ID FESTIVAL – MIFGASH III: Lust auf Heiligkeit

Mit Benyamin Reich

Gespräch Ausstellung Festival

© "Ruth" von Benyamin Reich

Kostenlose Anmeldung

Ticketpreise

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

→ Kombiticket MIFGASH I-III
18 Euro, ermäßigt 12 Euro

Anhand des alttestamentarischen Buchs „Ruth“ eröffnet der Fotograf Benyamin Reich in seiner Ausstellung „Lust auf Heiligkeit“ im Rahmen des ID Festivals eine besondere Perspektive auf die Verflechtung von Sexualität und Spiritualität – und die Erfahrung des Ausgestoßen-Seins. Reich spricht über biblische, talmudische und mystische Dimensionen archetypischer Begegnungen - und wie diese mit der Entwicklung der Fotografie im 19. und 20. Jahrhundert in Verbindung stehen.

Die jüdische mystische Lehre besagt, dass große menschliche Errungenschaften zunächst an einem niederen Ort, in der Stätte der Finsternis, geboren werden müssen. Von hier aus können sie zu neuen Höhen aufsteigen und auf ihrem Weg alles verwandeln, was sie von unten nach oben mitnehmen. So ist auch das biblische Buch „Ruth“ zu verstehen, das am Schawuot-Fest gelesen wird. Die Protagonistin Ruth, die in den Stamm der von Jahwe verfluchten Moabiter hineingeboren wurde, erhebt sich und bringt das Geschlecht Davids, des Stammvaters des Messias, zur Welt. Ruths Schicksal – und die damit verbundene Umdeutung, ja Heiligsprechung ursprünglich verbotener sexueller Verbindungen – findet seine Parallele in anderen biblischen Figuren, darunter Tamar, Bat Sheva und Esther, sowie späteren jüdischen Held*innen und Denker*innen wie Shabbtai Tzvi.

Die Geburt des Lichts aus der Dunkelheit wird in den Augen von Beyamin Reich durch die Kamera des Fotografen verkörpert. Damit eröffnet er nicht nur eine ungewöhnliche Perspektive auf die Verflechtung von Sexualität und Spiritualität, sondern auch darauf, was es bedeutet, ein innerlich wandernder Mensch zu sein, der von seiner Kindheit und seiner Heimat ausgeschlossen wurde.

Mit der Reihe MIFGASHIM lädt das ID Festival 2022 zu besonderen Begegnungen ein: Begegnungen zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen, zwischen unterschiedlichen Religionen und zuallererst Begegnungen zwischen den Menschen. So können sich die Besucher*innen auf ein Treffen mit führenden Figuren der jungen israelischen Community in Deutschland freuen: dem Verleger, Herausgeber, Autor und Übersetzer Dr. Dory Manor, dem arabisch-jüdischen Dichter, Autor, Aktivisten und Journalisten Mati Shemuelof und dem Fotografen Benyamin Reich. Außerdem bietet sich die einmalige Gelegenheit, dem israelischen Rockstar Eran Zur vis-à-vis zu begegnen.

Cast

Ausstellung und Gespräch mit
Benjamin Reich

Biographien

Der multidisziplinäre Künstler Benyamin Reich wurde in einer chassidischen Familie in Bnei Brak, Israel, geboren. Von der Welt der Fotografie angezogen, verließ Reich im Alter von 20 Jahren die religiöse Lehre und ging nach Paris, um an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts Kunst und Fotografie zu studieren. Seit 2010 lebt Reich in Berlin. Seine Kunst wurde in Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit präsentiert und in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen vorgestellt. In seinen Arbeiten beschäftigt sich Reich mit den Überschneidungen und Spannungen zwischen traditionellen Gesellschaften und der westlichen Welt und versucht, Schönheit und Bedeutung in ihrem Zusammenspiel zu finden. Er erforscht auch die innere Welt des Menschen und den Zusammenhang zwischen Kultur und geografischem und politischem Standort.

Sprache

Englisch. Fragen auf Deutsch sind möglich.

Anhand des alttestamentarischen Buchs „Ruth“ eröffnet der Fotograf Benyamin Reich in seiner Ausstellung „Lust auf Heiligkeit“ im Rahmen des ID Festivals eine besondere Perspektive auf die Verflechtung von Sexualität und Spiritualität – und die Erfahrung des Ausgestoßen-Seins. Reich spricht über biblische, talmudische und mystische Dimensionen archetypischer Begegnungen - und wie diese mit der Entwicklung der Fotografie im 19. und 20. Jahrhundert in Verbindung stehen.

Die jüdische mystische Lehre besagt, dass große menschliche Errungenschaften zunächst an einem niederen Ort, in der Stätte der Finsternis, geboren werden müssen. Von hier aus können sie zu neuen Höhen aufsteigen und auf ihrem Weg alles verwandeln, was sie von unten nach oben mitnehmen. So ist auch das biblische Buch „Ruth“ zu verstehen, das am Schawuot-Fest gelesen wird. Die Protagonistin Ruth, die in den Stamm der von Jahwe verfluchten Moabiter hineingeboren wurde, erhebt sich und bringt das Geschlecht Davids, des Stammvaters des Messias, zur Welt. Ruths Schicksal – und die damit verbundene Umdeutung, ja Heiligsprechung ursprünglich verbotener sexueller Verbindungen – findet seine Parallele in anderen biblischen Figuren, darunter Tamar, Bat Sheva und Esther, sowie späteren jüdischen Held*innen und Denker*innen wie Shabbtai Tzvi.

Die Geburt des Lichts aus der Dunkelheit wird in den Augen von Beyamin Reich durch die Kamera des Fotografen verkörpert. Damit eröffnet er nicht nur eine ungewöhnliche Perspektive auf die Verflechtung von Sexualität und Spiritualität, sondern auch darauf, was es bedeutet, ein innerlich wandernder Mensch zu sein, der von seiner Kindheit und seiner Heimat ausgeschlossen wurde.

Mit der Reihe MIFGASHIM lädt das ID Festival 2022 zu besonderen Begegnungen ein: Begegnungen zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen, zwischen unterschiedlichen Religionen und zuallererst Begegnungen zwischen den Menschen. So können sich die Besucher*innen auf ein Treffen mit führenden Figuren der jungen israelischen Community in Deutschland freuen: dem Verleger, Herausgeber, Autor und Übersetzer Dr. Dory Manor, dem arabisch-jüdischen Dichter, Autor, Aktivisten und Journalisten Mati Shemuelof und dem Fotografen Benyamin Reich. Außerdem bietet sich die einmalige Gelegenheit, dem israelischen Rockstar Eran Zur vis-à-vis zu begegnen.

Cast

Ausstellung und Gespräch mit
Benjamin Reich

Biografien

Der multidisziplinäre Künstler Benyamin Reich wurde in einer chassidischen Familie in Bnei Brak, Israel, geboren. Von der Welt der Fotografie angezogen, verließ Reich im Alter von 20 Jahren die religiöse Lehre und ging nach Paris, um an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts Kunst und Fotografie zu studieren. Seit 2010 lebt Reich in Berlin. Seine Kunst wurde in Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit präsentiert und in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen vorgestellt. In seinen Arbeiten beschäftigt sich Reich mit den Überschneidungen und Spannungen zwischen traditionellen Gesellschaften und der westlichen Welt und versucht, Schönheit und Bedeutung in ihrem Zusammenspiel zu finden. Er erforscht auch die innere Welt des Menschen und den Zusammenhang zwischen Kultur und geografischem und politischem Standort.

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