Talks on Curatorial and Artistic Practice: Hannah Kruse
Eine Gesprächsreihe der OnCurating Academy Berlin und Dorothee Richter
Gespräch
Ticketpreise
Eintritt frei
Die Veranstaltungen kann auch über Zoom besucht werden. Anmeldung erforderlich
Hannah Kruse: Goldrausch Künstlerinnenprojekt – ein feministisches Netzwerk und Weiterbildungsprogramm in Berlin
Das 1989 gegründete Goldrausch Künstlerinnenprojekt ist in seiner Ausrichtung einzigartig: Das Projekt bietet ein einjähriges Postgraduiertenprogramm für FLINTA-Künstler*innen. Auch im Jahr 2026 besteht in der bildenden Kunst nach wie vor ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern – obwohl FLINTA-Künstler*innen die Mehrheit der Absolvent*innen an Kunsthochschulen stellen. Sind sie erst einmal als Profis etabliert, sehen sich FLINTA-Künstler*innen mit einem geschlechtsspezifischen Lohngefälle von etwa 30 Prozent konfrontiert (laut KSK), das eng mit geringeren Ausstellungsmöglichkeiten, intersektionalen Barrieren und dem gender care gap verbunden ist. Das Goldrausch-Programm begegnet diesem Ungleichgewicht, indem es den Teilnehmer*innen spezifische berufliche Kompetenzen vermittelt und ihre Sichtbarkeit erhöht. Jede Künstler*in erstellt einen individuellen Katalog; und das Jahr gipfelt in einer Gruppenausstellung, die oft von Berlins gemeinnützigen städtischen Galerien ausgerichtet wird und ein großes Publikum anzieht.
Das unabhängige Programm, das vom Berliner Senat und dem Europäischen Sozialfonds finanziert wird, hat sich parallel zur Kunstszene der Stadt weiterentwickelt. In diesem Vortrag werden die pädagogische Philosophie und die Inhalte des Programms beleuchtet sowie die Frage, wie sich die Veränderungen in der Berliner Kunstszene auf die Arbeitsbedingungen der Künstler*innen ausgewirkt haben. Was zieht die Teilnehmer*innen an? Und welchen nachhaltigen Nutzen ziehen sie aus der Teilnahme, sowohl während als auch nach dem Programm? Es sind die einzelnen Künstler*innen, die Berlins lebendige Kunstszene am Leben erhalten. Doch die Kunstszene steht vor drastischen Kürzungen – Empowerment und Solidarität sind wichtiger denn je. Goldrausch hat sich zum Ziel gesetzt, Raum für Frauen und FLINTA-Künstler*innen in der Berliner Kunstszene zu schaffen, getrieben von der Überzeugung, dass Inklusivität allen zugutekommt.
Die Gesprächsreihe „Talks on Curational and Artistic Practice” der OnCurating Academy Berlin und Dorothee Richter, die seit Dezember 2024 im Radialsystem fortgesetzt wird, bietet einen Raum für kritisches kuratorisches Denken und neue Perspektiven und Formate kuratorischer Praktiken. Die OnCurating Academy Berlin hat es sich als internationales Postgraduiertenprogramm und Plattform zur Aufgabe gemacht, die Gemeinschaft von angehenden Kurator*innen, Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen zu stärken.
Der Schwerpunkt der Gesprächsreihe liegt, aufbauend auf der Plattform und dem Postgraduiertenprogramm OnCurating, auf der (Weiter-)Entwicklung von kooperativen und interdisziplinären Arbeitsmethoden. Kuratieren bedeutet, durch Zusammenarbeit innovative Strukturen für die Präsentation kultureller Artefakte zu schaffen. In der kuratorischen Praxis greifen Kunst, digitale Medien, Design und Architektur auf neue Art und Weise ineinander, die immer wieder neu zusammengedacht werden müssen.
Sprache
In englischer Sprache
Cast
Vortrag
Hannah Kruse
Cast
Vortrag
Hannah Kruse
Biografien
Hannah Kruse ist Arts Managerin, Kuratorin und Dozentin. Nach ihrem Studium der Bildenden Kunst und Kunsttheorie an den Kunstakademien Stuttgart und Karlsruhe sowie an der Universität der Künste Berlin (UdK) absolvierte sie das postgraduale Whitney Museum Independent Study Program im Bereich Curatorial Studies in New York. Kruse arbeitete in der Kunstproduktion und -entwicklung sowohl für Künstler*innen als auch für Non-Profit-Organisationen und koordinierte Kunstveranstaltungen und Ausstellungen in New York, Berlin und London. In den Jahren 2002/03 war sie Geschäftsführerin der Chisenhale Gallery in London, die sich auf erste institutionelle Ausstellungen junger Künstler*innen spezialisiert. Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt auf der Schaffung von gleichberechtigtem Zugang und fairen Chancen für Künstlerinnen im Bereich der Bildenden Kunst. Dabei setzt sie auf Ansätze, die intersektionale Barrieren abbauen – durch Weiterbildung, Empowerment und Sichtbarkeit. Seit 2004 ist Hannah Kruse Projektleiterin des Goldrausch Künstlerinnenprojekts. Darüber hinaus hat sie Seminare und Workshops am Institut für Kunst im Kontext der UdK, an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, der HFBK Hamburg sowie an weiteren Kunsthochschulen unterrichtet. Sie war zudem mehrfach Mitglied in Kommissionen für Kunst im öffentlichen Raum und wurde regelmäßig in Juries für Projektförderungen und Stipendien berufen.
OnCurating Academy Berlin ist ein internationales Postgraduierten-programm für kuratorische Praxis und Theorie. Sie versteht sich als eine Lern-, Austausch und Weiterbildungsplattform, die mit hybriden Formaten, online und in Kollaboration mit Institutionen in Berlin, Raum für kritisches Kuratieren und neue Perspektiven auf kuratorische Praktiken schafft. Dabei spielen kollektive Formen des Kuratierens, die die Situiertheit von Wissen, die Dekolonialisierung von Kunstinstitutionen, digitale Medien, queer-feministische Perspektiven und Theorien sowie urbane und ökologische Entwicklungen in den Mittelpunkt stellen, entscheidende Rollen.
Dorothee Richter ist Autorin, Kuratorin und Professorin für Contemporary Curating der Fakultät für Bildende Kunst der Universität Reading. Sie ist Mitbegründerin der Plattform oncurating.org.
Biografien
Hannah Kruse ist Arts Managerin, Kuratorin und Dozentin. Nach ihrem Studium der Bildenden Kunst und Kunsttheorie an den Kunstakademien Stuttgart und Karlsruhe sowie an der Universität der Künste Berlin (UdK) absolvierte sie das postgraduale Whitney Museum Independent Study Program im Bereich Curatorial Studies in New York. Kruse arbeitete in der Kunstproduktion und -entwicklung sowohl für Künstler*innen als auch für Non-Profit-Organisationen und koordinierte Kunstveranstaltungen und Ausstellungen in New York, Berlin und London. In den Jahren 2002/03 war sie Geschäftsführerin der Chisenhale Gallery in London, die sich auf erste institutionelle Ausstellungen junger Künstler*innen spezialisiert. Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt auf der Schaffung von gleichberechtigtem Zugang und fairen Chancen für Künstlerinnen im Bereich der Bildenden Kunst. Dabei setzt sie auf Ansätze, die intersektionale Barrieren abbauen – durch Weiterbildung, Empowerment und Sichtbarkeit. Seit 2004 ist Hannah Kruse Projektleiterin des Goldrausch Künstlerinnenprojekts. Darüber hinaus hat sie Seminare und Workshops am Institut für Kunst im Kontext der UdK, an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, der HFBK Hamburg sowie an weiteren Kunsthochschulen unterrichtet. Sie war zudem mehrfach Mitglied in Kommissionen für Kunst im öffentlichen Raum und wurde regelmäßig in Juries für Projektförderungen und Stipendien berufen.
OnCurating Academy Berlin ist ein internationales Postgraduierten-programm für kuratorische Praxis und Theorie. Sie versteht sich als eine Lern-, Austausch und Weiterbildungsplattform, die mit hybriden Formaten, online und in Kollaboration mit Institutionen in Berlin, Raum für kritisches Kuratieren und neue Perspektiven auf kuratorische Praktiken schafft. Dabei spielen kollektive Formen des Kuratierens, die die Situiertheit von Wissen, die Dekolonialisierung von Kunstinstitutionen, digitale Medien, queer-feministische Perspektiven und Theorien sowie urbane und ökologische Entwicklungen in den Mittelpunkt stellen, entscheidende Rollen.
Dorothee Richter ist Autorin, Kuratorin und Professorin für Contemporary Curating der Fakultät für Bildende Kunst der Universität Reading. Sie ist Mitbegründerin der Plattform oncurating.org.
Sprache
In englischer Sprache
Credits
Medienpartnerschaften Radialsystem: The Berliner, taz – die tageszeitung, tip Berlin.
Credits
Medienpartnerschaften Radialsystem: The Berliner, taz – die tageszeitung, tip Berlin.
Hannah Kruse: Goldrausch Künstlerinnenprojekt – ein feministisches Netzwerk und Weiterbildungsprogramm in Berlin
Das 1989 gegründete Goldrausch Künstlerinnenprojekt ist in seiner Ausrichtung einzigartig: Das Projekt bietet ein einjähriges Postgraduiertenprogramm für FLINTA-Künstler*innen. Auch im Jahr 2026 besteht in der bildenden Kunst nach wie vor ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern – obwohl FLINTA-Künstler*innen die Mehrheit der Absolvent*innen an Kunsthochschulen stellen. Sind sie erst einmal als Profis etabliert, sehen sich FLINTA-Künstler*innen mit einem geschlechtsspezifischen Lohngefälle von etwa 30 Prozent konfrontiert (laut KSK), das eng mit geringeren Ausstellungsmöglichkeiten, intersektionalen Barrieren und dem gender care gap verbunden ist. Das Goldrausch-Programm begegnet diesem Ungleichgewicht, indem es den Teilnehmer*innen spezifische berufliche Kompetenzen vermittelt und ihre Sichtbarkeit erhöht. Jede Künstler*in erstellt einen individuellen Katalog; und das Jahr gipfelt in einer Gruppenausstellung, die oft von Berlins gemeinnützigen städtischen Galerien ausgerichtet wird und ein großes Publikum anzieht.
Das unabhängige Programm, das vom Berliner Senat und dem Europäischen Sozialfonds finanziert wird, hat sich parallel zur Kunstszene der Stadt weiterentwickelt. In diesem Vortrag werden die pädagogische Philosophie und die Inhalte des Programms beleuchtet sowie die Frage, wie sich die Veränderungen in der Berliner Kunstszene auf die Arbeitsbedingungen der Künstler*innen ausgewirkt haben. Was zieht die Teilnehmer*innen an? Und welchen nachhaltigen Nutzen ziehen sie aus der Teilnahme, sowohl während als auch nach dem Programm? Es sind die einzelnen Künstler*innen, die Berlins lebendige Kunstszene am Leben erhalten. Doch die Kunstszene steht vor drastischen Kürzungen – Empowerment und Solidarität sind wichtiger denn je. Goldrausch hat sich zum Ziel gesetzt, Raum für Frauen und FLINTA-Künstler*innen in der Berliner Kunstszene zu schaffen, getrieben von der Überzeugung, dass Inklusivität allen zugutekommt.
Die Gesprächsreihe „Talks on Curational and Artistic Practice” der OnCurating Academy Berlin und Dorothee Richter, die seit Dezember 2024 im Radialsystem fortgesetzt wird, bietet einen Raum für kritisches kuratorisches Denken und neue Perspektiven und Formate kuratorischer Praktiken. Die OnCurating Academy Berlin hat es sich als internationales Postgraduiertenprogramm und Plattform zur Aufgabe gemacht, die Gemeinschaft von angehenden Kurator*innen, Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen zu stärken.
Der Schwerpunkt der Gesprächsreihe liegt, aufbauend auf der Plattform und dem Postgraduiertenprogramm OnCurating, auf der (Weiter-)Entwicklung von kooperativen und interdisziplinären Arbeitsmethoden. Kuratieren bedeutet, durch Zusammenarbeit innovative Strukturen für die Präsentation kultureller Artefakte zu schaffen. In der kuratorischen Praxis greifen Kunst, digitale Medien, Design und Architektur auf neue Art und Weise ineinander, die immer wieder neu zusammengedacht werden müssen.
Cast
Vortrag
Hannah Kruse
Biografien
Hannah Kruse ist Arts Managerin, Kuratorin und Dozentin. Nach ihrem Studium der Bildenden Kunst und Kunsttheorie an den Kunstakademien Stuttgart und Karlsruhe sowie an der Universität der Künste Berlin (UdK) absolvierte sie das postgraduale Whitney Museum Independent Study Program im Bereich Curatorial Studies in New York. Kruse arbeitete in der Kunstproduktion und -entwicklung sowohl für Künstler*innen als auch für Non-Profit-Organisationen und koordinierte Kunstveranstaltungen und Ausstellungen in New York, Berlin und London. In den Jahren 2002/03 war sie Geschäftsführerin der Chisenhale Gallery in London, die sich auf erste institutionelle Ausstellungen junger Künstler*innen spezialisiert. Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt auf der Schaffung von gleichberechtigtem Zugang und fairen Chancen für Künstlerinnen im Bereich der Bildenden Kunst. Dabei setzt sie auf Ansätze, die intersektionale Barrieren abbauen – durch Weiterbildung, Empowerment und Sichtbarkeit. Seit 2004 ist Hannah Kruse Projektleiterin des Goldrausch Künstlerinnenprojekts. Darüber hinaus hat sie Seminare und Workshops am Institut für Kunst im Kontext der UdK, an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, der HFBK Hamburg sowie an weiteren Kunsthochschulen unterrichtet. Sie war zudem mehrfach Mitglied in Kommissionen für Kunst im öffentlichen Raum und wurde regelmäßig in Juries für Projektförderungen und Stipendien berufen.
OnCurating Academy Berlin ist ein internationales Postgraduierten-programm für kuratorische Praxis und Theorie. Sie versteht sich als eine Lern-, Austausch und Weiterbildungsplattform, die mit hybriden Formaten, online und in Kollaboration mit Institutionen in Berlin, Raum für kritisches Kuratieren und neue Perspektiven auf kuratorische Praktiken schafft. Dabei spielen kollektive Formen des Kuratierens, die die Situiertheit von Wissen, die Dekolonialisierung von Kunstinstitutionen, digitale Medien, queer-feministische Perspektiven und Theorien sowie urbane und ökologische Entwicklungen in den Mittelpunkt stellen, entscheidende Rollen.
Dorothee Richter ist Autorin, Kuratorin und Professorin für Contemporary Curating der Fakultät für Bildende Kunst der Universität Reading. Sie ist Mitbegründerin der Plattform oncurating.org.


