Encounters – Embodied Practices: #1 Urban Practices

Workshop mit Georgina Philp, Prince Ofori und Raphael Moussa Hillebrand

Tanz Workshop

Dieter Hartwig

© Dieter Hartwig

Kostenlose Anmeldung

Ticketpreise

Eintritt frei.
Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt, wir bitten um Anmeldung.

„#1 Urban Practices“ richtet sich sowohl an Spezialist*innen und Mitglieder der urbanen Tanzszene, als auch an ein Publikum ohne bisherige Berührungspunkte. Es gibt keine Altersbegrenzung, auch Menschen mit Kindern sind eingeladen.

 

Wir passen unser Hygienekonzept laufend an aktuelle Entwicklungen und sich ändernde Bestimmungen an. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die geltenden Hygienemaßnahmen.

Carolin Wundel

© Carolin Wundel

Kooné Photography

© Kooné Photography

Ferry Dietel

© Ferry Dietel

Voguing, Breakin‘ und Krump: Urbane Tanzstile, die sich in ihren Bewegungssprachen stark voneinander unterscheiden, in deren Entstehungsgeschichte und Wirkungskraft es jedoch Gemeinsamkeiten gibt. Alle drei Stile haben ihren Ursprung in Gegenkulturen – counter cultures – als Selbstermächtigungsstrategien gegenüber einem System von patriarchaler, kapitalistischer und rassistischer Unterdrückung.

Georgina Philp, Prince MIK Ofori und Raphael Moussa Hillebrand sind jeweils Pionier*innen in ihrem Genre. Zum Auftakt der neuen Reihe „Encounters – Embodied Practices“ im Radialsystem laden die drei Künstler*innen zu einem Workshop ein, der Einblick in ihre jeweiligen Tanzpraktiken und verschiedene Ansätze des gemeinsamen Tanzens gibt. Ob in der Cypher (Kreis), in der Soul Train Line oder in einer interaktiven Videoinstallation, im Mittelpunkt stehen immer der Austausch und das Miteinander.

Der Workshop richtet sich an Menschen, die mit ihrem Körper arbeiten und sehen oder lernen möchten, wie die Konzepte von urbanem Tanz gelebt werden.

 

Mehr Informationen zu „Encounters – Embodied Practices“

Cast

Kuratiert von
Raphael Moussa Hillebrand

Mit
Georgina Philp
Prince Ofori
Raphael Moussa Hillebrand

Biographien

Georgina Philp (alias europäische Mutter Leo Saint Laurent) schloss 2008 ihren Bachelor of Performing Arts in Tilburg (Niederlande) ab und arbeitet seitdem als freiberufliche Performerin und Choreografin in der europäischen Tanz- und Kulturbranche. Sie ist Vorreiterin der Ballroom-Szene in Deutschland, Gründerin von „Berlin Voguing Out“ (2011-2016) und leitet das „House of Melody“, eine Gruppe innerhalb der Voguing-Community. Das „House“ hat sich in den letzten Jahren als führende Kraft für die Ballroom-Kultur und Voguing in Deutschland etabliert und kuratierte Performances u.a. am Bode Museum, am Deutschen Hygiene Museum Dresden, am HAU Hebbel am Ufer, Schauspielhaus Frankfurt, MAKK Köln oder den Sophiensälen.

Prince Ofori, 1988 in Ghana geboren, ist Gründer des Künstlerkollektivs M.I.K. Family. Er hat sich auf Krump und Hip-Hop-Freestyle spezialisiert, gilt in Europa als Pionier des Krumping und war einer der ersten, die Krump auf die deutschen Theaterbühnen brachte. Seit 2005 arbeitet er als Tanzpädagoge und Tanztrainer. Prince Ofori ist in der Battleszene als erfolgreicher Freestyle Tänzer bekannt und wirkte an verschiedenen Musikvideo- und Fernsehproduktionen mit. Seit 2017 ist er auch als DJ aktiv, und im Sommer 2022 als Opening Act für Seeed auf Tour. Er ist künstlerischer Leiter, Kurator und Veranstalter des CDC Festivals. Als Vereinsvorsitzender von MINCE e.V. ist er als künstlerischer Leiter für Tanztheaterprojekte und Projekte im Bereich der kulturellen Bildung in Berlin tätig. Er ist aktuell Jugendsozialarbeiter bei EOTO e.V., ein Community-basiertes Bildungs- und Empowerment-Projekt in Berlin.

Raphael Moussa Hillebrand, geboren in Hongkong, verwurzelt in Deutschland und Westafrika, aufgewachsen in Berlin und ausgebildet durch Hip-Hop: Der Choreograf Raphael Hillebrand begann seine Karriere als Tänzer und gewann nationale sowie internationale Battles. Heute arbeitet er als Choreograf, Regisseur und Kurator, greift gesellschaftspolitische Themen und kulturelle Identitäten auf und überträgt diese in seine choreografischen Arbeiten des Hip-Hop-Tanztheaters. Als Ideengeber, Gründungsmitglied und Bundesvorsitzender der weltweit ersten Hip-Hop-Partei „Die Urbane. Eine HipHop Partei“, setzt er sich u.a. für Dekolonialisierung sowie Empowerment und kulturelle Vielfalt ein. 2020 wurde er mit dem Deutschen Tanzpreis für seine herausragenden künstlerische Entwicklung geehrt.

Programm

Weitere Termine „Embodied Practices“

Sa 29 10 2022
mit Rocío Marano

Sa 12 11 2022
mit Sandhya Daemgen

Sa 19 11 2022
mit Martha Hincapié Charry und Thiago Granato
Präsentation Publikation „Encounters“

Sprache

Deutsch

Encounters – Embodied Practices
Sind Körpertechniken selbst ein Teil dessen, was wir Kultur nennen, oder entsteht Kultur erst durch ihre Anwendung? Wie können wir durch gemeinsame Körperpraxen Wissen entstehen lassen? Und was hat Wissensproduktion mit Macht zu tun? „Encounters – Embodied Practices“ ist eine neue Reihe, die das Radialsystem gemeinsam mit den assoziierten Kurator*innen Raphael Moussa Hillebrand, Sandhya Daemgen und Martha Hincapié Charry entwickelt. Im Zentrum der „Embodied Practices“ stehen Formen des Bewahrens und Weitergebens von Körperpraktiken aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Es geht darum, eine Form der Wissensproduktion ins Zentrum zu stellen, die mit dem Körper und der Erfahrung beginnt. „Embodied Practices“ sind eine erlebte Form der Weitergabe von Wissen.

Workshops Encounters – Embodied Practices
Im September lädt Tänzer, Choreograf und Aktivist Raphael Moussa Hillebrand, dessen künstlerisches Arbeiten in der B-Boy-Szene verwurzelt ist und der 2020 mit dem Deutschen Tanzpreis ausgezeichnet wurde, wichtige Vertreter*innen urbaner Tanzstile dazu ein, gemeinsam mit den Teilnehmer*innen in die Welt von Vouging, Breakin‘ und Krump einzutauchen. Im Oktober gestaltet die Tänzerin, Performerin und Videokünstlerin Rocío Marano einen Workshop zum argentinischen Malambo – westliche Zuschreibungen stellt sie in Frage und verknüpft die Ent-stehung des Tanzes mit der kolonialen und gewaltvollen Geschich-te Argentiniens. Zum gemeinsamen Hören als verkörperte Praxis lädt Sandhya Daemgen im Rahmen einer Weiterentwicklung ihres Listening-Formats „What‘s that Noise?“ im November ein. Ebenfalls im November 2022 beschäftigen sich Künstler*innen Martha Hincapié Charry und Thiago Granato mit Körperpraxen als Teil lokaler Utopien und Überlebensstrategien in indigenen Gemeinschaften ihrer Herkunftsländer. Zum Abschluss des Projekts „Encounters“ wird darüber hinaus zeitgleich eine begleitende Publikation vorgestellt.

Credits

Im Rahmen von „Encounters – Embodied Practices“. „Encounters“ ist ein Projekt des Radialsystems und wird unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.

Voguing, Breakin‘ und Krump: Urbane Tanzstile, die sich in ihren Bewegungssprachen stark voneinander unterscheiden, in deren Entstehungsgeschichte und Wirkungskraft es jedoch Gemeinsamkeiten gibt. Alle drei Stile haben ihren Ursprung in Gegenkulturen – counter cultures – als Selbstermächtigungsstrategien gegenüber einem System von patriarchaler, kapitalistischer und rassistischer Unterdrückung.

Georgina Philp, Prince MIK Ofori und Raphael Moussa Hillebrand sind jeweils Pionier*innen in ihrem Genre. Zum Auftakt der neuen Reihe „Encounters – Embodied Practices“ im Radialsystem laden die drei Künstler*innen zu einem Workshop ein, der Einblick in ihre jeweiligen Tanzpraktiken und verschiedene Ansätze des gemeinsamen Tanzens gibt. Ob in der Cypher (Kreis), in der Soul Train Line oder in einer interaktiven Videoinstallation, im Mittelpunkt stehen immer der Austausch und das Miteinander.

Der Workshop richtet sich an Menschen, die mit ihrem Körper arbeiten und sehen oder lernen möchten, wie die Konzepte von urbanem Tanz gelebt werden.

 

Mehr Informationen zu „Encounters – Embodied Practices“

Cast

Kuratiert von
Raphael Moussa Hillebrand

Mit
Georgina Philp
Prince Ofori
Raphael Moussa Hillebrand

Biografien

Georgina Philp (alias europäische Mutter Leo Saint Laurent) schloss 2008 ihren Bachelor of Performing Arts in Tilburg (Niederlande) ab und arbeitet seitdem als freiberufliche Performerin und Choreografin in der europäischen Tanz- und Kulturbranche. Sie ist Vorreiterin der Ballroom-Szene in Deutschland, Gründerin von „Berlin Voguing Out“ (2011-2016) und leitet das „House of Melody“, eine Gruppe innerhalb der Voguing-Community. Das „House“ hat sich in den letzten Jahren als führende Kraft für die Ballroom-Kultur und Voguing in Deutschland etabliert und kuratierte Performances u.a. am Bode Museum, am Deutschen Hygiene Museum Dresden, am HAU Hebbel am Ufer, Schauspielhaus Frankfurt, MAKK Köln oder den Sophiensälen.

Prince Ofori, 1988 in Ghana geboren, ist Gründer des Künstlerkollektivs M.I.K. Family. Er hat sich auf Krump und Hip-Hop-Freestyle spezialisiert, gilt in Europa als Pionier des Krumping und war einer der ersten, die Krump auf die deutschen Theaterbühnen brachte. Seit 2005 arbeitet er als Tanzpädagoge und Tanztrainer. Prince Ofori ist in der Battleszene als erfolgreicher Freestyle Tänzer bekannt und wirkte an verschiedenen Musikvideo- und Fernsehproduktionen mit. Seit 2017 ist er auch als DJ aktiv, und im Sommer 2022 als Opening Act für Seeed auf Tour. Er ist künstlerischer Leiter, Kurator und Veranstalter des CDC Festivals. Als Vereinsvorsitzender von MINCE e.V. ist er als künstlerischer Leiter für Tanztheaterprojekte und Projekte im Bereich der kulturellen Bildung in Berlin tätig. Er ist aktuell Jugendsozialarbeiter bei EOTO e.V., ein Community-basiertes Bildungs- und Empowerment-Projekt in Berlin.

Raphael Moussa Hillebrand, geboren in Hongkong, verwurzelt in Deutschland und Westafrika, aufgewachsen in Berlin und ausgebildet durch Hip-Hop: Der Choreograf Raphael Hillebrand begann seine Karriere als Tänzer und gewann nationale sowie internationale Battles. Heute arbeitet er als Choreograf, Regisseur und Kurator, greift gesellschaftspolitische Themen und kulturelle Identitäten auf und überträgt diese in seine choreografischen Arbeiten des Hip-Hop-Tanztheaters. Als Ideengeber, Gründungsmitglied und Bundesvorsitzender der weltweit ersten Hip-Hop-Partei „Die Urbane. Eine HipHop Partei“, setzt er sich u.a. für Dekolonialisierung sowie Empowerment und kulturelle Vielfalt ein. 2020 wurde er mit dem Deutschen Tanzpreis für seine herausragenden künstlerische Entwicklung geehrt.

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