Encounters – Embodied Practices: #2 Matria – Motherland

Workshop mit Rocío Marano

Tanz Workshop

© "Matria" @ Uferstudios, Foto: Alicja Hoppel

Kostenlose Anmeldung

Ticketpreise

Eintritt frei.
Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt, wir bitten um Anmeldung.

Der Workshop „#2 Matria – Motherland“ richtet sich an Menschen mit und ohne Tanzerfahrung und ist offen für alle an Rhythmus und Tanz Interessierten – die möglicherweise auch Spaß daran haben, temporär Teil des Trommelensembles zu werden.

 

Während des Workshops werden Aufnahmen gemacht. Wenn Sie nicht fotografiert werden möchten, sprechen Sie bitte unser Einlasspersonal vor Ort an.

 

Wir passen unser Hygienekonzept laufend an aktuelle Entwicklungen und sich ändernde Bestimmungen an. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die geltenden Hygienemaßnahmen.

Joana Lucas

© Joana Lucas

Malambo ist der traditionelle Tanz der Gauchos in Argentinien: auf Rhythmen basierend und ohne Melodien oder Texte, eine Art Stepptanz, traditionell nur von Männern ausgeführt.

Im zweiten Workshop „Matria – Motherland“ der neuen Reihe „Encounters – Embodied Practices“ im Radialsystem lädt Rocío Marano dazu ein, sich mit dem Malambo auseinanderzusetzen. Die in Berlin lebende argentinische Tänzerin, Performerin und Videokünstlerin beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Forschung mit traditionellen argentinischen Tänzen. Dabei hinterfragt sie die ästhetischen Paradigmen des westlichen, zeitgenössischen Tanzes und Zuschreibungen wie die der Folklore. Die Entstehung des Malambo verknüpft sie zugleich mit der kolonialen und gewaltvollen Geschichte Argentiniens.

Der Workshop konzentriert sich auf die beiden rhythmischen Aspekte des Malambo: auf das geräuschvolle, stepptanzartige Stampfen mit den Füßen – „zapateos“ – einerseits, sowie auf die rhythmischen Bewegungen zur argentinischen Trommel Bombo Legüero andererseits. Neben praktisch-tänzerischen Aspekten des Workshops werden auch theoretische Fragestellungen aufgegriffen: Wie können die populären und traditionellen Klänge und Rhythmen des Malambo von einem folkloristischen Blick befreit und jenseits patriarchaler Konzepte verstanden werden? Begleitet wird Rocío Marano von den Tänzer*innen und Musiker*innen Ángela Muñoz, Gabriela Turano und Tatiana Heuman, zu Gast ist außerdem die Malambo-Lehrerin und Choreografin Gabriela Valdivia.

 

Mehr Informationen zu „Encounters – Embodied Practices“

Cast

Kuratiert von
Rocío Marano

Tanz und Musik
Ángela Muñoz
Gabriela Turano
Tatiana Heuman

Malambo
Gabriela Valdivia

Biographien

Die argentinische Tänzerin und Choreografin Rocío Marano arbeitet seit 2014 in Berlin. Neben ihrer Tanzausbildung studierte sie an der Escola Superior d‘Art i Disseny de les Illes Balears in Spanien und absolvierte anschließend ein Masterstudium in Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz HZT in Berlin. Sie studierte darüber hinaus Ökofeminismus an der Universität Buenos Aires und wurde 2020 mit einem DAAD-Stipendium gefördert. Rocío Marano lässt sich insbesondere durch kollektive und alltägliche Prozesse inspirieren, deren Kontexte weit über den zeitgenössischen Tanz hinausgehen. Daher ist ihre Forschung eklektisch ausgerichtet und schließt Praktiken wie Krump, Malambo, interspezifische Wechselbeziehungen – oder Gähnen – ein.

Im Oktober 2022 ist Rocío Marano Residentin im Rahmen des Residenzprogramms „Body Time Space“ des Radialsystems. Über einen Zeitraum von vier Wochen wird sie gemeinsam mit assoziierten Künstler*innen in den Studios des Radialsystems und den Räumen von Cordillera Berlin forschen und arbeiten. Der Workshop „Matria – Motherland“ markiert den zeitlichen Abschluss der Residenz.

Programm

Weitere Termine „Embodied Practices“

Sa 10 09 2022
mit Raphael Hillebrand, Anja Jadryschnikova, Prince MIK Ofori

Sa 12 11 2022
mit Sandhya Daemgen

Sa 19 11 2022
mit Martha Hincapié Charry und Thiago Granato

Sprache

Deutsch, Englisch, Spanisch

Encounters – Embodied Practices
Sind Körpertechniken selbst ein Teil dessen, was wir Kultur nennen, oder entsteht Kultur erst durch ihre Anwendung? Wie können wir durch gemeinsame Körperpraxen Wissen entstehen lassen? Und was hat Wissensproduktion mit Macht zu tun? „Encounters – Embodied Practices“ ist eine neue Reihe, die das Radialsystem gemeinsam mit den assoziierten Kurator*innen Raphael Moussa Hillebrand, Sandhya Daemgen und Martha Hincapié Charry entwickelt. Im Zentrum der „Embodied Practices“ stehen Formen des Bewahrens und Weitergebens von Körperpraktiken aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Es geht darum, eine Form der Wissensproduktion ins Zentrum zu stellen, die mit dem Körper und der Erfahrung beginnt. „Embodied Practices“ sind eine erlebte Form der Weitergabe von Wissen.

Workshops Encounters – Embodied Practices
Im September lädt Tänzer, Choreograf und Aktivist Raphael Moussa Hillebrand, dessen künstlerisches Arbeiten in der B-Boy-Szene verwurzelt ist und der 2020 mit dem Deutschen Tanzpreis ausgezeichnet wurde, wichtige Vertreter*innen urbaner Tanzstile dazu ein, gemeinsam mit den Teilnehmer*innen in die Welt von House dance, Breakin‘ und Krump einzutauchen. Im Oktober gestaltet die Tänzerin, Performerin und Videokünstlerin Rocío Marano einen Workshop zum argentinischen Malambo – westliche Zuschreibungen stellt sie in Frage und verknüpft die Entstehung des Tanzes mit der kolonialen und gewaltvollen Geschichte Argentiniens. Zum gemeinsamen Hören als verkörperte Praxis lädt Sandhya Daemgen im Rahmen einer Weiterentwicklung ihres Listening-Formats „What‘s that Noise?“ im November ein. Ebenfalls im November 2022 beschäftigen sich Künstler*innen Martha Hincapié Charry und Thiago Granato mit Körperpraxen als Teil lokaler Utopien und Überlebensstrategien in indigenen Gemeinschaften ihrer Herkunftsländer. Zum Abschluss des Projekts „Encounters“ wird darüber hinaus zeitgleich eine begleitende Publikation vorgestellt.

Credits

Im Rahmen des Residenzprogramms „Body Time Space“. Das Residenzprogramm ist gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Malambo ist der traditionelle Tanz der Gauchos in Argentinien: auf Rhythmen basierend und ohne Melodien oder Texte, eine Art Stepptanz, traditionell nur von Männern ausgeführt.

Im zweiten Workshop „Matria – Motherland“ der neuen Reihe „Encounters – Embodied Practices“ im Radialsystem lädt Rocío Marano dazu ein, sich mit dem Malambo auseinanderzusetzen. Die in Berlin lebende argentinische Tänzerin, Performerin und Videokünstlerin beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Forschung mit traditionellen argentinischen Tänzen. Dabei hinterfragt sie die ästhetischen Paradigmen des westlichen, zeitgenössischen Tanzes und Zuschreibungen wie die der Folklore. Die Entstehung des Malambo verknüpft sie zugleich mit der kolonialen und gewaltvollen Geschichte Argentiniens.

Der Workshop konzentriert sich auf die beiden rhythmischen Aspekte des Malambo: auf das geräuschvolle, stepptanzartige Stampfen mit den Füßen – „zapateos“ – einerseits, sowie auf die rhythmischen Bewegungen zur argentinischen Trommel Bombo Legüero andererseits. Neben praktisch-tänzerischen Aspekten des Workshops werden auch theoretische Fragestellungen aufgegriffen: Wie können die populären und traditionellen Klänge und Rhythmen des Malambo von einem folkloristischen Blick befreit und jenseits patriarchaler Konzepte verstanden werden? Begleitet wird Rocío Marano von den Tänzer*innen und Musiker*innen Ángela Muñoz, Gabriela Turano und Tatiana Heuman, zu Gast ist außerdem die Malambo-Lehrerin und Choreografin Gabriela Valdivia.

 

Mehr Informationen zu „Encounters – Embodied Practices“

Cast

Kuratiert von
Rocío Marano

Tanz und Musik
Ángela Muñoz
Gabriela Turano
Tatiana Heuman

Malambo
Gabriela Valdivia

Biografien

Die argentinische Tänzerin und Choreografin Rocío Marano arbeitet seit 2014 in Berlin. Neben ihrer Tanzausbildung studierte sie an der Escola Superior d‘Art i Disseny de les Illes Balears in Spanien und absolvierte anschließend ein Masterstudium in Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz HZT in Berlin. Sie studierte darüber hinaus Ökofeminismus an der Universität Buenos Aires und wurde 2020 mit einem DAAD-Stipendium gefördert. Rocío Marano lässt sich insbesondere durch kollektive und alltägliche Prozesse inspirieren, deren Kontexte weit über den zeitgenössischen Tanz hinausgehen. Daher ist ihre Forschung eklektisch ausgerichtet und schließt Praktiken wie Krump, Malambo, interspezifische Wechselbeziehungen – oder Gähnen – ein.

Im Oktober 2022 ist Rocío Marano Residentin im Rahmen des Residenzprogramms „Body Time Space“ des Radialsystems. Über einen Zeitraum von vier Wochen wird sie gemeinsam mit assoziierten Künstler*innen in den Studios des Radialsystems und den Räumen von Cordillera Berlin forschen und arbeiten. Der Workshop „Matria – Motherland“ markiert den zeitlichen Abschluss der Residenz.

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