Forecast Festival 2026

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Ticketpreise

Tagesticket
15 Euro  ermäßigt 12 Euro

Festival-Pass (gültig an allen Tagen)
30 Euro  ermäßigt 25 Euro

Workshop
5 Euro
Für die Workshops am Sonntag im Rahmen des Begleitprogramms der LINA Fellows und Alumni wird ein separates Ticket benötigt.

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15 Euro  ermäßigt 12 Euro

Festival-Pass (gültig an allen Tagen)
30 Euro  ermäßigt 25 Euro

Workshop
5 Euro
Für die Workshops am Sonntag im Rahmen des Begleitprogramms der LINA Fellows und Alumni wird ein separates Ticket benötigt.

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15 Euro  ermäßigt 12 Euro

Festival-Pass (gültig an allen Tagen)
30 Euro  ermäßigt 25 Euro

Workshop
5 Euro
Für die Workshops am Sonntag im Rahmen des Begleitprogramms der LINA Fellows und Alumni wird ein separates Ticket benötigt.

Ticketpreise

Workshop
5 Euro
A separate ticket is required for the workshops on Sunday as part of the accompanying programme by the LINA Fellows and Alumni.

 

Das Forecast Festival kehrt 2026 zurück ins Radialsystem und präsentiert an vier Tagen neue Perspektiven, unerwartete Begegnungen und mutige künstlerische Positionen. Im Zentrum des interdisziplinären Programms aus Performances, Konzerten, Screenings, bildender Kunst, Design und Stand-Up Comedy stehen die Showcases der sechs renommierten Mentor*innen und ihrer jeweils drei Nominees. Darüber hinaus bietet das Festival ein Begleitprogramm aus Workshops und Stadtspaziergängen mit Fellows des LINA-Netzwerks sowie Gastauftritten von Forecast-Alumni, mit denen Forecast auf zehn Jahre Förderung von…

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Das Forecast Festival kehrt 2026 zurück ins Radialsystem und präsentiert an vier Tagen neue Perspektiven, unerwartete Begegnungen und mutige künstlerische Positionen. Im Zentrum des interdisziplinären Programms aus Performances, Konzerten, Screenings, bildender Kunst, Design und Stand-Up Comedy stehen die Showcases der sechs renommierten Mentor*innen und ihrer jeweils drei Nominees. Darüber hinaus bietet das Festival ein Begleitprogramm aus Workshops und Stadtspaziergängen mit Fellows des LINA-Netzwerks sowie Gastauftritten von Forecast-Alumni, mit denen Forecast auf zehn Jahre Förderung von aufstrebenden Künstler*innen zurückblickt.

Das diesjährige Mentor*innen-Team besteht aus dem Performer Tom Cassani, der Sci-Fi Künstlerin und Körperarchitektin Lucy McRae, der Multimedia-Künstlerin Almagul Menlibayeva, dem Komponisten und Klangkünstler Heinali, der Künstlerin und Filmemacherin Keren Cytter und dem Schriftsteller und Comedian Vidura Bandara Rajapaksa.


Begleitprogramm der LINA Fellows & Alumni Workshops

„Zwischen den Zeiten Hören“: Workshop für Tandems aus jungen und älteren Erzähler*innen (ab 8 Jahren)
„Meine Oma ist in einer anderen Welt aufgewachsen. Sie sagt, die Zwiebeln haben damals anders geschmeckt. Über solche Unterschiede wollen wir sprechen. Ihr seid eingeladen, gemeinsam mit einer Person aus einer anderen Generation teilzunehmen: Enkel, Großeltern, Tante oder Eltern – Hauptsache, ihr habt Lust, euch Geschichten zu erzählen. Auch Einzelpersonen sind willkommen.“ Inspiriert von den Forecast-Künstler*innen entwickeln Lena Düspohl und Ute Lindenbeck gemeinsam mit den Teilnehmer*innen Fragen und tauschen Geschichten aus: Welche Lieder singst du gern? Wie war es, aufzuwachsen? Wovor hattest du Angst? Die Geschichten werden aufgenommen und mit passenden Geräuschen experimentiert. So entsteht ein kleines Hörspiel, das gemeinsam angehört wird.

Gustavo Gomes: „Performing Memory and Telling Stories with the Body“
Ausgehend von einer verkörperten Praxis beginnt die Session mit der direkten Erfahrung von Wahrnehmung und entfaltet sich schrittweise zu einer vertieften Auseinandersetzung mit körperlichen Empfindungen und dem Aktivieren von Erinnerung. Durch angeleitete Improvisationen mit Bewegung und Stimme, somatische Techniken, performative Übungen sowie das Teilen von Geschichten werden die Teilnehmenden eingeladen, Geschichten mit und durch den Körper zu erzählen – und Erinnerung als lebendigen, physischen Prozess zu erfahren, der sich fortlaufend verändert und neu formt. Ausgehend von Themen wie Verkörperung, Transformation und sensorischer Wahrnehmung eröffnet der Workshop einen Raum, in dem der Körper zugleich Archiv und Medium wird und persönliche Erfahrungen mit kollektiver und wahrnehmungsbezogener Forschung verbindet.

Oscar van Leest: Cracklebox Workshop
Der Cracklebox Workshop ist ein praxisorientierter, eintägiger Kurs, in dem Teilnehmende – sowohl Anfänger:innen als auch Fortgeschrittene – ein kleines elektronisches Gerät bauen, das beim Berühren chaotische Klänge erzeugt. Der Workshop kombiniert Löten, Experimentieren und kreatives Arbeiten mit Klang und regt dazu an, mit Elektronik und unkonventionellen Formen musikalischen Ausdrucks zu experimentieren. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Teilen und Ausprobieren der entstandenen Instrumente.

Joaquín Mora: „The sound that remains“
Der Spaziergang lädt Teilnehmende dazu ein, die klangliche Identität eines Ortes durch gemeinsames Hören zu entdecken. Anstatt Klang aus einer technischen oder wissenschaftlichen Perspektive zu analysieren, schafft die Erfahrung einen geteilten Aufmerksamkeitsraum, in dem Zuhören zu einer Möglichkeit wird, sich mit dem Ort und den dort anwesenden Menschen zu verbinden. Während des Spaziergangs werden Geschichten geteilt und unterschiedliche Klangerfahrungen erkundet. Teile des Weges finden in Stille statt, um Beobachtung und Wahrnehmung zu vertiefen. Im Anschluss lädt ein kurzer, etwa zehnminütiger Reflexionskreis dazu ein, die Erfahrungen gemeinsam auszutauschen.

Flora Detraz: Screaming Workshop
Die Teilnehmenden erkunden Schreien als eine kollektive, kathartische Kraft – als Werkzeug für Befreiung, Verbindung und Selbstermächtigung. Durch stimmliche und körperliche Experimente werden sie dazu eingeladen, ihre Stimmen zu befreien und die Intensität einer gemeinsamen, expressiven Energie zu erfahren.

Nurah Farahat: „KINDASA: Building Audiovisual Instruments“
Forecast-Alumna Nurah Farahat zeigt, wie sich audiovisuelle Instrumente in Echtzeit von Grund auf entwickeln lassen. Sie wird außerdem verschiedene Instrumente zerlegen, ihre einzelnen Ebenen erläutern und sie im Laufe des Prozesses neu zusammensetzen. Im Mittelpunkt steht weniger das Werkzeug als die Methode: Wie findet man sich in der Komplexität und der Vielzahl an Möglichkeiten, Software und Themen zurecht? Wie behält man die Orientierung, während man noch herausfindet, was das Instrument werden möchte? Nurah gibt Einblick in den Entstehungsprozess ihres AV-Projekts KINDASA – live und im Moment des Geschehens. Den Abschluss bildet eine gemeinsame kurze Ambient-AV-Session.

Programm

Donnerstag  16 07

„Authentic Deception“
Mentor  Tom Cassani (UK)
Nominees  Emilie Largier (Frankreich), Hsiang-Sheng Teng (Taiwan), Christopher Yarnell (UK)

„Introspective Futurism“
Mentor  Lucy McRae (Australien)
Nominees  Lena Becerra (Italien/Argentinien), Amy Chiao (USA), Jiaqing Mo (China)

Die Arbeiten sind bis Sonntag zu sehen.

Freitag  17 07

DJ Set  Nicholas Morrish

„Unruly Images“
Mentorin  Almagul Menlibayeva (Kasachstan)
Nominees  Camila Flores-Fernández (Peru), Poyuan Juan (Taiwan), Ana Mikadze (Georgien)

Die Arbeiten sind bis Sonntag zu sehen.

„The Distant Mirror“
Mentor  Heinali (Ukraine)
Nominees  Pablo V Cazares (USA), Mariana Carrilho (Mosambik), Anna Ivchenko (Ukraine)

Tour durch die Installationen   Yelta Köm

Samstag  18 07

„Constructing Delusions“
Mentor  Keren Cytter (Israel)
Nominees  Anna Flanagan (Irland), Nadir Sönmez (Türkei), Mahesh Subramaniam (Indien)

„Playing With Risk“
Mentor  Vidura Bandara Rajapaksa (Sri Lanka)
Nominees  Brandon Aguirre (Costa Rica), Siming Lu (China), Xabiso Vili (Südafrika)

Tour durch die Installationen   Arne Vogelgesang

Von Donnerstag bis Samstag lädt Bijan Moosavi die Besucher*innen ein, ihr Wissen über zeitgenössische Kunst in einem interaktiven Quiz zu testen – mit der Chance, ein Unikat zu gewinnen.

Außerdem lädt Diane Cescutti das Publikum ein, ihre Installation „Gods of Calculation“ in der Halle zu aktivieren.


Sonntag  19 07
Begleitprogramm der LINA Fellows & Alumni Workshops

Kinderworkshop: Zwischen den Zeiten hören
11 bis 14 Uhr
Kubus

Gustavo Gomes: „Performing Memory and Telling Stories with the Body“
Workshop
14 bis 16 Uhr
Saal

Oscar van Leest: Cracklebox Workshop
15 bis 18 Uhr
Kubus

Joaquín Mora: „The sound that remains“
Artistic walk to explore the sonic identity of a place
16 bis 17.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer Radialsystem

Flora Detraz: Screaming Workshop & Performance
16.30 bis 18 Uhr
Saal

Nurah Farahat / KINDASA: Building Audiovisual Instruments
Workshop und Closing Set
18.30 bis 20 Uhr
Saal

Cast

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Mentor*innen
Heinali
Vidura Bandara Rajapaksa
Lucy McRae
Almagul Menlibayeva
Tom Cassani
Keren Cytter

Nominees
Emilie Largier
Hsiang-Sheng Teng
Christopher Yarnell
Lena Becerra
Amy Chiao
Jiaqing Mo
Camila Flores-Fernández
Poyuan Juan
Ana Mikadze
Pablo V Cazares
Mariana Carrilho
Anna Ivchenko
Anna Flanagan
Nadir Sönmez
Mahesh Subramaniam
Brandon Aguirre
Siming Lu
Xabiso Vili

LINA-Fellows & Alumni
Gustavo Gomes
Oscar van Leest
Joaquín Mora
Flora Detraz
Nurah Faraha
Lena Düspohl
Ute Lindenbeck
Bijan Moosavi
Diane Cescutti

Cast

Mentor*innen
Heinali
Vidura Bandara Rajapaksa
Lucy McRae
Almagul Menlibayeva
Tom Cassani
Keren Cytter

Nominees
Emilie Largier
Hsiang-Sheng Teng
Christopher Yarnell
Lena Becerra
Amy Chiao
Jiaqing Mo
Camila Flores-Fernández
Poyuan Juan
Ana Mikadze
Pablo V Cazares
Mariana Carrilho
Anna Ivchenko
Anna Flanagan
Nadir Sönmez
Mahesh Subramaniam
Brandon Aguirre
Siming Lu
Xabiso Vili

LINA-Fellows & Alumni
Gustavo Gomes
Oscar van Leest
Joaquín Mora
Flora Detraz
Nurah Faraha
Lena Düspohl
Ute Lindenbeck
Bijan Moosavi
Diane Cescutti

Biografien

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Oleh Shpudeiko, bekannt als Heinali, ist Komponist und Soundkünstler, dessen Arbeit frühe westliche Musik durch elektronische Komposition und modulare Synthese neu erschließt und die Vergangenheit als „fernen Spiegel“ nutzt, um Widersprüche des zeitgenössischen Lebens sichtbar zu machen. Geboren in Kyjiw, erlangte Heinali internationale Anerkennung mit „Madrigals“ (2020), einem Werk, das Improvisationen auf historischen Instrumenten mit quasi-renaissancistischer Polyphonie verbindet, die mithilfe eines modularen Synthesizers erzeugt wird.

Vidura Bandara Rajapaksa ist Comedian, Autor und Regisseur. Zu seinen selbst entwickelten und geschriebenen Comedyprogrammen zählen „Monsoon Season“ (2022), „French Kiss Tunnel“ (2024) und „Woodapple Jam“ (2024). Mit seinem trockenen Humor schafft es Bandara Rajapaksa, sein Publikum zu unterhalten und zugleich konventionelle Denkmuster infrage zu stellen – mit einem einzigartigen Ton, der oft frech, bisweilen scharf und stets urkomisch ist.

Lucy McRae leitet ein multidisziplinäres Kunst- und Forschungsstudio, das die Auswirkungen von Technologie und Wissenschaft auf den Planeten und die Natur untersucht. McRae entwickelt neue Narrative darüber, wie zukünftige Technologien menschliche Intimität, Reproduktion, Biologie und Gesundheit verändern könnten, und rückt dabei die ethischen Implikationen von Gentechnik in den Fokus. In spekulativen, weltbildenden Ansätzen nutzt ihre Arbeit Hypothesen als Werkzeug, um zu hinterfragen, wer wir sind, wie wir uns zu unseren Körpern verhalten und wohin wir uns möglicherweise entwickeln.

Die Künstlerin Almagul Menlibayeva arbeitet mit Video, Fotografie und KI-geformten Cyber-Textilien. In ihrer Praxis interpretiert sie zeitgenössische Prozesse in Zentralasien durch Mythologien und kollektive Erinnerung neu und stellt die Autonomie von Frauen in den Mittelpunkt – ausgehend vom Erbe eines nomadischen Feminismus, insbesondere in der kasachischen Kultur. Ihre Arbeit reflektiert Umweltzerstörung, Modernisierung sowie die Politik von Sichtbarkeit in globalen Bildsystemen. Menlibayeva hat international auf bedeutenden Biennalen ausgestellt, darunter unter anderem in Venedig, Sydney, Südkorea, Thailand und Ulaanbaatar.

Tom Cassani ist ein preisgekrönter Performancekünstler, der mit Magie und dem Körper arbeitet. Seine künstlerischen Auseinandersetzungen basieren auf einem erweiterten Verständnis von Magie und verbinden Strategien der Live Art, Techniken des Zirkus-Sideshows und Methoden der Illusion zu nahezu unmöglichen Formen der Performancekunst. 2023 war er Forecast-Mentee bei der renommierten Choreografin Florentina Holzinger, woraus die Grundlage für seine Soloarbeit „Iterations“ hervorging.

Keren Cytter ist insbesondere für ihre Bewegtbildarbeiten und Theaterproduktionen bekannt, in denen die Grenzen zwischen Kino, Performance und Probe verschwimmen. Ihre Praxis ist geprägt von Fragmentierung, Wiederholung und abrupten tonalen Wechseln und rückt Sprache, Geste und Struktur stärker in den Vordergrund als narratives Erzählen. Cytter untersucht in ihren Arbeiten Beziehungen, Geschlechterrollen, Begehren und zwischenmenschliche Konflikte und zeigt Intimität als etwas Inszeniertes, Geprobtes und Performtes.

Als internationales Mentorship-Programm und transdisziplinäres Netzwerk für Wissensproduktion unter der künstlerischen Leitung von Freo Majer bietet Forecast Künstler*innen und kreativen Denker*innen aus aller Welt die Möglichkeit, an der Seite namhafter Mentor*innen ihre eigenen Projekte zu präsentieren und zu verwirklichen. Forecast gewährt über Disziplinen und Genres hinweg Einblicke in kreative Produktionsprozesse und gibt Fragestellungen Raum, die für eine kommende Generation prägender Köpfe wichtig sind.

Biografien

Oleh Shpudeiko, bekannt als Heinali, ist Komponist und Soundkünstler, dessen Arbeit frühe westliche Musik durch elektronische Komposition und modulare Synthese neu erschließt und die Vergangenheit als „fernen Spiegel“ nutzt, um Widersprüche des zeitgenössischen Lebens sichtbar zu machen. Geboren in Kyjiw, erlangte Heinali internationale Anerkennung mit „Madrigals“ (2020), einem Werk, das Improvisationen auf historischen Instrumenten mit quasi-renaissancistischer Polyphonie verbindet, die mithilfe eines modularen Synthesizers erzeugt wird.

Vidura Bandara Rajapaksa ist Comedian, Autor und Regisseur. Zu seinen selbst entwickelten und geschriebenen Comedyprogrammen zählen „Monsoon Season“ (2022), „French Kiss Tunnel“ (2024) und „Woodapple Jam“ (2024). Mit seinem trockenen Humor schafft es Bandara Rajapaksa, sein Publikum zu unterhalten und zugleich konventionelle Denkmuster infrage zu stellen – mit einem einzigartigen Ton, der oft frech, bisweilen scharf und stets urkomisch ist.

Lucy McRae leitet ein multidisziplinäres Kunst- und Forschungsstudio, das die Auswirkungen von Technologie und Wissenschaft auf den Planeten und die Natur untersucht. McRae entwickelt neue Narrative darüber, wie zukünftige Technologien menschliche Intimität, Reproduktion, Biologie und Gesundheit verändern könnten, und rückt dabei die ethischen Implikationen von Gentechnik in den Fokus. In spekulativen, weltbildenden Ansätzen nutzt ihre Arbeit Hypothesen als Werkzeug, um zu hinterfragen, wer wir sind, wie wir uns zu unseren Körpern verhalten und wohin wir uns möglicherweise entwickeln.

Die Künstlerin Almagul Menlibayeva arbeitet mit Video, Fotografie und KI-geformten Cyber-Textilien. In ihrer Praxis interpretiert sie zeitgenössische Prozesse in Zentralasien durch Mythologien und kollektive Erinnerung neu und stellt die Autonomie von Frauen in den Mittelpunkt – ausgehend vom Erbe eines nomadischen Feminismus, insbesondere in der kasachischen Kultur. Ihre Arbeit reflektiert Umweltzerstörung, Modernisierung sowie die Politik von Sichtbarkeit in globalen Bildsystemen. Menlibayeva hat international auf bedeutenden Biennalen ausgestellt, darunter unter anderem in Venedig, Sydney, Südkorea, Thailand und Ulaanbaatar.

Tom Cassani ist ein preisgekrönter Performancekünstler, der mit Magie und dem Körper arbeitet. Seine künstlerischen Auseinandersetzungen basieren auf einem erweiterten Verständnis von Magie und verbinden Strategien der Live Art, Techniken des Zirkus-Sideshows und Methoden der Illusion zu nahezu unmöglichen Formen der Performancekunst. 2023 war er Forecast-Mentee bei der renommierten Choreografin Florentina Holzinger, woraus die Grundlage für seine Soloarbeit „Iterations“ hervorging.

Keren Cytter ist insbesondere für ihre Bewegtbildarbeiten und Theaterproduktionen bekannt, in denen die Grenzen zwischen Kino, Performance und Probe verschwimmen. Ihre Praxis ist geprägt von Fragmentierung, Wiederholung und abrupten tonalen Wechseln und rückt Sprache, Geste und Struktur stärker in den Vordergrund als narratives Erzählen. Cytter untersucht in ihren Arbeiten Beziehungen, Geschlechterrollen, Begehren und zwischenmenschliche Konflikte und zeigt Intimität als etwas Inszeniertes, Geprobtes und Performtes.

Als internationales Mentorship-Programm und transdisziplinäres Netzwerk für Wissensproduktion unter der künstlerischen Leitung von Freo Majer bietet Forecast Künstler*innen und kreativen Denker*innen aus aller Welt die Möglichkeit, an der Seite namhafter Mentor*innen ihre eigenen Projekte zu präsentieren und zu verwirklichen. Forecast gewährt über Disziplinen und Genres hinweg Einblicke in kreative Produktionsprozesse und gibt Fragestellungen Raum, die für eine kommende Generation prägender Köpfe wichtig sind.

Programm

Donnerstag  16 07

„Authentic Deception“
Mentor  Tom Cassani (UK)
Nominees  Emilie Largier (Frankreich), Hsiang-Sheng Teng (Taiwan), Christopher Yarnell (UK)

„Introspective Futurism“
Mentor  Lucy McRae (Australien)
Nominees  Lena Becerra (Italien/Argentinien), Amy Chiao (USA), Jiaqing Mo (China)

Die Arbeiten sind bis Sonntag zu sehen.

Freitag  17 07

DJ Set  Nicholas Morrish

„Unruly Images“
Mentorin  Almagul Menlibayeva (Kasachstan)
Nominees  Camila Flores-Fernández (Peru), Poyuan Juan (Taiwan), Ana Mikadze (Georgien)

Die Arbeiten sind bis Sonntag zu sehen.

„The Distant Mirror“
Mentor  Heinali (Ukraine)
Nominees  Pablo V Cazares (USA), Mariana Carrilho (Mosambik), Anna Ivchenko (Ukraine)

Tour durch die Installationen   Yelta Köm

Samstag  18 07

„Constructing Delusions“
Mentor  Keren Cytter (Israel)
Nominees  Anna Flanagan (Irland), Nadir Sönmez (Türkei), Mahesh Subramaniam (Indien)

„Playing With Risk“
Mentor  Vidura Bandara Rajapaksa (Sri Lanka)
Nominees  Brandon Aguirre (Costa Rica), Siming Lu (China), Xabiso Vili (Südafrika)

Tour durch die Installationen   Arne Vogelgesang

Von Donnerstag bis Samstag lädt Bijan Moosavi die Besucher*innen ein, ihr Wissen über zeitgenössische Kunst in einem interaktiven Quiz zu testen – mit der Chance, ein Unikat zu gewinnen.

Außerdem lädt Diane Cescutti das Publikum ein, ihre Installation „Gods of Calculation“ in der Halle zu aktivieren.


Sonntag  19 07
Begleitprogramm der LINA Fellows & Alumni Workshops

Kinderworkshop: Zwischen den Zeiten hören
11 bis 14 Uhr
Kubus

Gustavo Gomes: „Performing Memory and Telling Stories with the Body“
Workshop
14 bis 16 Uhr
Saal

Oscar van Leest: Cracklebox Workshop
15 bis 18 Uhr
Kubus

Joaquín Mora: „The sound that remains“
Artistic walk to explore the sonic identity of a place
16 bis 17.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer Radialsystem

Flora Detraz: Screaming Workshop & Performance
16.30 bis 18 Uhr
Saal

Nurah Farahat / KINDASA: Building Audiovisual Instruments
Workshop und Closing Set
18.30 bis 20 Uhr
Saal

Credits

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Forecast ist ein Projekt von Skills e. V. in Kooperation mit dem Radialsystem. Forecast wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Forecast ist Mitglied des europäischen Netzwerks LINA.

Medienpartnerschaften Radialsystem: The Berliner, taz. die tageszeitung und tip Berlin.

Credits

Forecast ist ein Projekt von Skills e. V. in Kooperation mit dem Radialsystem. Forecast wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Forecast ist Mitglied des europäischen Netzwerks LINA.

Medienpartnerschaften Radialsystem: The Berliner, taz. die tageszeitung und tip Berlin.

Das Forecast Festival kehrt 2026 zurück ins Radialsystem und präsentiert an vier Tagen neue Perspektiven, unerwartete Begegnungen und mutige künstlerische Positionen. Im Zentrum des interdisziplinären Programms aus Performances, Konzerten, Screenings, bildender Kunst, Design und Stand-Up Comedy stehen die Showcases der sechs renommierten Mentor*innen und ihrer jeweils drei Nominees. Darüber hinaus bietet das Festival ein Begleitprogramm aus Workshops und Stadtspaziergängen mit Fellows des LINA-Netzwerks sowie Gastauftritten von Forecast-Alumni, mit denen Forecast auf zehn Jahre Förderung von aufstrebenden Künstler*innen zurückblickt.

Das diesjährige Mentor*innen-Team besteht aus dem Performer Tom Cassani, der Sci-Fi Künstlerin und Körperarchitektin Lucy McRae, der Multimedia-Künstlerin Almagul Menlibayeva, dem Komponisten und Klangkünstler Heinali, der Künstlerin und Filmemacherin Keren Cytter und dem Schriftsteller und Comedian Vidura Bandara Rajapaksa.


Begleitprogramm der LINA Fellows & Alumni Workshops

„Zwischen den Zeiten Hören“: Workshop für Tandems aus jungen und älteren Erzähler*innen (ab 8 Jahren)
„Meine Oma ist in einer anderen Welt aufgewachsen. Sie sagt, die Zwiebeln haben damals anders geschmeckt. Über solche Unterschiede wollen wir sprechen. Ihr seid eingeladen, gemeinsam mit einer Person aus einer anderen Generation teilzunehmen: Enkel, Großeltern, Tante oder Eltern – Hauptsache, ihr habt Lust, euch Geschichten zu erzählen. Auch Einzelpersonen sind willkommen.“ Inspiriert von den Forecast-Künstler*innen entwickeln Lena Düspohl und Ute Lindenbeck gemeinsam mit den Teilnehmer*innen Fragen und tauschen Geschichten aus: Welche Lieder singst du gern? Wie war es, aufzuwachsen? Wovor hattest du Angst? Die Geschichten werden aufgenommen und mit passenden Geräuschen experimentiert. So entsteht ein kleines Hörspiel, das gemeinsam angehört wird.

Gustavo Gomes: „Performing Memory and Telling Stories with the Body“
Ausgehend von einer verkörperten Praxis beginnt die Session mit der direkten Erfahrung von Wahrnehmung und entfaltet sich schrittweise zu einer vertieften Auseinandersetzung mit körperlichen Empfindungen und dem Aktivieren von Erinnerung. Durch angeleitete Improvisationen mit Bewegung und Stimme, somatische Techniken, performative Übungen sowie das Teilen von Geschichten werden die Teilnehmenden eingeladen, Geschichten mit und durch den Körper zu erzählen – und Erinnerung als lebendigen, physischen Prozess zu erfahren, der sich fortlaufend verändert und neu formt. Ausgehend von Themen wie Verkörperung, Transformation und sensorischer Wahrnehmung eröffnet der Workshop einen Raum, in dem der Körper zugleich Archiv und Medium wird und persönliche Erfahrungen mit kollektiver und wahrnehmungsbezogener Forschung verbindet.

Oscar van Leest: Cracklebox Workshop
Der Cracklebox Workshop ist ein praxisorientierter, eintägiger Kurs, in dem Teilnehmende – sowohl Anfänger:innen als auch Fortgeschrittene – ein kleines elektronisches Gerät bauen, das beim Berühren chaotische Klänge erzeugt. Der Workshop kombiniert Löten, Experimentieren und kreatives Arbeiten mit Klang und regt dazu an, mit Elektronik und unkonventionellen Formen musikalischen Ausdrucks zu experimentieren. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Teilen und Ausprobieren der entstandenen Instrumente.

Joaquín Mora: „The sound that remains“
Der Spaziergang lädt Teilnehmende dazu ein, die klangliche Identität eines Ortes durch gemeinsames Hören zu entdecken. Anstatt Klang aus einer technischen oder wissenschaftlichen Perspektive zu analysieren, schafft die Erfahrung einen geteilten Aufmerksamkeitsraum, in dem Zuhören zu einer Möglichkeit wird, sich mit dem Ort und den dort anwesenden Menschen zu verbinden. Während des Spaziergangs werden Geschichten geteilt und unterschiedliche Klangerfahrungen erkundet. Teile des Weges finden in Stille statt, um Beobachtung und Wahrnehmung zu vertiefen. Im Anschluss lädt ein kurzer, etwa zehnminütiger Reflexionskreis dazu ein, die Erfahrungen gemeinsam auszutauschen.

Flora Detraz: Screaming Workshop
Die Teilnehmenden erkunden Schreien als eine kollektive, kathartische Kraft – als Werkzeug für Befreiung, Verbindung und Selbstermächtigung. Durch stimmliche und körperliche Experimente werden sie dazu eingeladen, ihre Stimmen zu befreien und die Intensität einer gemeinsamen, expressiven Energie zu erfahren.

Nurah Farahat: „KINDASA: Building Audiovisual Instruments“
Forecast-Alumna Nurah Farahat zeigt, wie sich audiovisuelle Instrumente in Echtzeit von Grund auf entwickeln lassen. Sie wird außerdem verschiedene Instrumente zerlegen, ihre einzelnen Ebenen erläutern und sie im Laufe des Prozesses neu zusammensetzen. Im Mittelpunkt steht weniger das Werkzeug als die Methode: Wie findet man sich in der Komplexität und der Vielzahl an Möglichkeiten, Software und Themen zurecht? Wie behält man die Orientierung, während man noch herausfindet, was das Instrument werden möchte? Nurah gibt Einblick in den Entstehungsprozess ihres AV-Projekts KINDASA – live und im Moment des Geschehens. Den Abschluss bildet eine gemeinsame kurze Ambient-AV-Session.

Cast

Mentor*innen
Heinali
Vidura Bandara Rajapaksa
Lucy McRae
Almagul Menlibayeva
Tom Cassani
Keren Cytter

Nominees
Emilie Largier
Hsiang-Sheng Teng
Christopher Yarnell
Lena Becerra
Amy Chiao
Jiaqing Mo
Camila Flores-Fernández
Poyuan Juan
Ana Mikadze
Pablo V Cazares
Mariana Carrilho
Anna Ivchenko
Anna Flanagan
Nadir Sönmez
Mahesh Subramaniam
Brandon Aguirre
Siming Lu
Xabiso Vili

LINA-Fellows & Alumni
Gustavo Gomes
Oscar van Leest
Joaquín Mora
Flora Detraz
Nurah Faraha
Lena Düspohl
Ute Lindenbeck
Bijan Moosavi
Diane Cescutti

Biografien

Oleh Shpudeiko, bekannt als Heinali, ist Komponist und Soundkünstler, dessen Arbeit frühe westliche Musik durch elektronische Komposition und modulare Synthese neu erschließt und die Vergangenheit als „fernen Spiegel“ nutzt, um Widersprüche des zeitgenössischen Lebens sichtbar zu machen. Geboren in Kyjiw, erlangte Heinali internationale Anerkennung mit „Madrigals“ (2020), einem Werk, das Improvisationen auf historischen Instrumenten mit quasi-renaissancistischer Polyphonie verbindet, die mithilfe eines modularen Synthesizers erzeugt wird.

Vidura Bandara Rajapaksa ist Comedian, Autor und Regisseur. Zu seinen selbst entwickelten und geschriebenen Comedyprogrammen zählen „Monsoon Season“ (2022), „French Kiss Tunnel“ (2024) und „Woodapple Jam“ (2024). Mit seinem trockenen Humor schafft es Bandara Rajapaksa, sein Publikum zu unterhalten und zugleich konventionelle Denkmuster infrage zu stellen – mit einem einzigartigen Ton, der oft frech, bisweilen scharf und stets urkomisch ist.

Lucy McRae leitet ein multidisziplinäres Kunst- und Forschungsstudio, das die Auswirkungen von Technologie und Wissenschaft auf den Planeten und die Natur untersucht. McRae entwickelt neue Narrative darüber, wie zukünftige Technologien menschliche Intimität, Reproduktion, Biologie und Gesundheit verändern könnten, und rückt dabei die ethischen Implikationen von Gentechnik in den Fokus. In spekulativen, weltbildenden Ansätzen nutzt ihre Arbeit Hypothesen als Werkzeug, um zu hinterfragen, wer wir sind, wie wir uns zu unseren Körpern verhalten und wohin wir uns möglicherweise entwickeln.

Die Künstlerin Almagul Menlibayeva arbeitet mit Video, Fotografie und KI-geformten Cyber-Textilien. In ihrer Praxis interpretiert sie zeitgenössische Prozesse in Zentralasien durch Mythologien und kollektive Erinnerung neu und stellt die Autonomie von Frauen in den Mittelpunkt – ausgehend vom Erbe eines nomadischen Feminismus, insbesondere in der kasachischen Kultur. Ihre Arbeit reflektiert Umweltzerstörung, Modernisierung sowie die Politik von Sichtbarkeit in globalen Bildsystemen. Menlibayeva hat international auf bedeutenden Biennalen ausgestellt, darunter unter anderem in Venedig, Sydney, Südkorea, Thailand und Ulaanbaatar.

Tom Cassani ist ein preisgekrönter Performancekünstler, der mit Magie und dem Körper arbeitet. Seine künstlerischen Auseinandersetzungen basieren auf einem erweiterten Verständnis von Magie und verbinden Strategien der Live Art, Techniken des Zirkus-Sideshows und Methoden der Illusion zu nahezu unmöglichen Formen der Performancekunst. 2023 war er Forecast-Mentee bei der renommierten Choreografin Florentina Holzinger, woraus die Grundlage für seine Soloarbeit „Iterations“ hervorging.

Keren Cytter ist insbesondere für ihre Bewegtbildarbeiten und Theaterproduktionen bekannt, in denen die Grenzen zwischen Kino, Performance und Probe verschwimmen. Ihre Praxis ist geprägt von Fragmentierung, Wiederholung und abrupten tonalen Wechseln und rückt Sprache, Geste und Struktur stärker in den Vordergrund als narratives Erzählen. Cytter untersucht in ihren Arbeiten Beziehungen, Geschlechterrollen, Begehren und zwischenmenschliche Konflikte und zeigt Intimität als etwas Inszeniertes, Geprobtes und Performtes.

Als internationales Mentorship-Programm und transdisziplinäres Netzwerk für Wissensproduktion unter der künstlerischen Leitung von Freo Majer bietet Forecast Künstler*innen und kreativen Denker*innen aus aller Welt die Möglichkeit, an der Seite namhafter Mentor*innen ihre eigenen Projekte zu präsentieren und zu verwirklichen. Forecast gewährt über Disziplinen und Genres hinweg Einblicke in kreative Produktionsprozesse und gibt Fragestellungen Raum, die für eine kommende Generation prägender Köpfe wichtig sind.

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