Listening Session und Konzertfilm: Outernational

Gespräch

Mehr zu den Performer*innen

Kamilya Jubran ist eine der prägendsten und einflussreichsten Stimmen der arabischen Avantgarde. Sie durchdringt traditionelle musikalische Einflüsse mit der ihr eigenen Experimentierfreude und spielt dabei mit musikalischen Erwartungshaltungen. Begleitet von Werner Hasler begibt sich die Sängerin mit ihrem neuen Programm „Wa“ – was auf Arabisch „und“ bedeutet – in neue musikalische Räume – quadrofonisch verstärkte Texturen, die im nächsten Augenblick in sich zusammenfallen.
Cevdet Erek widmet seine langjährig entwickelte Performance der Davul, einer Bassdrum, die zu den ältesten Trommeln weltweit gehört und in Regionen des östlichen Europas sowie des Mittleren Ostens verbreitet ist. Seine Spielweise ist einzigartig und umfasst komplexe, traditionelle Tanzrhythmen über technoähnliche bis zu sensibel-archaischen Beats. Eingerahmt wird das Programm von Barock- und Renaissanceklängen, die alte Hörräume zwischen Fundament bis Ornament aufspannen – gespielt von Andreas Arend auf der Theorbe, David-Maria Gramse auf der Violine und Liam Byrne auf der Gambe.

Mehr zu Outernational

Musik als Geschichte von Wandel und Migration: „Outernational“ ist eine neue transtraditionelle Konzertreihe im radialsystem, die sich auf die Suche nach einer zeitgenössischen, hybriden, globalen Musik ohne Exotismen und Essenzialismen macht. In Zusammenarbeit mit herausragenden Solist*innen präsentiert „Outernational“ interdisziplinäre Programme, die im radialsystem Premiere feiern und anschließend an verschiedenen Orten in Europa gastieren. Ergänzt werden die Konzerte mit politischen, sozialen und postkolonialen Fragestellungen im Rahmen von „Outernational Listening Sessions“.

Am 20. Januar 2021 um 19 Uhr folgte die zweite Outernational „Listening Session“. In dieser Ausgabe setze sich Prof. Dr. Naika Foroutan, Direktorin und Leiterin der Abteilung „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung und die Sozialwissenschaftlerin Esra Küçük, Geschäftsführerin der Allianz Kulturstiftung mit Fragen der postmigrantischen Gesellschaft auseinander.

Nach dem Start der Reihe Ende Oktober trafen beim zweiten „Outernational“-Konzert im Dezember Kamilya Jubran, Werner Hasler und Cevdet Erek im radialsystem ohne Publikum aufeinander – die musikalische Begegnung wurde gefilmt und wird am 15. Januar 2021 um 19 Uhr auf dieser Seite veröffentlicht.

https://www.youtube.com/5p_VhYsXOZ0

Das ursprünglich für den 15. Dezember geplante live-Programm wurde aufgrund der aktuellen Situation umkonzeptioniert und wird nun als Konzertfilm präsentiert, in dem Videoaufnahmen aus dem radialsystem mit Soundaufnahmen der Künstler*innen kombiniert werden, die nicht nach Berlin reisen konnten. Ergänzt wird das Konzert um eine „Outernational Listening Session“, in der sich Prof. Dr. Naika Foroutan, Direktorin und Leiterin der Abteilung „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung, und die Sozialwissenschaftlerin Esra Küçük, Geschäftsführerin der Allianz Kulturstiftung, mit Fragen der post-migrantischen Gesellschaft auseinandersetzen.

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