MaerzMusik 2026: Cybernetic Entanglements

Viola Yip / Ken Ueno

Konzert Performance

Eine Frau im schwarzen Kleid und ein Mann im grauen Anzug stehen vor einer grauen Wand. Ein langer durchsichtiger Schlauch ist teilweise um die beiden gewickelt.

Viola Yip & Ken Ueno © David Beecroft

Tickets Tickets

Ticketpreise

20 Euro ermäßigt 15 Euro

Die Tickets werden über die Ticketing-Plattform der Berliner Festspiele verkauft. Infos unter: www.berlinerfestspiele.de/maerz-musik

Ticketpreise

20 Euro ermäßigt 15 Euro

Die Tickets werden über die Ticketing-Plattform der Berliner Festspiele verkauft. Infos unter: www.berlinerfestspiele.de/maerz-musik

„Cybernetic Entanglements“ ist ein neues Werk, in dessen Fokus ein neuartiges, tragbares Musikinstrument steht, das Ken Ueno und Viola Yip gemeinsam spielen. Das Instrument ist weder Kostüm noch Prothese, sondern bildet eine operative Komponente in einem kybernetischen System, in dem die Körper der Interpret*innen als Teil der Maschine selbst fungieren. Anstatt Technologie als bloße Erweiterung des Körpers zu betrachten, postuliert das Werk eine dynamischere und durchlässigere Beziehung, in der Körper und Maschine sich kontinuierlich gegenseitig hervorbringen.

Mittels Echtzeit-Sensorik, Zuhören…

weiterlesen

„Cybernetic Entanglements“ ist ein neues Werk, in dessen Fokus ein neuartiges, tragbares Musikinstrument steht, das Ken Ueno und Viola Yip gemeinsam spielen. Das Instrument ist weder Kostüm noch Prothese, sondern bildet eine operative Komponente in einem kybernetischen System, in dem die Körper der Interpret*innen als Teil der Maschine selbst fungieren. Anstatt Technologie als bloße Erweiterung des Körpers zu betrachten, postuliert das Werk eine dynamischere und durchlässigere Beziehung, in der Körper und Maschine sich kontinuierlich gegenseitig hervorbringen.

Mittels Echtzeit-Sensorik, Zuhören und Interaktion erzeugt das System eine Klangwelt, die von Mikrogesten, Haltungsänderungen und verkörpertem Timing geprägt ist. Diese Interaktionen artikulieren nichtlineare und relationale Klangprozesse und zeigen auf, wie Handlungsfähigkeit nicht aus einem einzelnen menschlichen oder technischen Element entsteht, sondern aus ihrer verflochtenen Koexistenz. Das Instrument wird zu einem Ort der Aushandlung zwischen Absicht und Automatisierung, Kontrolle und Kontingenz, Intimität und Interferenz.

„Cybernetic Entanglements“ stellt die Einzigartigkeit des Körpers der individuellen Performer*innen auf der Bühne in den Vordergrund und setzt sich damit auseinander, wie diese von ihren jeweils unterschiedlichen Hintergründen, Genderzuschreibungen und Lebenswegen geprägt werden. Der Unterschied ist kein symbolischer, sondern materiell wirksam: Er beeinflusst, wie Wahrnehmung stattfindet, Signale übertragen werden und sich Klang in der Zeit entfaltet. Auf diese Weise definiert das Werk den Akt der Verkörperung als aktive kompositorische Kraft neu. Das Stück ist demnach im Rahmen der wie von Yuk Hui definierten, sogenannten Technodiversität situiert und artikuliert eine Kosmotechnik der Verkörperung: Der Kreislauf selbst fungiert als situierte Kosmologie der Beziehung, der Differenz und des Werdens. Er schlägt eine alternative Vision des zeitgenössischen Musizierens vor, in der Technologie Unterschiede nicht auslöscht, sondern die Komplexität von Beziehungen verstärkt und neue Formen der klanglichen, körperlichen und kulturellen Wechselbeziehung kultiviert.

→ Zum gesamten Programm von MaerzMusik 2026 im Radialsystem

Besuchshinweise

Dauer
Ca. 60 Minuten

Cast

credits open icon
credits close icon

Komposition und Performance
Viola Yip
Ken Ueno

Cast

Komposition und Performance
Viola Yip
Ken Ueno

Biografien

credits open icon
credits close icon

Viola Yip ist Komponistin, Performerin, Improvisatorin, Klangkünstlerin und Instrumentenbauerin aus Hongkong. Sie entwickelt einzigartige, selbstgebaute Instrumente und klangbasierte Werke an der Schnittstelle zwischen Komposition, Performance und Improvisation. Mit Klang untersucht sie die komplexen, dynamischen Beziehungen zwischen Materialität, neuen Medien, vierdimensionalem Raum, menschlichem Körper und Maschinenkörper.

Ken Ueno ist Komponist, Sänger, Klangkünstler und Professor an der UC Berkeley. Er ist Träger des Berlin- und des Rompreises. Ein Großteil von Uenos Musik ist ‚personenbezogen‘. Dabei werden die Feinheiten der Aufführungssprache einer bestimmten Person in den Vordergrund gerückt, die untrennbar mit der Aura dieser Interpret*in verschmolzen sind. In einer zunehmend digitalisierten Welt stellt er die Personenbezogenheit gegen die Kräfte, die uns alle anonym machen.

Biografien

Viola Yip ist Komponistin, Performerin, Improvisatorin, Klangkünstlerin und Instrumentenbauerin aus Hongkong. Sie entwickelt einzigartige, selbstgebaute Instrumente und klangbasierte Werke an der Schnittstelle zwischen Komposition, Performance und Improvisation. Mit Klang untersucht sie die komplexen, dynamischen Beziehungen zwischen Materialität, neuen Medien, vierdimensionalem Raum, menschlichem Körper und Maschinenkörper.

Ken Ueno ist Komponist, Sänger, Klangkünstler und Professor an der UC Berkeley. Er ist Träger des Berlin- und des Rompreises. Ein Großteil von Uenos Musik ist ‚personenbezogen‘. Dabei werden die Feinheiten der Aufführungssprache einer bestimmten Person in den Vordergrund gerückt, die untrennbar mit der Aura dieser Interpret*in verschmolzen sind. In einer zunehmend digitalisierten Welt stellt er die Personenbezogenheit gegen die Kräfte, die uns alle anonym machen.

Besuchshinweise

Dauer
Ca. 60 Minuten

Credits

credits open icon
credits close icon

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / MaerzMusik. „Cybernetic Entanglements“ ist ein Auftragswerk von MaerzMusik und des Center for New Music and Audio Technologies (CNMAT), University of California, Berkeley.

Credits

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / MaerzMusik. „Cybernetic Entanglements“ ist ein Auftragswerk von MaerzMusik und des Center for New Music and Audio Technologies (CNMAT), University of California, Berkeley.

„Cybernetic Entanglements“ ist ein neues Werk, in dessen Fokus ein neuartiges, tragbares Musikinstrument steht, das Ken Ueno und Viola Yip gemeinsam spielen. Das Instrument ist weder Kostüm noch Prothese, sondern bildet eine operative Komponente in einem kybernetischen System, in dem die Körper der Interpret*innen als Teil der Maschine selbst fungieren. Anstatt Technologie als bloße Erweiterung des Körpers zu betrachten, postuliert das Werk eine dynamischere und durchlässigere Beziehung, in der Körper und Maschine sich kontinuierlich gegenseitig hervorbringen.

Mittels Echtzeit-Sensorik, Zuhören und Interaktion erzeugt das System eine Klangwelt, die von Mikrogesten, Haltungsänderungen und verkörpertem Timing geprägt ist. Diese Interaktionen artikulieren nichtlineare und relationale Klangprozesse und zeigen auf, wie Handlungsfähigkeit nicht aus einem einzelnen menschlichen oder technischen Element entsteht, sondern aus ihrer verflochtenen Koexistenz. Das Instrument wird zu einem Ort der Aushandlung zwischen Absicht und Automatisierung, Kontrolle und Kontingenz, Intimität und Interferenz.

„Cybernetic Entanglements“ stellt die Einzigartigkeit des Körpers der individuellen Performer*innen auf der Bühne in den Vordergrund und setzt sich damit auseinander, wie diese von ihren jeweils unterschiedlichen Hintergründen, Genderzuschreibungen und Lebenswegen geprägt werden. Der Unterschied ist kein symbolischer, sondern materiell wirksam: Er beeinflusst, wie Wahrnehmung stattfindet, Signale übertragen werden und sich Klang in der Zeit entfaltet. Auf diese Weise definiert das Werk den Akt der Verkörperung als aktive kompositorische Kraft neu. Das Stück ist demnach im Rahmen der wie von Yuk Hui definierten, sogenannten Technodiversität situiert und artikuliert eine Kosmotechnik der Verkörperung: Der Kreislauf selbst fungiert als situierte Kosmologie der Beziehung, der Differenz und des Werdens. Er schlägt eine alternative Vision des zeitgenössischen Musizierens vor, in der Technologie Unterschiede nicht auslöscht, sondern die Komplexität von Beziehungen verstärkt und neue Formen der klanglichen, körperlichen und kulturellen Wechselbeziehung kultiviert.

→ Zum gesamten Programm von MaerzMusik 2026 im Radialsystem

Cast

Komposition und Performance
Viola Yip
Ken Ueno

Biografien

Viola Yip ist Komponistin, Performerin, Improvisatorin, Klangkünstlerin und Instrumentenbauerin aus Hongkong. Sie entwickelt einzigartige, selbstgebaute Instrumente und klangbasierte Werke an der Schnittstelle zwischen Komposition, Performance und Improvisation. Mit Klang untersucht sie die komplexen, dynamischen Beziehungen zwischen Materialität, neuen Medien, vierdimensionalem Raum, menschlichem Körper und Maschinenkörper.

Ken Ueno ist Komponist, Sänger, Klangkünstler und Professor an der UC Berkeley. Er ist Träger des Berlin- und des Rompreises. Ein Großteil von Uenos Musik ist ‚personenbezogen‘. Dabei werden die Feinheiten der Aufführungssprache einer bestimmten Person in den Vordergrund gerückt, die untrennbar mit der Aura dieser Interpret*in verschmolzen sind. In einer zunehmend digitalisierten Welt stellt er die Personenbezogenheit gegen die Kräfte, die uns alle anonym machen.

Auch interessant

Hinweis zur Verwendung von Cookies
Das Radialsystem speichert keine personenbezogenen Daten der Websitebesucher*innen. Details in unsererDatenschutzerklärung.