Mille et Une Nuits
Performative Oper von Sorour Darabi im Rahmen der Reihe „wielding fissures“
Performance Tanz Musik
Halle
Fr 2026 19:00Uhr Deutschlandpremiere, mit Audiodeskription. Im Anschluss Local Hosting
Sa 2026 21:00Uhr
Ticketpreise
18 Euro ermäßigt 14 Euro
Kombi-Ticket / Sa 01 08
mit „Adorno“ von Alice Ripoll
28 Euro ermäßigt 20 Euro
Ticketpreise
18 Euro ermäßigt 14 Euro
Kombi-Ticket / Sa 01 08
mit „Adorno“ von Alice Ripoll
28 Euro ermäßigt 20 Euro
In der Weite der Nacht entsteht eine Oper für das 21. Jahrhundert, mit neuen Ästhetiken und Perspektiven und einer anderen Beziehung zur Welt: Mit „Mille et Une Nuits“ präsentiert der iranische Choreograf Sorour Darabi im Radialsystem seine erste Oper – eine immersive Performance, die den Stimmen Raum gibt, die von alten Mythen an den Rand gedrängt wurden. Die Deutschlandpremiere von Darabis Oper ist gleichzeitig der Auftakt zu der neuen Reihe wielding fissures – carving cracks in the surface of the now im Radialsystem.
„Mille et Une Nuits“ beleuchtet „Tausendundeine Nacht“ aus der Perspektive der Erzählerin Scheherazade. Das Originalwerk, das von einem heterosexuellen Cis-Mann konzipiert wurde, wurde oft dafür kritisiert, die Figur der Scheherazade auf den Status eines Erzählinstruments zu reduzieren und ihren Körper, ihre Wünsche und ihre Subjektivität zugunsten des Autors in den Schatten der Geschichten zu verbannen. Im Zentrum von Sorour Darabis „Mille et Une Nuits“ ist die Nacht daher nicht nur eine Metapher für das Erfinden von Geschichten, sondern ein Raum, in dem Scheherazades wahres Wesen endlich erblühen kann – als queerer Mythos, fernab der Zwänge einer cis-heteronormativen Welt.
In der traditionellen und konservativen Oper fehlen vielfältige Körper und Ausdrucksformen unkonventioneller Sexualität. „Mille et Une Nuits“ erforscht eine Ästhetik der transgeschlechtlichen Stimme. Bei den meisten trans Personen bewirken Hormonbehandlungen eine Veränderung der Stimme, die sich auf die Klangbildung in den Stimmbändern auswirkt. Es ist diese Kraft der Zerbrechlichkeit und der emotionalen Textur, die „Mille et Une Nuits“ hervorhebt, weit entfernt von einem normativen Verständnis technischer Perfektion, indem die Stimme als affektive Landschaft betrachtet wird.
Embodied Practice mit Sorour Darabi
Mi 29 07 17.30 Uhr
Eintritt frei.
Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt, Anmeldung erforderlich.
Local Hosting
Fr 31 07 im Anschluss an die Vorstellung, auf Englisch
Host Sorour Darabi
Co-Hosts kiana rezvani (Choreograf*in), Dr. Ashkan Sepahvand (Künstler und Schriftsteller)
Besuchshinweise
Dauer
ca. 100 Minuten
Content Note
Die Performance beinhaltet Nacktheit, hohe Töne, Stroboskoplicht, Dunkelheit und Nebel.
Liedtexte auf Englisch und Farsi
Da das Publikum eingeladen ist, sich um die Bühnenfläche herum zu bewegen, ist der Saal unbestuhlt. Sollten Sie eine Sitzmöglichkeit benötigen, wenden Sie sich bitte an ticket@radialsystem.de.
Audiodeskription, Freitag 31. Juli
Wir bitten um Anmeldung per Telefon unter
+49 (0)30 288788588 oder per E-Mail ticket@radialsystem.de
Eine Audiodeskription ist eine Live-Audiospur, die von professionellen Audiobeschreibenden über ein Headset für Menschen mit Sehbehinderung live eingesprochen wird. Die Audiobeschreibenden sind entsprechend geschult, um die bedeutsamen visuellen Details einer Aufführung, die für Zuschauende mit Sehbehinderungen unzugänglich wären, klar und ansprechend zu beschreiben.
Cast
Choreografie, Dramaturgie, Texte und Künstlerische Leitung
Sorour Darabi
Performance, Gesang, Schauspiel und live Musik
Aimilios Arapoglou
Li-Yun Hu
Lara Chanel
Felipe Faria
Sorour Darabi
Pablo Altar
Florian Le Prisé
Ange Halliwell
Komposition
Pablo Altar
Florian Le Prisé
Vocal Coach
Henry Browne
Lichtdesign
Shaly Lopez
Technische Leitung
Jean-Marc Ségalen
Bühnenbild
Alicia Zaton, basierend auf einer Idee von Sorour Darabi
Kostüme
Anousha Mohtashami
Textredaktion und Englisch-Persische Kuration (POETIC SOCIETIES, Crafted Conseil Remote Residency Program)
Ava Ansari
Outside Eye
Marouane Bakhti
Produktion
DEEPDAWN/ Sorour Darabi
Audiodeskription
Emmilou Roessling
Cast
Choreografie, Dramaturgie, Texte und Künstlerische Leitung
Sorour Darabi
Performance, Gesang, Schauspiel und live Musik
Aimilios Arapoglou
Li-Yun Hu
Lara Chanel
Felipe Faria
Sorour Darabi
Pablo Altar
Florian Le Prisé
Ange Halliwell
Komposition
Pablo Altar
Florian Le Prisé
Vocal Coach
Henry Browne
Lichtdesign
Shaly Lopez
Technische Leitung
Jean-Marc Ségalen
Bühnenbild
Alicia Zaton, basierend auf einer Idee von Sorour Darabi
Kostüme
Anousha Mohtashami
Textredaktion und Englisch-Persische Kuration (POETIC SOCIETIES, Crafted Conseil Remote Residency Program)
Ava Ansari
Outside Eye
Marouane Bakhti
Produktion
DEEPDAWN/ Sorour Darabi
Audiodeskription
Emmilou Roessling
Biografien
Der transdisziplinäre Künstler Sorour Darabi aus Chiraz im Iran lebt seit 2013 in Paris. Im Iran war er aktives Mitglied des Untergrundvereins ICCD; seine Werke wurden auf dem Festival Untimely in Teheran präsentiert. Seit 2016 werden seine Werke weltweit an wichtigen künstlerischen Spielstätten und auf Festivals gezeigt, u.a. dem Palais de Tokyo (Paris), ImPulsTanz (Wien), Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Centre Georges Pompidou (Paris), Fondation Lafayette Anticipations (Paris), Festival Montpellier Danse (Montpellier), Zürcher Theater Spektakel (Zürich), Tanzquartier (Wien), Tanztage Festival (Berlin), BIPOD Festival (Beirut).
Sorour Darabis Arbeit ist inspiriert von Poesie und Literatur und beschäftigt sich mit der Neuerfindung der persischen Tanzkultur und einem zeitgenössischen Verständnis der Queer-Kultur im vormodernen Iran. Seine Kreationen thematisieren gesellschaftspolitische Fragen und reflektieren Begehren, Kultur, Widerstand und das Potenzial klassischer Formen, zeitgenössische Anliegen zu erkunden. 2024 entstand sein erstes zeitgenössisches lyrisches Werk „Mille et Une Nuits“. Derzeit bereitet er seine zweite kollektive Kreation, „MAJNÛN“ vor (UA 2028), die dieses Jahr in einer Trio-Version präsentiert wird. Weitere Werke der letzten Jahre sind u.a. „From the Throat to the Dawn“ (2022), „Natural Drama“ (2021), „Mowgli“ (2020), „Savusun“ (2018) und „Farci.e“ (2016). Parallel zu seinen Choreografien leitet Sorour Darabi Workshops für Amateur- und Profi-Künstler*innen und -Tänzer*innen. 2023 gründete er in Paris seine eigene Compagnie DEEPDAWN.
Biografien
Der transdisziplinäre Künstler Sorour Darabi aus Chiraz im Iran lebt seit 2013 in Paris. Im Iran war er aktives Mitglied des Untergrundvereins ICCD; seine Werke wurden auf dem Festival Untimely in Teheran präsentiert. Seit 2016 werden seine Werke weltweit an wichtigen künstlerischen Spielstätten und auf Festivals gezeigt, u.a. dem Palais de Tokyo (Paris), ImPulsTanz (Wien), Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Centre Georges Pompidou (Paris), Fondation Lafayette Anticipations (Paris), Festival Montpellier Danse (Montpellier), Zürcher Theater Spektakel (Zürich), Tanzquartier (Wien), Tanztage Festival (Berlin), BIPOD Festival (Beirut).
Sorour Darabis Arbeit ist inspiriert von Poesie und Literatur und beschäftigt sich mit der Neuerfindung der persischen Tanzkultur und einem zeitgenössischen Verständnis der Queer-Kultur im vormodernen Iran. Seine Kreationen thematisieren gesellschaftspolitische Fragen und reflektieren Begehren, Kultur, Widerstand und das Potenzial klassischer Formen, zeitgenössische Anliegen zu erkunden. 2024 entstand sein erstes zeitgenössisches lyrisches Werk „Mille et Une Nuits“. Derzeit bereitet er seine zweite kollektive Kreation, „MAJNÛN“ vor (UA 2028), die dieses Jahr in einer Trio-Version präsentiert wird. Weitere Werke der letzten Jahre sind u.a. „From the Throat to the Dawn“ (2022), „Natural Drama“ (2021), „Mowgli“ (2020), „Savusun“ (2018) und „Farci.e“ (2016). Parallel zu seinen Choreografien leitet Sorour Darabi Workshops für Amateur- und Profi-Künstler*innen und -Tänzer*innen. 2023 gründete er in Paris seine eigene Compagnie DEEPDAWN.
Weitere Informationen

Die neue Reihe „wielding fissures – carving cracks in the surface of the now“ begegnet unserem scheinbar kollektiven Gefühl des Untergangs und folgt Rissen in der Gegenwart, durch die hindurch wir andere mögliche Welten ertasten können. Das Radialsystem lädt ab Juli 2026 Künstler*innen ein, die durch ihre künstlerische Praxis ästhetische Ausdrucksformen aus bestehenden Konventionen lösen und dadurch dominante Erzählungen hinterfragen. Die fünf Berlin-Premieren, von Oper bis hin zu choreografischen und dokumentarischen Formen, werden durch die Dialogformate „Embodied Practices“ und „Local Hosting“ ergänzt. Den Auftakt der Reihe, die bis Sommer 2027 fortgesetzt wird, gestalten die Choreograf*innen Alice Ripoll und Sorour Darabi.
Wie stellen wir uns die Zukunft in Zeiten der Krise vor? Weltweit erstarken reaktionäre Ideologien, soziale Bewegungen gegen Ungleichheit werden zunehmend bekämpft und marginalisierte Körper systematisch ausgeschlossen. Auch Kultur und künstlerische Imagination geraten in den Verdacht, eine Bedrohung zu sein. „wielding fissures“ versteht den Akt des Vorausblickens als einen Akt der Hoffnung, als eine sich öffnende Bruchstelle, in der neue Formen des Vorstellens erprobt werden können. Die Reihe versammelt choreografische Arbeiten, die den Körper als Ort von Differenz, Verletzlichkeit und Erfindungskraft begreifen und im Chaos der Gegenwart jene Sehnsüchte erfahrbar machen, die darunter weiterwirken.
Weitere Informationen

Die neue Reihe „wielding fissures – carving cracks in the surface of the now“ begegnet unserem scheinbar kollektiven Gefühl des Untergangs und folgt Rissen in der Gegenwart, durch die hindurch wir andere mögliche Welten ertasten können. Das Radialsystem lädt ab Juli 2026 Künstler*innen ein, die durch ihre künstlerische Praxis ästhetische Ausdrucksformen aus bestehenden Konventionen lösen und dadurch dominante Erzählungen hinterfragen. Die fünf Berlin-Premieren, von Oper bis hin zu choreografischen und dokumentarischen Formen, werden durch die Dialogformate „Embodied Practices“ und „Local Hosting“ ergänzt. Den Auftakt der Reihe, die bis Sommer 2027 fortgesetzt wird, gestalten die Choreograf*innen Alice Ripoll und Sorour Darabi.
Wie stellen wir uns die Zukunft in Zeiten der Krise vor? Weltweit erstarken reaktionäre Ideologien, soziale Bewegungen gegen Ungleichheit werden zunehmend bekämpft und marginalisierte Körper systematisch ausgeschlossen. Auch Kultur und künstlerische Imagination geraten in den Verdacht, eine Bedrohung zu sein. „wielding fissures“ versteht den Akt des Vorausblickens als einen Akt der Hoffnung, als eine sich öffnende Bruchstelle, in der neue Formen des Vorstellens erprobt werden können. Die Reihe versammelt choreografische Arbeiten, die den Körper als Ort von Differenz, Verletzlichkeit und Erfindungskraft begreifen und im Chaos der Gegenwart jene Sehnsüchte erfahrbar machen, die darunter weiterwirken.
Besuchshinweise
Dauer
ca. 100 Minuten
Content Note
Die Performance beinhaltet Nacktheit, hohe Töne, Stroboskoplicht, Dunkelheit und Nebel.
Liedtexte auf Englisch und Farsi
Da das Publikum eingeladen ist, sich um die Bühnenfläche herum zu bewegen, ist der Saal unbestuhlt. Sollten Sie eine Sitzmöglichkeit benötigen, wenden Sie sich bitte an ticket@radialsystem.de.
Audiodeskription, Freitag 31. Juli
Wir bitten um Anmeldung per Telefon unter
+49 (0)30 288788588 oder per E-Mail ticket@radialsystem.de
Eine Audiodeskription ist eine Live-Audiospur, die von professionellen Audiobeschreibenden über ein Headset für Menschen mit Sehbehinderung live eingesprochen wird. Die Audiobeschreibenden sind entsprechend geschult, um die bedeutsamen visuellen Details einer Aufführung, die für Zuschauende mit Sehbehinderungen unzugänglich wären, klar und ansprechend zu beschreiben.
Credits
Eine Produktion von Sorour Darabi. In Koproduktion mit Festival Montpellier Danse (Montpellier), CCN Ballet national de Marseille (Marseille), Arsenic – Centre d'art scénique contemporain (Lausanne), Festival d'Automne à Paris (Paris), La Villette (Paris), CND Centre national de la danse (Pantin), Tanzquartier Wien GmbH (Wien), Fonds franco-allemand Transfabrik pour le spectacle vivant (Berlin), Charleroi danse – Centre chorégraphique de la Fédération Wallonie-Bruxelles (Brüssel), Festival Theaterformen (Berlin). Mit Unterstützung von Drac Île-de-France – Ministère de la Culture. ADAMI, SPEDIDAM.
Mit Unterstützung von La Manutention du Palais de Tokyo, CND Centre national de la danse, Trauma Bar und Kino (Berlin); Tanzhaus Zürich (Zürich), PACT Zollverein (Essen), KWP Kunstenwerkplaats (Brüssel) & POETIC SOCIETIES (Detroit), KWP Kunstenwerkplaats (Brüssel), The Saison Foundation (Japan). Dank an Palmina D’Ascoli, David Lopez und Thomas Gachet.
Die Reihe „wielding fissures“ ist gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Rahmen der Spartenoffenen Förderung. Mit Unterstützung der Radial Stiftung.
Medienpartner Radialsystem: taz. die tagenszeitung, tip Berlin,The Berliner.
Credits
Eine Produktion von Sorour Darabi. In Koproduktion mit Festival Montpellier Danse (Montpellier), CCN Ballet national de Marseille (Marseille), Arsenic – Centre d'art scénique contemporain (Lausanne), Festival d'Automne à Paris (Paris), La Villette (Paris), CND Centre national de la danse (Pantin), Tanzquartier Wien GmbH (Wien), Fonds franco-allemand Transfabrik pour le spectacle vivant (Berlin), Charleroi danse – Centre chorégraphique de la Fédération Wallonie-Bruxelles (Brüssel), Festival Theaterformen (Berlin). Mit Unterstützung von Drac Île-de-France – Ministère de la Culture. ADAMI, SPEDIDAM.
Mit Unterstützung von La Manutention du Palais de Tokyo, CND Centre national de la danse, Trauma Bar und Kino (Berlin); Tanzhaus Zürich (Zürich), PACT Zollverein (Essen), KWP Kunstenwerkplaats (Brüssel) & POETIC SOCIETIES (Detroit), KWP Kunstenwerkplaats (Brüssel), The Saison Foundation (Japan). Dank an Palmina D’Ascoli, David Lopez und Thomas Gachet.
Die Reihe „wielding fissures“ ist gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Rahmen der Spartenoffenen Förderung. Mit Unterstützung der Radial Stiftung.
Medienpartner Radialsystem: taz. die tagenszeitung, tip Berlin,The Berliner.
In der Weite der Nacht entsteht eine Oper für das 21. Jahrhundert, mit neuen Ästhetiken und Perspektiven und einer anderen Beziehung zur Welt: Mit „Mille et Une Nuits“ präsentiert der iranische Choreograf Sorour Darabi im Radialsystem seine erste Oper – eine immersive Performance, die den Stimmen Raum gibt, die von alten Mythen an den Rand gedrängt wurden. Die Deutschlandpremiere von Darabis Oper ist gleichzeitig der Auftakt zu der neuen Reihe wielding fissures – carving cracks in the surface of the now im Radialsystem.
„Mille et Une Nuits“ beleuchtet „Tausendundeine Nacht“ aus der Perspektive der Erzählerin Scheherazade. Das Originalwerk, das von einem heterosexuellen Cis-Mann konzipiert wurde, wurde oft dafür kritisiert, die Figur der Scheherazade auf den Status eines Erzählinstruments zu reduzieren und ihren Körper, ihre Wünsche und ihre Subjektivität zugunsten des Autors in den Schatten der Geschichten zu verbannen. Im Zentrum von Sorour Darabis „Mille et Une Nuits“ ist die Nacht daher nicht nur eine Metapher für das Erfinden von Geschichten, sondern ein Raum, in dem Scheherazades wahres Wesen endlich erblühen kann – als queerer Mythos, fernab der Zwänge einer cis-heteronormativen Welt.
In der traditionellen und konservativen Oper fehlen vielfältige Körper und Ausdrucksformen unkonventioneller Sexualität. „Mille et Une Nuits“ erforscht eine Ästhetik der transgeschlechtlichen Stimme. Bei den meisten trans Personen bewirken Hormonbehandlungen eine Veränderung der Stimme, die sich auf die Klangbildung in den Stimmbändern auswirkt. Es ist diese Kraft der Zerbrechlichkeit und der emotionalen Textur, die „Mille et Une Nuits“ hervorhebt, weit entfernt von einem normativen Verständnis technischer Perfektion, indem die Stimme als affektive Landschaft betrachtet wird.
Embodied Practice mit Sorour Darabi
Mi 29 07 17.30 Uhr
Eintritt frei.
Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt, Anmeldung erforderlich.
Local Hosting
Fr 31 07 im Anschluss an die Vorstellung, auf Englisch
Host Sorour Darabi
Co-Hosts kiana rezvani (Choreograf*in), Dr. Ashkan Sepahvand (Künstler und Schriftsteller)
Cast
Choreografie, Dramaturgie, Texte und Künstlerische Leitung
Sorour Darabi
Performance, Gesang, Schauspiel und live Musik
Aimilios Arapoglou
Li-Yun Hu
Lara Chanel
Felipe Faria
Sorour Darabi
Pablo Altar
Florian Le Prisé
Ange Halliwell
Komposition
Pablo Altar
Florian Le Prisé
Vocal Coach
Henry Browne
Lichtdesign
Shaly Lopez
Technische Leitung
Jean-Marc Ségalen
Bühnenbild
Alicia Zaton, basierend auf einer Idee von Sorour Darabi
Kostüme
Anousha Mohtashami
Textredaktion und Englisch-Persische Kuration (POETIC SOCIETIES, Crafted Conseil Remote Residency Program)
Ava Ansari
Outside Eye
Marouane Bakhti
Produktion
DEEPDAWN/ Sorour Darabi
Audiodeskription
Emmilou Roessling
Biografien
Der transdisziplinäre Künstler Sorour Darabi aus Chiraz im Iran lebt seit 2013 in Paris. Im Iran war er aktives Mitglied des Untergrundvereins ICCD; seine Werke wurden auf dem Festival Untimely in Teheran präsentiert. Seit 2016 werden seine Werke weltweit an wichtigen künstlerischen Spielstätten und auf Festivals gezeigt, u.a. dem Palais de Tokyo (Paris), ImPulsTanz (Wien), Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Centre Georges Pompidou (Paris), Fondation Lafayette Anticipations (Paris), Festival Montpellier Danse (Montpellier), Zürcher Theater Spektakel (Zürich), Tanzquartier (Wien), Tanztage Festival (Berlin), BIPOD Festival (Beirut).
Sorour Darabis Arbeit ist inspiriert von Poesie und Literatur und beschäftigt sich mit der Neuerfindung der persischen Tanzkultur und einem zeitgenössischen Verständnis der Queer-Kultur im vormodernen Iran. Seine Kreationen thematisieren gesellschaftspolitische Fragen und reflektieren Begehren, Kultur, Widerstand und das Potenzial klassischer Formen, zeitgenössische Anliegen zu erkunden. 2024 entstand sein erstes zeitgenössisches lyrisches Werk „Mille et Une Nuits“. Derzeit bereitet er seine zweite kollektive Kreation, „MAJNÛN“ vor (UA 2028), die dieses Jahr in einer Trio-Version präsentiert wird. Weitere Werke der letzten Jahre sind u.a. „From the Throat to the Dawn“ (2022), „Natural Drama“ (2021), „Mowgli“ (2020), „Savusun“ (2018) und „Farci.e“ (2016). Parallel zu seinen Choreografien leitet Sorour Darabi Workshops für Amateur- und Profi-Künstler*innen und -Tänzer*innen. 2023 gründete er in Paris seine eigene Compagnie DEEPDAWN.
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