bildende Künste und Industriedesign an der Fakultät für Architektur, Schule für Design, in Zagreb.
Büşra Mutlu ist Kulturmanagerin in den Bereichen Kommunikation, Produktion und Redaktion. Sie war Koordinatorin für Kommunikation und Publikumsformate am Pera Museum in Istanbul und Redaktionsleiterin am Odunpazarı Modern Museum (OMM). Mutlu ist Mitbegründerin von Umami Kitap, einem unabhängigen queeren feministischen Verlag in Istanbul. Sie hat einen Bachelor in westlichen Sprachen und Literatur der Boğaziçi-Universität und absolviert derzeit einen Master-Studiengang in Anglistik an der FU Berlin.


