Tanzplattform 2022: Sitzen ist eine gute Idee

Antje Pfundtner in Gesellschaft

Performance / Tanz

Simone Scardovelli

© Simone Scardovelli

Tickets Tickets

Ticketpreise

18 Euro
10 Euro ermäßigt
14,50 Euro mit Tanzcard

Kartenverkauf über HAU Hebbel am Ufer.

Die Veranstaltung findet unter Anwendung der geltenden Hygieneregeln statt. Unser aktuelles Hygienekonzept finden Sie auf unserer Website.

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18 Euro
10 Euro ermäßigt
14,50 Euro mit Tanzcard

Kartenverkauf über HAU Hebbel am Ufer.

Die Veranstaltung findet unter Anwendung der geltenden Hygieneregeln statt. Unser aktuelles Hygienekonzept finden Sie auf unserer Website.

 

Wie lässt sich der Aufstand proben? Im Stehen, im Sitzen, zwischen den Stühlen? Über der Szenerie schwebt Albrecht Dürers „gefallener Engel“, dessen Regungslosigkeit nicht mit Handlungslosigkeit zu verwechseln ist. Denn er ruft zum Spiel auf: „Mein linker, linker Platz ist frei!“ Manchmal wird ein nicht besetzter Klappstuhl zur Leerstelle und zum Ort, an dem Heiterkeit und Wortspiel in tieftraurige Melancholie umschlagen. Ein kollektives Solo, das sich nicht scheut, große Fragen in Gesellschaft zu stellen. An einem Abend über Still-, Auf- und Widerstand.

In ihrem kollektiven Solo „Sitzen ist eine gute Idee“ (2019), das das HAU Hebbel am Ufer im Rahmen der Tanzplattform im Radialsystem zeigt, stellt Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG) sich selbst und ihren Zuschauer*innen die Frage: „Wofür stehst Du auf?“

2016 startete APiG eine Trilogie über die Gesetzmäßigkeiten von Zeit und Vergänglichkeit. Ihr Leitmotiv war dabei Albrecht Dürers Kupferstich-Figur „MELENCOLIA I“, eine engelsähnliche Gestalt, die mit hochgezogenen Knien nahe dem Boden kauert und ihren Kopf auf die linke Hand stützt. Trotz ihrer Flügel hebt diese Figur bis heute nicht ab. Alles ruht: Bewegung, Beweggründe, Arbeit, Zeit – sie stehen still. Das Nichtstun von „MELENCOLIA“ verwirrt, denn: Tut sie bereits nichts mehr, oder hat sie noch gar nicht angefangen, etwas zu tun? Worin bestünden der Beginn oder das Ende ihres Handelns, stünde sie nicht still?

Das inmitten der Zuschauer*innen stattfindende Solo „Sitzen ist eine gute Idee“, der letzte Teil der Trilogie, setzt beim Handlungspotential jener Regungslosigkeit an. Bedeutet Sitzen auch zwangsläufig Sitzen-Bleiben? Ist Aufstehen ein kraftvollerer Akt, als sich hinzusetzen? Sich erheben – sich in die Vertikale begeben – handeln – sogar den Aufstand proben? Gerne. Aber mit wem? Aufstehen jedenfalls ist ein viel zu kurzer Moment, um ihn so stark zu feiern und fürs Erste nur die Dauer seiner Bewegung. Aber was folgt dann?

Cast

Idee und Konzept
Antje Pfundtner in Gesellschaft

Choreografie und Tanz
Antje Pfundtner

Dramaturgie
Anne Kersting

Musik
Nikolaus Woernle

Bühne und Performative Objekte
Irene Pätzung

Künstlerische Assistenz / die Zeit
Juliana Oliveira

Kostüme
Yvonne Marcour

Lichtdesign
Michael Lentner

Produktion und PR
Hannah Melder

Distribution
Jana Lüthje

Gäste im Rechercheprozess
Christina Ciupke
Cornelia Dörr
Hermann Heisig
Lea Martini
Fabrice Mazliah
Sheena McGrandles
Eva Meyer-Keller
Matthew Rogers
Anna Till
Frank Willens

Biographien

Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG) hat ihren Sitz in Hamburg, produziert Bühnenstücke und initiiert kollaborative Räume. APiG besteht aus dem festen Kernteam um u.a. Anne Kersting, Jana Lüthje, Hannah Melder (Produktionsmanagement, PR und Marketing) und Antje Pfundtner sowie wechselnden Gästen und Kolleg*innen. Antje Pfundtner und ihre Gesellschaft wurden 2016 mit dem George Tabori Hauptpreis und 2020 mit dem Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ geehrt. Zudem wurde APiG 2020 mit der Ehrung des Deutschen Tanzpreises für „herausragende künstlerische Entwicklungen“ ausgezeichnet. Neben ihren Bühnenkooperationen entwickelt APiG Formate künstlerischen Teilens: Aktuell initiiert sie die „TISCHGESELLSCHAFTEN“, eine Versammlungsinitiative zur Vernetzung, Ressourcenteilung und Verstetigung von Wissensaustausch.

Sprache

Deutsch und Englisch

Zitate

„Ich beschreibe es mal persönlich: Dieses Stück ist mein Versprechen. Mein Versprechen, nicht aufzugeben, mein Versprechen, am Leben teilzunehmen, zu versagen, weiterzumachen, beschämt zu sein, mir Zeit zu nehmen, stets frei zu entscheiden, ob ich mich erheben oder hinsetzen werde.“

Antje Pfundtner

Tanzplattform 2022

Das HAU Hebbel am Ufer ist 2022 Veranstalter*in der Tanzplattform Deutschland. Vom 16.-20. März wird das Festival an verschiedenen Orten in Berlin aktuelle und bemerkenswerte Positionen des tänzerischen und choreografischen Schaffens versammeln. Die Tanzplattform gilt als eines der wichtigsten Tanztreffen Deutschlands. Seit dem Gründungsjahr 1994 ist Berlin erstmals wieder Austragungsort der Tanzplattform. Die Tanzplattform Deutschland wurde 1994 von Nele Hertling, Walter Heun und Dieter Buroch gegründet und als Trilogie in Berlin, Frankfurt und München begonnen. Seitdem findet sie biennal in wechselnden deutschen Städten statt und wird von der Gemeinschaft der Ko-Veranstalter*innen vergeben, die den jeweiligen Ausrichter und Träger bestimmt.

Credits

Eine Produktion von Antje Pfundtner in Gesellschaft. Koproduziert von Kampnagel Hamburg, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, FFT Düsseldorf. Gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien, den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kunststiftung NRW. Unterstützt von der Probebühne im Gängeviertel.

Medienpartner: taz. die tageszeitung, tip Berlin, ExBerliner und Ask Helmut.

Wie lässt sich der Aufstand proben? Im Stehen, im Sitzen, zwischen den Stühlen? Über der Szenerie schwebt Albrecht Dürers „gefallener Engel“, dessen Regungslosigkeit nicht mit Handlungslosigkeit zu verwechseln ist. Denn er ruft zum Spiel auf: „Mein linker, linker Platz ist frei!“ Manchmal wird ein nicht besetzter Klappstuhl zur Leerstelle und zum Ort, an dem Heiterkeit und Wortspiel in tieftraurige Melancholie umschlagen. Ein kollektives Solo, das sich nicht scheut, große Fragen in Gesellschaft zu stellen. An einem Abend über Still-, Auf- und Widerstand.

In ihrem kollektiven Solo „Sitzen ist eine gute Idee“ (2019), das das HAU Hebbel am Ufer im Rahmen der Tanzplattform im Radialsystem zeigt, stellt Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG) sich selbst und ihren Zuschauer*innen die Frage: „Wofür stehst Du auf?“

2016 startete APiG eine Trilogie über die Gesetzmäßigkeiten von Zeit und Vergänglichkeit. Ihr Leitmotiv war dabei Albrecht Dürers Kupferstich-Figur „MELENCOLIA I“, eine engelsähnliche Gestalt, die mit hochgezogenen Knien nahe dem Boden kauert und ihren Kopf auf die linke Hand stützt. Trotz ihrer Flügel hebt diese Figur bis heute nicht ab. Alles ruht: Bewegung, Beweggründe, Arbeit, Zeit – sie stehen still. Das Nichtstun von „MELENCOLIA“ verwirrt, denn: Tut sie bereits nichts mehr, oder hat sie noch gar nicht angefangen, etwas zu tun? Worin bestünden der Beginn oder das Ende ihres Handelns, stünde sie nicht still?

Das inmitten der Zuschauer*innen stattfindende Solo „Sitzen ist eine gute Idee“, der letzte Teil der Trilogie, setzt beim Handlungspotential jener Regungslosigkeit an. Bedeutet Sitzen auch zwangsläufig Sitzen-Bleiben? Ist Aufstehen ein kraftvollerer Akt, als sich hinzusetzen? Sich erheben – sich in die Vertikale begeben – handeln – sogar den Aufstand proben? Gerne. Aber mit wem? Aufstehen jedenfalls ist ein viel zu kurzer Moment, um ihn so stark zu feiern und fürs Erste nur die Dauer seiner Bewegung. Aber was folgt dann?

Cast

Idee und Konzept
Antje Pfundtner in Gesellschaft

Choreografie und Tanz
Antje Pfundtner

Dramaturgie
Anne Kersting

Musik
Nikolaus Woernle

Bühne und Performative Objekte
Irene Pätzung

Künstlerische Assistenz / die Zeit
Juliana Oliveira

Kostüme
Yvonne Marcour

Lichtdesign
Michael Lentner

Produktion und PR
Hannah Melder

Distribution
Jana Lüthje

Gäste im Rechercheprozess
Christina Ciupke
Cornelia Dörr
Hermann Heisig
Lea Martini
Fabrice Mazliah
Sheena McGrandles
Eva Meyer-Keller
Matthew Rogers
Anna Till
Frank Willens

Biografien

Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG) hat ihren Sitz in Hamburg, produziert Bühnenstücke und initiiert kollaborative Räume. APiG besteht aus dem festen Kernteam um u.a. Anne Kersting, Jana Lüthje, Hannah Melder (Produktionsmanagement, PR und Marketing) und Antje Pfundtner sowie wechselnden Gästen und Kolleg*innen. Antje Pfundtner und ihre Gesellschaft wurden 2016 mit dem George Tabori Hauptpreis und 2020 mit dem Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ geehrt. Zudem wurde APiG 2020 mit der Ehrung des Deutschen Tanzpreises für „herausragende künstlerische Entwicklungen“ ausgezeichnet. Neben ihren Bühnenkooperationen entwickelt APiG Formate künstlerischen Teilens: Aktuell initiiert sie die „TISCHGESELLSCHAFTEN“, eine Versammlungsinitiative zur Vernetzung, Ressourcenteilung und Verstetigung von Wissensaustausch.

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