Breathing Rivers: The River Talks

Diskursformat

Gespräch Festival

Ein Flussufer mit Kieselstrand auf der einen und steiler Steinklippe auf der anderen Seite.

„The River Talks“ – Gesprächsreihe © nadaproductions Wien

Eintritt frei Eintritt frei Anmeldung

Ticketpreise

Eintritt frei, ohne Anmeldung.

→ „Breathing Rivers“-Festivalticket: 26 Euro, ermäßigt 20 Euro
Das Festivalticket gilt für alle Veranstaltungen am „Breathing Rivers“-Wochenende, die Tage und Uhrzeiten können frei kombiniert werden.

Ticketpreise

Eintritt frei, ohne Anemdlung.

→ „Breathing Rivers“-Festivalticket: 26 Euro, ermäßigt 20 Euro
Das Festivalticket gilt für alle Veranstaltungen am „Breathing Rivers“-Wochenende, die Tage und Uhrzeiten können frei kombiniert werden.

Ticketpreise

Eintritt frei, mit Anmeldung
Da die verfügbaren Plätze begrenzt sind, bitten wir für die Bootstour am 23. Juli um vorherige Anmeldung über unsere Website.

Die Bootstour startet und endet am Steg des Radialsystems. Der Zugang zum Steg ist nicht barrierefrei, bei Fragen kontaktieren Sie uns gern unter 030 288 788 588 oder ticket@radialsystem.de.

 

→ „Breathing Rivers“-Festivalticket: 26 Euro, ermäßigt 20 Euro
Das Festivalticket gilt für alle Veranstaltungen am „Breathing Rivers“-Wochenende, die Tage und Uhrzeiten können frei kombiniert werden.

„Was haben wir von deiner Weisheit gelernt, Fluss, von deinem uralten Wissen als Wasserkörper, als Wolke, als Kondensation und Verdunstung aus Seen und Ozeanen, als Regen und Absorption, was wissen wir von deinen Gesprächen mit Pflanzen und Mineralien, mit Eis, das zu dir schmilzt? Wer bist du, Fluss, wie können wir dich kennen?“ – Amanda Piña

Die westliche Wissenschaft hat Flüsse immer nur im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Menschen verstanden. Wir haben gelernt, sie zu begradigen, sie zu kontrollieren, sie für die Wasserversorgung, den Bergbau und die Energiegewinnung zu nutzen. Aber was wissen wir über die Flüsse selbst, über ihre Beziehungen zu anderen Lebewesen wie Bergen, Pflanzen, Pilzen, Tieren und Insekten, Mineralien und unterirdischen Flüssen? Was wissen wir über sie als Wesen, die uns erhalten und mögliche Zukünfte ermöglichen. Wasser ist Zukunft.

Das Format „The River Talks“ bildet das diskursive Fundament des „Breathing Rivers“-Festivals Mitte Juli im Radialsystem. Als vielstimmige Gesprächsreihe versammeln sie Expert*innen mit wissenschaftlichem, künstlerischem, lokalem und indigenem Wissen in Bezug auf Berge und Wasser. Die Diskursreihe – konzipiert von Amanda Piña und zusammen mit Matthias Mohr kuratiert – thematisiert unter anderem die Zukunft der Wasserversorgung Berlins im Kontext des Klimawandels und erforscht darüber hinaus die Rolle der Flüsse als lebendige Körper/Wesen, die aktiv an der (Re-)Produktion von Wasser als Leben beteiligt sind. Das Format erprobt eine mögliche Ökologie von Wissensformen, in der verschiedene Systeme – westliche Wissenschaft, Kunst, lokales Wissen, praktische Erfahrungen, indigenes Wissen – miteinander in Dialog treten können, und zwar ohne die zwischen ihnen üblichen Hierarchien.

Bei „The River Talks“ geht es um eine kritische Betrachtung der materiellen und symbolischen Wirkung von Gewässern aus einer geopolitischen und tiefenökologischen Perspektive. Der Wunsch, von den Flüssen zu lernen, soll dabei Wege aufzeigen, den modernen/kolonialen Bruch zwischen Mensch und Natur zu überwinden. Mit Beiträgen von Anthropolog*innen, Glaziolog*innen, Klimawandelforscher*innen, Wasserwissenschaftler*innen, indigenen Expert*innen und Künstler*innen entsteht ein Resonanzraum für kollektive Aktionen und Reflexionen über nationale Grenzen hinweg, um ein planetarisches Bewusstsein über die gegenseitige Abhängigkeit aller lebenden Systeme auf der Erde zu fördern. 

 

„Breathing Rivers“-Festival

Das an der Spree gelegene Radialsystem war ursprünglich eines der ersten Pumpwerke Berlins und leitete im späten 19. Jahrhundert die Abwässer aus der rasant wachsenden Stadt. Im Rahmen des Sommerfestivals „Breathing Rivers“ untersucht das heutige Radialsystem vom 20.-23. Juli 2023 unsere Beziehung zu Leben und Wasser mit Arbeiten der Choreografinnen Amanda Piña, Lina Gómez und Luísa Saraiva. Das Festival „Breathing Rivers“ öffnet Erfahrungsräume, in denen wir uns gemeinsam an eine Verbundenheit von allem Lebendigen erinnern, die durch das Denken und Handeln der europäischen Moderne Brüche erfahren hat. Brüche zwischen Mensch und Natur, Körper und Geist, oder auch trennende Kategorisierungen wie Gender und Race – Brüche, vor deren Hintergrund Gewalt und Ausbeutung gerechtfertigt werden. Die Rückbesinnung auf das untrennbare Eingebundensein der Menschen in einen größeren Zusammenhang beginnt hier mit dem Körper als Ort der Erfahrung. Anstelle der Idee eines allgemeingültigen Wissens schlägt „Breathing Rivers“ eine Vielheit von Möglichkeiten der Wissensproduktion vor, die mit und aus der Realität unterschiedlich situierter Körper entsteht.

Cast

Konzept
Amanda Piña

Kuration
Amanda Piña
Matthias Mohr

Panelist*innen (Fr 21 07)
Seba Calfuqueo

Panelist*innen (Sa 22 07)
Uýra Sodoma

Konzept Bootstour (So 23 07)
Amanda Piña

Panelist*innen Bootstour (So 23 07)
Camila Nobrega
Kristiane Fehrs

Dramaturgie Bootstour (So 23 07)
Cecilia Vallejos

Biographien

Amanda Piña ist eine mexikanisch-chilenisch-österreichische Künstlerin. Ihre Arbeit befasst sich mit der Dekolonisierung von Kunst und konzentriert sich auf die politische und soziale Kraft von Bewegung. Seit 2014 entwickelt sie ihr Langzeitprojekt „Endangered Human Movements“, das sich mit traditionellen Tänzen und menschlichen Bewegungspraktiken beschäftigt, die seit Jahrhunderten existieren, heute aber vom Verschwinden bedroht sind. Im Rahmen dieses Projekts hat sie eine Reihe von Performances, Installationen, Workshops, Vorträgen, Filmen und Publikationen entwickelt.

Bildende Künstlerin und Kunstvermittlerin Uýra Sodoma (Manaus, AM) ist eine indigene Frau im Diaspora-Kontext, mit zwei Geistern (trans), und eine Menschenrechtsaktivistin. Uýra Sodoma hat einen Abschluss in Biologie und einen Master-Abschluss in Ökologie des Amazonas. Durch die Kunst schafft Uýra Sodoma Bilder, die verschiedene 'Naturen' kontrastieren: die des Lebens in einem Zustand der Freiheit und die der Gewalt gegen die Artenvielfalt und gefährdete menschliche Gruppen. In Ausstellungen in Brasilien und auf der ganzen Welt hat Uýra Sodoma die Debatte über die koloniale Auslöschung und den Widerstand indigener Völker in der Geschichte und in der heutigen Welt erforscht, offengelegt und in Gang gesetzt. Uýra Sodoma wurde auf der 34. Bienal de SP und Bienal Manifesta (Kosovo) vorgestellt und gewann außerdem den PIPA-Preis 2022 und den Prêmio SIM à Igualdade Racial 2023. Uýra Sodomas Werke sind Teil der Sammlungen von Institutionen wie der Pinacoteca de São Paulo, dem Castello di Rivoli (Italien) und dem Los Angeles County Museum (USA).

Seba Calfuqueo (She/They, Santiago de Chile), bildende*r Künstler*in und Kurator*in bei Espacio 218, lebt und arbeitet in Santiago de Chile. Seba Calfuqueo ist Teil der Mapuche-Gemeinschaft Rangiñtulewfü und Yene Revista und setzt sich in der künstlerischen Arbeit mit dem eigenen kulturelle Erbe auseinander, um eine kritische Reflexion über den sozialen, kulturellen und politischen Status des Mapuche-Subjekts in der zeitgenössischen chilenischen Gesellschaft anzustoßen. Seba Calfuqueos Arbeit umfasst Installationen, Keramiken, Performances und Videos mit dem Ziel, die kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen indigener und westlicher Denkweisen sowie deren Stereotypen zu untersuchen. Ein Ziel dabei ist, diese Themen auch in Bezug auf feministische und queere Theorien sichtbar zu machen. Seba Calfuqueo stellt aus im Centre Pompidou (Frankreich), Museo MALBA (Argentinien), Thyssen-Bornemisza Museums (Spanien), der Sammlung KADIST (Frankreich), Museu de Arte Contemporânea do Rio Grande do Sul - MAC RS (Brasilien), Museo Nacional de Bellas Artes (Chile) und MAC (Chile). Seba Calfuqueo nahm an der 34. Bienal de São Paulo, der 12. Bienal de Mercosur und der 22. Bienal Paiz teil. Seba Calfuqueo gewann zahlreiche Preise und Ehrungen: Municipalidad de Santiago Award (2017), Fundación FAVA Award (2018), Eyebeam's Fractal Fellowships (2021) und Fundación Ama Amoedo'a FAARA (2023). www.sebacalfuqueo.com

Camila Nobrega (Sie / Ihr) ist eine in Berlin lebende brasilianische Transmedia-Journalistin und Forscherin mit dem Schwerpunkt auf Untersuchungen zu sozial-ökologischen Konflikten und Megaprojekten aus dekolonialer, feministischer und queerer Perspektive, wobei sie Transmedia-Formate fördert, die Journalismus, Wissenschaft, Kunst und dokumentarische Prozesse miteinander verbinden. Als Doktorandin und Dozentin an der Freien Universität Berlin arbeitet sie an einer Untersuchung über stillschweigende Veränderungen, die durch Mega-Wasserkraftwerke in verschiedenen Gebieten Lateinamerikas verursacht werden. Camila Nobrega ist Gründerin des Projekts Beyond the Green: www.beyondthegreen.media

Kristiane Fehrs studierte bis 2023 am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Rahmen ihres Studiums beschäftigte sie sich in einem ethnografischen Forschungsprojekt mit dem Phänomen der ‚braunen Spree‘ und Verflechtungen von Wasser und Kohleabbau in der Lausitz. Seit April 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Juniorprofessur für Mikrosoziologie und techno-soziale Interaktion und entwickelt eine Forschung, die sich mit der Energiewende und dem Aufbau von Wasserstoffinfrastrukturen in Sachsen beschäftigt. Im Bachelor studierte sie den interdisziplinären Stadtforschungs-Studiengang ‚Kultur der Metropole‘ an der HafenCity Universität in Hamburg.

Programm

Fr, 21 07, 17 Uhr – Studio C
„The River Talks“ mit Seba Calfuqueo

 

Sa, 22 07, 16 Uhr – Studio C
„The River Talks“ mit Uýra Sodoma

 

So, 23 07, 16 Uhr – Bootstour
Die dritte und letzte Ausgabe der River Talks am Sonntag, 23. Juli, findet auf einem Schiff statt. Die Bootstour startet am Anleger des Radialsystems, wo sie nach ca. eineinhalb Stunden auch wieder endet. Die Reise auf der Spree beginnt mit der künstlerischen Intervention „Breathing River“ von und mit Amanda Piña, gefolgt von einem Gespräch zwischen ihr und der in Berlin lebenden brasilianischen Transmedia-Journalistin und Forscherin Camila Nobrega sowie der zu (Wasser-)Infrastrukturen arbeitenden Ethnografin Kristiane Fehrs.

Da die verfügbaren Plätze begrenzt sind, bitten wir Sie um vorherige Anmeldung über den Anmeldelink oben.

 

 

→ Das komplette Programm des Festivals „Breathing Rivers“

Credits

„Breathing Rivers“ ist eine Veranstaltung des Radialsystems, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Radial Stiftung.

Medienpartner: taz. die tageszeitung, tip Berlin, Exberliner und Rausgegangen.

„Was haben wir von deiner Weisheit gelernt, Fluss, von deinem uralten Wissen als Wasserkörper, als Wolke, als Kondensation und Verdunstung aus Seen und Ozeanen, als Regen und Absorption, was wissen wir von deinen Gesprächen mit Pflanzen und Mineralien, mit Eis, das zu dir schmilzt? Wer bist du, Fluss, wie können wir dich kennen?“ – Amanda Piña

Die westliche Wissenschaft hat Flüsse immer nur im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Menschen verstanden. Wir haben gelernt, sie zu begradigen, sie zu kontrollieren, sie für die Wasserversorgung, den Bergbau und die Energiegewinnung zu nutzen. Aber was wissen wir über die Flüsse selbst, über ihre Beziehungen zu anderen Lebewesen wie Bergen, Pflanzen, Pilzen, Tieren und Insekten, Mineralien und unterirdischen Flüssen? Was wissen wir über sie als Wesen, die uns erhalten und mögliche Zukünfte ermöglichen. Wasser ist Zukunft.

Das Format „The River Talks“ bildet das diskursive Fundament des „Breathing Rivers“-Festivals Mitte Juli im Radialsystem. Als vielstimmige Gesprächsreihe versammeln sie Expert*innen mit wissenschaftlichem, künstlerischem, lokalem und indigenem Wissen in Bezug auf Berge und Wasser. Die Diskursreihe – konzipiert von Amanda Piña und zusammen mit Matthias Mohr kuratiert – thematisiert unter anderem die Zukunft der Wasserversorgung Berlins im Kontext des Klimawandels und erforscht darüber hinaus die Rolle der Flüsse als lebendige Körper/Wesen, die aktiv an der (Re-)Produktion von Wasser als Leben beteiligt sind. Das Format erprobt eine mögliche Ökologie von Wissensformen, in der verschiedene Systeme – westliche Wissenschaft, Kunst, lokales Wissen, praktische Erfahrungen, indigenes Wissen – miteinander in Dialog treten können, und zwar ohne die zwischen ihnen üblichen Hierarchien.

Bei „The River Talks“ geht es um eine kritische Betrachtung der materiellen und symbolischen Wirkung von Gewässern aus einer geopolitischen und tiefenökologischen Perspektive. Der Wunsch, von den Flüssen zu lernen, soll dabei Wege aufzeigen, den modernen/kolonialen Bruch zwischen Mensch und Natur zu überwinden. Mit Beiträgen von Anthropolog*innen, Glaziolog*innen, Klimawandelforscher*innen, Wasserwissenschaftler*innen, indigenen Expert*innen und Künstler*innen entsteht ein Resonanzraum für kollektive Aktionen und Reflexionen über nationale Grenzen hinweg, um ein planetarisches Bewusstsein über die gegenseitige Abhängigkeit aller lebenden Systeme auf der Erde zu fördern. 

 

„Breathing Rivers“-Festival

Das an der Spree gelegene Radialsystem war ursprünglich eines der ersten Pumpwerke Berlins und leitete im späten 19. Jahrhundert die Abwässer aus der rasant wachsenden Stadt. Im Rahmen des Sommerfestivals „Breathing Rivers“ untersucht das heutige Radialsystem vom 20.-23. Juli 2023 unsere Beziehung zu Leben und Wasser mit Arbeiten der Choreografinnen Amanda Piña, Lina Gómez und Luísa Saraiva. Das Festival „Breathing Rivers“ öffnet Erfahrungsräume, in denen wir uns gemeinsam an eine Verbundenheit von allem Lebendigen erinnern, die durch das Denken und Handeln der europäischen Moderne Brüche erfahren hat. Brüche zwischen Mensch und Natur, Körper und Geist, oder auch trennende Kategorisierungen wie Gender und Race – Brüche, vor deren Hintergrund Gewalt und Ausbeutung gerechtfertigt werden. Die Rückbesinnung auf das untrennbare Eingebundensein der Menschen in einen größeren Zusammenhang beginnt hier mit dem Körper als Ort der Erfahrung. Anstelle der Idee eines allgemeingültigen Wissens schlägt „Breathing Rivers“ eine Vielheit von Möglichkeiten der Wissensproduktion vor, die mit und aus der Realität unterschiedlich situierter Körper entsteht.

Cast

Konzept
Amanda Piña

Kuration
Amanda Piña
Matthias Mohr

Panelist*innen (Fr 21 07)
Seba Calfuqueo

Panelist*innen (Sa 22 07)
Uýra Sodoma

Konzept Bootstour (So 23 07)
Amanda Piña

Panelist*innen Bootstour (So 23 07)
Camila Nobrega
Kristiane Fehrs

Dramaturgie Bootstour (So 23 07)
Cecilia Vallejos

Biografien

Amanda Piña ist eine mexikanisch-chilenisch-österreichische Künstlerin. Ihre Arbeit befasst sich mit der Dekolonisierung von Kunst und konzentriert sich auf die politische und soziale Kraft von Bewegung. Seit 2014 entwickelt sie ihr Langzeitprojekt „Endangered Human Movements“, das sich mit traditionellen Tänzen und menschlichen Bewegungspraktiken beschäftigt, die seit Jahrhunderten existieren, heute aber vom Verschwinden bedroht sind. Im Rahmen dieses Projekts hat sie eine Reihe von Performances, Installationen, Workshops, Vorträgen, Filmen und Publikationen entwickelt.

Bildende Künstlerin und Kunstvermittlerin Uýra Sodoma (Manaus, AM) ist eine indigene Frau im Diaspora-Kontext, mit zwei Geistern (trans), und eine Menschenrechtsaktivistin. Uýra Sodoma hat einen Abschluss in Biologie und einen Master-Abschluss in Ökologie des Amazonas. Durch die Kunst schafft Uýra Sodoma Bilder, die verschiedene 'Naturen' kontrastieren: die des Lebens in einem Zustand der Freiheit und die der Gewalt gegen die Artenvielfalt und gefährdete menschliche Gruppen. In Ausstellungen in Brasilien und auf der ganzen Welt hat Uýra Sodoma die Debatte über die koloniale Auslöschung und den Widerstand indigener Völker in der Geschichte und in der heutigen Welt erforscht, offengelegt und in Gang gesetzt. Uýra Sodoma wurde auf der 34. Bienal de SP und Bienal Manifesta (Kosovo) vorgestellt und gewann außerdem den PIPA-Preis 2022 und den Prêmio SIM à Igualdade Racial 2023. Uýra Sodomas Werke sind Teil der Sammlungen von Institutionen wie der Pinacoteca de São Paulo, dem Castello di Rivoli (Italien) und dem Los Angeles County Museum (USA).

Seba Calfuqueo (She/They, Santiago de Chile), bildende*r Künstler*in und Kurator*in bei Espacio 218, lebt und arbeitet in Santiago de Chile. Seba Calfuqueo ist Teil der Mapuche-Gemeinschaft Rangiñtulewfü und Yene Revista und setzt sich in der künstlerischen Arbeit mit dem eigenen kulturelle Erbe auseinander, um eine kritische Reflexion über den sozialen, kulturellen und politischen Status des Mapuche-Subjekts in der zeitgenössischen chilenischen Gesellschaft anzustoßen. Seba Calfuqueos Arbeit umfasst Installationen, Keramiken, Performances und Videos mit dem Ziel, die kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen indigener und westlicher Denkweisen sowie deren Stereotypen zu untersuchen. Ein Ziel dabei ist, diese Themen auch in Bezug auf feministische und queere Theorien sichtbar zu machen. Seba Calfuqueo stellt aus im Centre Pompidou (Frankreich), Museo MALBA (Argentinien), Thyssen-Bornemisza Museums (Spanien), der Sammlung KADIST (Frankreich), Museu de Arte Contemporânea do Rio Grande do Sul - MAC RS (Brasilien), Museo Nacional de Bellas Artes (Chile) und MAC (Chile). Seba Calfuqueo nahm an der 34. Bienal de São Paulo, der 12. Bienal de Mercosur und der 22. Bienal Paiz teil. Seba Calfuqueo gewann zahlreiche Preise und Ehrungen: Municipalidad de Santiago Award (2017), Fundación FAVA Award (2018), Eyebeam's Fractal Fellowships (2021) und Fundación Ama Amoedo'a FAARA (2023). www.sebacalfuqueo.com

Camila Nobrega (Sie / Ihr) ist eine in Berlin lebende brasilianische Transmedia-Journalistin und Forscherin mit dem Schwerpunkt auf Untersuchungen zu sozial-ökologischen Konflikten und Megaprojekten aus dekolonialer, feministischer und queerer Perspektive, wobei sie Transmedia-Formate fördert, die Journalismus, Wissenschaft, Kunst und dokumentarische Prozesse miteinander verbinden. Als Doktorandin und Dozentin an der Freien Universität Berlin arbeitet sie an einer Untersuchung über stillschweigende Veränderungen, die durch Mega-Wasserkraftwerke in verschiedenen Gebieten Lateinamerikas verursacht werden. Camila Nobrega ist Gründerin des Projekts Beyond the Green: www.beyondthegreen.media

Kristiane Fehrs studierte bis 2023 am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Rahmen ihres Studiums beschäftigte sie sich in einem ethnografischen Forschungsprojekt mit dem Phänomen der ‚braunen Spree‘ und Verflechtungen von Wasser und Kohleabbau in der Lausitz. Seit April 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Juniorprofessur für Mikrosoziologie und techno-soziale Interaktion und entwickelt eine Forschung, die sich mit der Energiewende und dem Aufbau von Wasserstoffinfrastrukturen in Sachsen beschäftigt. Im Bachelor studierte sie den interdisziplinären Stadtforschungs-Studiengang ‚Kultur der Metropole‘ an der HafenCity Universität in Hamburg.

Auch interessant

Hinweis zur Verwendung von Cookies
Das Radialsystem speichert keine personenbezogenen Daten der Websitebesucher*innen. Details in unsererDatenschutzerklärung.