Joyful Failure – Ein Abend über die Poesie des Scheiterns

Performance von laborgras feat. Liam Byrne & Ensemble

Tanz

Schwarz-weiße Aufnahme von zwei Performer*innen, eine in einem Sakko verschlungen.

© Phil Dera

Schwarz-weiß Aufnahme einer Person hinter einem Stuhl mit nachdenklichem Ausdruck.

© Phil Dera

Schwarz weiß Foto einer Person in schwarzen Klamotten, die von hinten von Armen umschlungen wird und eine Grimasse zieht.

© Phil Dera

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25 Euro  ermäßigt 12 Euro

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Scheitern gilt in unserer Leistungsgesellschaft als ein Makel. Doch was, wenn im Scheitern auch eine eigene Poesie liegt, die mehr ist als ein bloßes Misslingen? Inspiriert von Samuel Becketts Worten „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.“ begreift „Joyful Failure“ von laborgras das Scheitern als Bewegung selbst – als fortlaufenden Prozess, der Möglichkeiten eröffnet.

In ihrer neuen Performance „Joyful Failure“ widmet sich laborgras genau diesem fragilen Moment des Scheiterns. Im Radialsystem entwerfen sechs Tänzer*innen gemeinsam mit dem Musiker Liam Byrne ein offenes choreografisch-musikalisches Gefüge, in dem Unsicherheit, Zögern und Instabilität nicht überwunden, sondern sichtbar gemacht werden. Die Körper begegnen und verfehlen sich, geraten aus dem Gleichgewicht und finden neue Formen von Nähe. Klang und Bewegung greifen dabei ineinander: Byrnes Komposition, getragen von dem historischen Instrument Viola da Gamba, entsteht im direkten Austausch mit dem Tanz.

In einer Zeit, die von Krisen, Beschleunigung und Effizienzsteigerung geprägt ist, stellt das Stück die Frage nach Formen des Miteinanders. Was entsteht, wenn wir die Logik von Kontrolle und Selbstoptimierung loslassen? Statt Scheitern als Defizit zu begreifen, rückt die Produktion seine produktive Kraft ins Zentrum: als alltägliche, verbindende und zutiefst menschliche Erfahrung. So entfaltet sich ein Raum zwischen Stolpern und Aufrichtung, zwischen Verlust und Neubeginn. Ein Raum, in dem das Nicht-Gelungene nicht verdrängt wird, sondern sichtbar bleibt – leise, widerspenstig, lebendig.

Besuchshinweise

Dauer
Ca. 60 Minuten

Im Anschluss an die Vorstellung ist das künstlerische Team im Foyer anwesend und freut sich auf einen offenen, persönlichen Austausch mit dem Publikum in informellem Rahmen.

Cast

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Konzept und Künstlerische Leitung
laborgras (Renate Graziadei & Arthur Stäldi)

Dramaturgie
Arthur Stäldi

Musik
Liam Byrne

Kostümdesign
Claudia Janitschek

Lichtdesign
Kevin Sock

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Marcelo Vilela da Silva

Distribution
Micaela Triggo

Gestaltung
Mia Sedding

Foto
Phil Dera

Hair & Make-Up Fotos
Adriana Metzlaff

Künstlerische Produktionsleitung
Urszula Heuwinkel

Choreografie
laborgras in Kollaboration mit
Abraham Iglesias Rodriguez
Tian Gao
Miguel González Padilla
Rosalind Masson
Djamila Polo

Cast

Konzept und Künstlerische Leitung
laborgras (Renate Graziadei & Arthur Stäldi)

Dramaturgie
Arthur Stäldi

Musik
Liam Byrne

Kostümdesign
Claudia Janitschek

Lichtdesign
Kevin Sock

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Marcelo Vilela da Silva

Distribution
Micaela Triggo

Gestaltung
Mia Sedding

Foto
Phil Dera

Hair & Make-Up Fotos
Adriana Metzlaff

Künstlerische Produktionsleitung
Urszula Heuwinkel

Choreografie
laborgras in Kollaboration mit
Abraham Iglesias Rodriguez
Tian Gao
Miguel González Padilla
Rosalind Masson
Djamila Polo

Biografien

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Von den Tänzer*innen und Choreograf*innen Renate Graziadei und Arthur Stäldi 1994 in Hamburg gegründet, ist laborgras seit 2000 in Berlin ansässig und hat sich als international anerkanntes Künstler*innenkollektiv etabliert. Seit der Gründung des Kollektivs experimentieren sie mit der Ausdrucksform Tanz, erforschen deren Bedingungen und denken sie weiter. In den 30 Jahren ihres Bestehens haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, in einem offenen und prozessorientierten Arbeiten Tanz als eigenständige Kunstform zu untersuchen.

Die Tänzerin und Choreografin Renate Graziadei gründete 1994 gemeinsam mit Arthur Stäldi das Kollektiv laborgras. Zuvor tanzte sie drei Jahre in New York bei der Nina Wiener Dance Company, arbeitete mit Rui Horta beim S.O.A.P. Dance Theatre Frankfurt und schloss sich der Hamburger Tanzgruppe COAX an. Neben ihren eigenen Arbeiten war sie regelmäßig an Produktionen anderer Künstler*innen beteiligt. Mit dem Choreografen David Hernandez verband sie über viele Jahre eine enge Zusammenarbeit. Darüber hinaus arbeitete sie mit Sasha Waltz & Guests und war 2016 Gast der Susanne Linke Company für die Produktion „HOMMAGE A DORE HOYER“. Für ihre Arbeit wurde Graziadei mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Der aus der Schweiz stammende Choreograf und Dramaturg Arthur Stäldi entdeckte früh seine Leidenschaft für den Tanz. Von 1989 bis 1994 war er als Tänzer und Mitbegründer von COAX in Hamburg aktiv. 1994 gründete er gemeinsam mit Renate Graziadei das Kollektiv laborgras. Seitdem entstehen unter dem Namen laborgras kontinuierlich neue Arbeiten, die nicht nur die tänzerische Ausdruckskraft in den Vordergrund stellen, sondern auch verschiedene Medien und künstlerische Disziplinen miteinander verbinden. Seit 2006 widmet sich Arthur Stäldi seiner Arbeit als Dramaturg, Choreograf und Dozent und ist an der Entwicklung innovativer Tanz- und Performanceprojekte beteiligt. Für seine Arbeit mit laborgras wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Liam Byrne widmet sich vor allem dem alten und dem ganz neuen Repertoire der Gambenmusik. Regelmäßig entdeckt er wenig gespielte Werke des 16. und 17. Jahrhunderts oder arbeitet mit zeitgenössischen Komponist*innen wie Nico Muhly und Valgeir Sigurðsson, aber auch mit Pop-Künstler*innen aus der Gegenwart wie Damon Albarn und Matthew Herbert zusammen.

Der spanische Tänzer Abraham Iglesias Rodriguez lebt in Zürich. Er schloss seine Ausbildung am Real Conservatorio Profesional de Danza Mariemma Madrid im Jahr 2017 ab. Seitdem hat er mit verschiedenen Choreograf*innen und Kollektiven in Deutschland und der Schweiz gearbeitet. Darüber hinaus setzt er seit 2023 seine tänzerischen Ressourcen  regelmäßig auch im Rahmen eines Projekts der sozialen Inklusion ein. Seit 2021 arbeitet er mit laborgras.

Miguel González Padilla ist Performer und Choreograf. Er absolvierte sein Studium in zeitgenössischem Tanz am Real Conservatorio Profesional de Danza Mariemma. Danach arbeitete er als Choreograf, Tänzer und künstlerischer Assistent u.a. für die Tanztheaterkompanie El Curro DT und das Pradillo Team, Madrid. Mit Isabela Rossi gründete er das Kollektiv Corda Elástica. Derzeit arbeitet er mit laborgras in Berlin und weiterhin in Madrid mit dem Kollektiv Corda Elástica.

Rosalind Masson ist Tänzerin und Choreografin und arbeitet zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Seit 2014 arbeitet sie mit laborgras. Unter dem Titel „Anima(l)[us]“ hat sie viele ihrer eigenen Werke produziert und auf Tournee gebracht und in interdisziplinären Kontexten von bildender Kunst und Musik zusammengearbeitet. Sie hat einen MSc in Media Arts and Imaging vom DJCAD sowie einen BA (hons) in Zeitgenössischem Tanz von der London Contemporary Dance School.

Djamila Polo ist freischaffende Tänzerin und Choreografin. Sie absolvierte eine Ausbildung in Tanz, Improvisation und Performance in Freiburg und schloss ihr Bachelorstudium an der Folkwang Universität der Künste ab. Drei Jahre war sie Mitglied des Folkwang Tanzstudios. Als Tänzerin wirkte sie in Stücken von Pina Bausch, Boris Charmatz, Jill Crovisier, Renate Graziadei u. a. mit. Ihre choreografischen Arbeiten wurden international gezeigt und ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des interdisziplinären Kollektivs Ensemble SOL.

Tian Gao ist freischaffende Tänzerin und Choreografin und lebt in Berlin. Sie erhielt ihre Ausbildung in chinesischem Volkstanz sowie an der Folkwang Universität der Künste (M.A.). Seit 2018 arbeitet sie mit Sasha Waltz & Guests zusammen – von 2022 bis 2024 als festes Ensemblemitglied und seit 2024 zusätzlich als Repetitorin. Als Performerin kooperierte sie unter anderem mit laborgras und dem Staatsballett Berlin. Ihre eigenen Arbeiten, darunter „River/江/ Fluss“ (2022) und „Große Fuge“ (2025), wurden an verschiedenen Häusern in Deutschland präsentiert.

Biografien

Von den Tänzer*innen und Choreograf*innen Renate Graziadei und Arthur Stäldi 1994 in Hamburg gegründet, ist laborgras seit 2000 in Berlin ansässig und hat sich als international anerkanntes Künstler*innenkollektiv etabliert. Seit der Gründung des Kollektivs experimentieren sie mit der Ausdrucksform Tanz, erforschen deren Bedingungen und denken sie weiter. In den 30 Jahren ihres Bestehens haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, in einem offenen und prozessorientierten Arbeiten Tanz als eigenständige Kunstform zu untersuchen.

Die Tänzerin und Choreografin Renate Graziadei gründete 1994 gemeinsam mit Arthur Stäldi das Kollektiv laborgras. Zuvor tanzte sie drei Jahre in New York bei der Nina Wiener Dance Company, arbeitete mit Rui Horta beim S.O.A.P. Dance Theatre Frankfurt und schloss sich der Hamburger Tanzgruppe COAX an. Neben ihren eigenen Arbeiten war sie regelmäßig an Produktionen anderer Künstler*innen beteiligt. Mit dem Choreografen David Hernandez verband sie über viele Jahre eine enge Zusammenarbeit. Darüber hinaus arbeitete sie mit Sasha Waltz & Guests und war 2016 Gast der Susanne Linke Company für die Produktion „HOMMAGE A DORE HOYER“. Für ihre Arbeit wurde Graziadei mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Der aus der Schweiz stammende Choreograf und Dramaturg Arthur Stäldi entdeckte früh seine Leidenschaft für den Tanz. Von 1989 bis 1994 war er als Tänzer und Mitbegründer von COAX in Hamburg aktiv. 1994 gründete er gemeinsam mit Renate Graziadei das Kollektiv laborgras. Seitdem entstehen unter dem Namen laborgras kontinuierlich neue Arbeiten, die nicht nur die tänzerische Ausdruckskraft in den Vordergrund stellen, sondern auch verschiedene Medien und künstlerische Disziplinen miteinander verbinden. Seit 2006 widmet sich Arthur Stäldi seiner Arbeit als Dramaturg, Choreograf und Dozent und ist an der Entwicklung innovativer Tanz- und Performanceprojekte beteiligt. Für seine Arbeit mit laborgras wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Liam Byrne widmet sich vor allem dem alten und dem ganz neuen Repertoire der Gambenmusik. Regelmäßig entdeckt er wenig gespielte Werke des 16. und 17. Jahrhunderts oder arbeitet mit zeitgenössischen Komponist*innen wie Nico Muhly und Valgeir Sigurðsson, aber auch mit Pop-Künstler*innen aus der Gegenwart wie Damon Albarn und Matthew Herbert zusammen.

Der spanische Tänzer Abraham Iglesias Rodriguez lebt in Zürich. Er schloss seine Ausbildung am Real Conservatorio Profesional de Danza Mariemma Madrid im Jahr 2017 ab. Seitdem hat er mit verschiedenen Choreograf*innen und Kollektiven in Deutschland und der Schweiz gearbeitet. Darüber hinaus setzt er seit 2023 seine tänzerischen Ressourcen  regelmäßig auch im Rahmen eines Projekts der sozialen Inklusion ein. Seit 2021 arbeitet er mit laborgras.

Miguel González Padilla ist Performer und Choreograf. Er absolvierte sein Studium in zeitgenössischem Tanz am Real Conservatorio Profesional de Danza Mariemma. Danach arbeitete er als Choreograf, Tänzer und künstlerischer Assistent u.a. für die Tanztheaterkompanie El Curro DT und das Pradillo Team, Madrid. Mit Isabela Rossi gründete er das Kollektiv Corda Elástica. Derzeit arbeitet er mit laborgras in Berlin und weiterhin in Madrid mit dem Kollektiv Corda Elástica.

Rosalind Masson ist Tänzerin und Choreografin und arbeitet zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Seit 2014 arbeitet sie mit laborgras. Unter dem Titel „Anima(l)[us]“ hat sie viele ihrer eigenen Werke produziert und auf Tournee gebracht und in interdisziplinären Kontexten von bildender Kunst und Musik zusammengearbeitet. Sie hat einen MSc in Media Arts and Imaging vom DJCAD sowie einen BA (hons) in Zeitgenössischem Tanz von der London Contemporary Dance School.

Djamila Polo ist freischaffende Tänzerin und Choreografin. Sie absolvierte eine Ausbildung in Tanz, Improvisation und Performance in Freiburg und schloss ihr Bachelorstudium an der Folkwang Universität der Künste ab. Drei Jahre war sie Mitglied des Folkwang Tanzstudios. Als Tänzerin wirkte sie in Stücken von Pina Bausch, Boris Charmatz, Jill Crovisier, Renate Graziadei u. a. mit. Ihre choreografischen Arbeiten wurden international gezeigt und ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des interdisziplinären Kollektivs Ensemble SOL.

Tian Gao ist freischaffende Tänzerin und Choreografin und lebt in Berlin. Sie erhielt ihre Ausbildung in chinesischem Volkstanz sowie an der Folkwang Universität der Künste (M.A.). Seit 2018 arbeitet sie mit Sasha Waltz & Guests zusammen – von 2022 bis 2024 als festes Ensemblemitglied und seit 2024 zusätzlich als Repetitorin. Als Performerin kooperierte sie unter anderem mit laborgras und dem Staatsballett Berlin. Ihre eigenen Arbeiten, darunter „River/江/ Fluss“ (2022) und „Große Fuge“ (2025), wurden an verschiedenen Häusern in Deutschland präsentiert.

Besuchshinweise

Dauer
Ca. 60 Minuten

Im Anschluss an die Vorstellung ist das künstlerische Team im Foyer anwesend und freut sich auf einen offenen, persönlichen Austausch mit dem Publikum in informellem Rahmen.

Credits

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Eine Produktion von laborgras in Kooperation mit dem Radialsystem. laborgras wird gefördert durch das Land Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Medienpartnerschaften Radialsystem: The Berliner, tip Berlin, taz – die Tageszeitung.

Credits

Eine Produktion von laborgras in Kooperation mit dem Radialsystem. laborgras wird gefördert durch das Land Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Medienpartnerschaften Radialsystem: The Berliner, tip Berlin, taz – die Tageszeitung.

Scheitern gilt in unserer Leistungsgesellschaft als ein Makel. Doch was, wenn im Scheitern auch eine eigene Poesie liegt, die mehr ist als ein bloßes Misslingen? Inspiriert von Samuel Becketts Worten „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.“ begreift „Joyful Failure“ von laborgras das Scheitern als Bewegung selbst – als fortlaufenden Prozess, der Möglichkeiten eröffnet.

In ihrer neuen Performance „Joyful Failure“ widmet sich laborgras genau diesem fragilen Moment des Scheiterns. Im Radialsystem entwerfen sechs Tänzer*innen gemeinsam mit dem Musiker Liam Byrne ein offenes choreografisch-musikalisches Gefüge, in dem Unsicherheit, Zögern und Instabilität nicht überwunden, sondern sichtbar gemacht werden. Die Körper begegnen und verfehlen sich, geraten aus dem Gleichgewicht und finden neue Formen von Nähe. Klang und Bewegung greifen dabei ineinander: Byrnes Komposition, getragen von dem historischen Instrument Viola da Gamba, entsteht im direkten Austausch mit dem Tanz.

In einer Zeit, die von Krisen, Beschleunigung und Effizienzsteigerung geprägt ist, stellt das Stück die Frage nach Formen des Miteinanders. Was entsteht, wenn wir die Logik von Kontrolle und Selbstoptimierung loslassen? Statt Scheitern als Defizit zu begreifen, rückt die Produktion seine produktive Kraft ins Zentrum: als alltägliche, verbindende und zutiefst menschliche Erfahrung. So entfaltet sich ein Raum zwischen Stolpern und Aufrichtung, zwischen Verlust und Neubeginn. Ein Raum, in dem das Nicht-Gelungene nicht verdrängt wird, sondern sichtbar bleibt – leise, widerspenstig, lebendig.

Cast

Konzept und Künstlerische Leitung
laborgras (Renate Graziadei & Arthur Stäldi)

Dramaturgie
Arthur Stäldi

Musik
Liam Byrne

Kostümdesign
Claudia Janitschek

Lichtdesign
Kevin Sock

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Marcelo Vilela da Silva

Distribution
Micaela Triggo

Gestaltung
Mia Sedding

Foto
Phil Dera

Hair & Make-Up Fotos
Adriana Metzlaff

Künstlerische Produktionsleitung
Urszula Heuwinkel

Choreografie
laborgras in Kollaboration mit
Abraham Iglesias Rodriguez
Tian Gao
Miguel González Padilla
Rosalind Masson
Djamila Polo

Biografien

Von den Tänzer*innen und Choreograf*innen Renate Graziadei und Arthur Stäldi 1994 in Hamburg gegründet, ist laborgras seit 2000 in Berlin ansässig und hat sich als international anerkanntes Künstler*innenkollektiv etabliert. Seit der Gründung des Kollektivs experimentieren sie mit der Ausdrucksform Tanz, erforschen deren Bedingungen und denken sie weiter. In den 30 Jahren ihres Bestehens haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, in einem offenen und prozessorientierten Arbeiten Tanz als eigenständige Kunstform zu untersuchen.

Die Tänzerin und Choreografin Renate Graziadei gründete 1994 gemeinsam mit Arthur Stäldi das Kollektiv laborgras. Zuvor tanzte sie drei Jahre in New York bei der Nina Wiener Dance Company, arbeitete mit Rui Horta beim S.O.A.P. Dance Theatre Frankfurt und schloss sich der Hamburger Tanzgruppe COAX an. Neben ihren eigenen Arbeiten war sie regelmäßig an Produktionen anderer Künstler*innen beteiligt. Mit dem Choreografen David Hernandez verband sie über viele Jahre eine enge Zusammenarbeit. Darüber hinaus arbeitete sie mit Sasha Waltz & Guests und war 2016 Gast der Susanne Linke Company für die Produktion „HOMMAGE A DORE HOYER“. Für ihre Arbeit wurde Graziadei mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Der aus der Schweiz stammende Choreograf und Dramaturg Arthur Stäldi entdeckte früh seine Leidenschaft für den Tanz. Von 1989 bis 1994 war er als Tänzer und Mitbegründer von COAX in Hamburg aktiv. 1994 gründete er gemeinsam mit Renate Graziadei das Kollektiv laborgras. Seitdem entstehen unter dem Namen laborgras kontinuierlich neue Arbeiten, die nicht nur die tänzerische Ausdruckskraft in den Vordergrund stellen, sondern auch verschiedene Medien und künstlerische Disziplinen miteinander verbinden. Seit 2006 widmet sich Arthur Stäldi seiner Arbeit als Dramaturg, Choreograf und Dozent und ist an der Entwicklung innovativer Tanz- und Performanceprojekte beteiligt. Für seine Arbeit mit laborgras wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Liam Byrne widmet sich vor allem dem alten und dem ganz neuen Repertoire der Gambenmusik. Regelmäßig entdeckt er wenig gespielte Werke des 16. und 17. Jahrhunderts oder arbeitet mit zeitgenössischen Komponist*innen wie Nico Muhly und Valgeir Sigurðsson, aber auch mit Pop-Künstler*innen aus der Gegenwart wie Damon Albarn und Matthew Herbert zusammen.

Der spanische Tänzer Abraham Iglesias Rodriguez lebt in Zürich. Er schloss seine Ausbildung am Real Conservatorio Profesional de Danza Mariemma Madrid im Jahr 2017 ab. Seitdem hat er mit verschiedenen Choreograf*innen und Kollektiven in Deutschland und der Schweiz gearbeitet. Darüber hinaus setzt er seit 2023 seine tänzerischen Ressourcen  regelmäßig auch im Rahmen eines Projekts der sozialen Inklusion ein. Seit 2021 arbeitet er mit laborgras.

Miguel González Padilla ist Performer und Choreograf. Er absolvierte sein Studium in zeitgenössischem Tanz am Real Conservatorio Profesional de Danza Mariemma. Danach arbeitete er als Choreograf, Tänzer und künstlerischer Assistent u.a. für die Tanztheaterkompanie El Curro DT und das Pradillo Team, Madrid. Mit Isabela Rossi gründete er das Kollektiv Corda Elástica. Derzeit arbeitet er mit laborgras in Berlin und weiterhin in Madrid mit dem Kollektiv Corda Elástica.

Rosalind Masson ist Tänzerin und Choreografin und arbeitet zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Seit 2014 arbeitet sie mit laborgras. Unter dem Titel „Anima(l)[us]“ hat sie viele ihrer eigenen Werke produziert und auf Tournee gebracht und in interdisziplinären Kontexten von bildender Kunst und Musik zusammengearbeitet. Sie hat einen MSc in Media Arts and Imaging vom DJCAD sowie einen BA (hons) in Zeitgenössischem Tanz von der London Contemporary Dance School.

Djamila Polo ist freischaffende Tänzerin und Choreografin. Sie absolvierte eine Ausbildung in Tanz, Improvisation und Performance in Freiburg und schloss ihr Bachelorstudium an der Folkwang Universität der Künste ab. Drei Jahre war sie Mitglied des Folkwang Tanzstudios. Als Tänzerin wirkte sie in Stücken von Pina Bausch, Boris Charmatz, Jill Crovisier, Renate Graziadei u. a. mit. Ihre choreografischen Arbeiten wurden international gezeigt und ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des interdisziplinären Kollektivs Ensemble SOL.

Tian Gao ist freischaffende Tänzerin und Choreografin und lebt in Berlin. Sie erhielt ihre Ausbildung in chinesischem Volkstanz sowie an der Folkwang Universität der Künste (M.A.). Seit 2018 arbeitet sie mit Sasha Waltz & Guests zusammen – von 2022 bis 2024 als festes Ensemblemitglied und seit 2024 zusätzlich als Repetitorin. Als Performerin kooperierte sie unter anderem mit laborgras und dem Staatsballett Berlin. Ihre eigenen Arbeiten, darunter „River/江/ Fluss“ (2022) und „Große Fuge“ (2025), wurden an verschiedenen Häusern in Deutschland präsentiert.

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