„Spiegelneuronen” von Stefan Kaegi

Ein dokumentarischer Tanzabend mit Publikum von Sasha Waltz & Guests mit Rimini Protokoll

Performance / Tanz

Sitzendes Publikum von hinten mit teilweise nach oben gestreckten Armen sitzen vor einem Spiegel.

Probenfoto Spiegelneuronen © Christina Voigt

Sitzendes Publikum von der Seite mit teilweise nach oben gestreckten Armen sitzen vor einem Spiegel.

Probenfoto Spiegelneuronen © Christina Voigt

Videostill einer Probe von Spiegelneuronen.

Probe "Spiegelneuronen" © Sasha Waltz & Guests

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Ticketpreise

40 Euro ermäßigt 32 Euro
30 Euro ermäßigt 24 Euro
22 Euro ermäßigt 18 Euro
15 Euro ermäßigt 12 Euro

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Gefühle, Lachen, Gähnen, manche Bewegungen haben eine ansteckende Wirkung. In der Neurowissenschaft vermutet man, dass bestimmte Vorgänge im Gehirn spiegelnde Effekte produzieren, die ein Schlüssel zur Erklärung von Empathie und gegenseitigem Verstehen sein könnten.

„Spiegelneuronen“ ist eine Einladung zu einem ‘körperlichen Nachdenken’ über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft: Der dokumentarische Tanzabend von Stefan Kaegi/Rimini Protokoll in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz & Guests, der Ende August im Radialsystem seine Deutschlandpremiere feiert, ist ein Experiment. In jeder Aufführung von neuem. Das Publikum ist ein wesentlicher Teil des Experiments, denn es ist eingeladen, nicht nur die Entstehung von tänzerischer Bewegung zu beobachten, sondern sich auch selbst zu bewegen, vom Sitzplatz aus als aktiver Teil eines gemeinsamen Systems zu agieren, sich selbst als Teil einer Art großen Gehirns zu erleben.

Der Zuschauerraum als Hauptaktionsort: Ein Spiegel befindet sich dort, wo normalerweise die Bühne ist. Er reflektiert nicht nur die Tänzer* innen, sondern – wie ein gigantisches Selfie – die ganze Tribüne mit dem Publikum. Im Austausch mit den Tänzer*innen rückt das Publikum selbst ins Zentrum der Bewegungen und erlebt sich nicht nur beim „Verkörpern” von komplexen Bildern, sondern trägt selbst zur Choreografie der Gruppe bei. Über den Spiegel betrachten die Zuschauer*innen sich selbst und die anderen beim Beobachten des Versuchs, in dessen Zentrum sie sitzen.

Die dokumentarische Recherche zu diesem Abend bezieht Perspektiven aus Hirnforschung, Biologie, Soziologie und künstlicher Intelligenz ein, die das Publikum in einer Soundcollage einerseits hört, und andererseits erlebt – vielleicht sogar antizipiert oder sich entzieht.

„Spiegelneuronen” ist die erste Zusammenarbeit von Sasha Waltz & Guests und dem Dokumentartheaterlabel Rimini Protokoll. Aus sehr unterschiedlichen Richtungen kommend, interessieren sich beide künstlerischen Ensembles für die ungewöhnliche Bespielung von Räumen und interdisziplinäres Arbeiten. Nun untersucht Stefan Kaegi gemeinsam mit Tänzer*innen von Sasha Waltz & Guests und dem Publikum das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft mit den Mitteln des Tanzes und einem großen Spiegel. Damit setzt die Tanzcompagnie – nach „remains” von Andrew Schneider 2020 – die Öffnung für neue Handschriften sowie ihr Interesse an künstlerischer Recherche und genreübergreifender Zusammenarbeit mit internationalen Künstler*innen zur Erweiterung ihres Repertoires fort.

Cast

Konzept und Regie
Stefan Kaegi (Rimini Protokoll)

Dramaturgie
Silke Bake

Musik
Tobias Koch

Szenographie
Dominic Huber

Video
Mikko Gaestel

Licht
Martin Hauk

Kostüm
Sandra Tiersch

Repetition
Claudia de Serpa Soares

Tanz Sasha Waltz & Guests
Melissa Kieffer
Dominique McDougal
Francisco Martinez Miranda
Orlando Rodriguez
László Sandig
Claudia de Serpa Soares
Wibke Storkan

Mit den Stimmen von
Christina von Braun
John-Dylan Haynes
Sarah Karim
Tim Landgraf
Nora Schultz
Tania Singer

Biographien

Stefan Kaegi (Konzept und Regie) inszeniert in verschiedensten Konstellationen dokumentarische Theaterstücke, Hörspiele und Stadtrauminszenierungen, die oft wirtschaftliche Verflechtungen auf eine menschliche Komponente herunterbrechen. So tourte Kaegi mit zwei bulgarischen Lastwagenfahrern und einem umgebauten LKW durch die Welt, inszenierte in „Heuschrecken“ 10.000 Insekten und in „Granma“ vier kubanische Enkelkinder der sogenannt revolutionären Generation. Am Théâtre Vidy in Lausanne inszenierte Kaegi „Nachlass“ mit Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, in „Uncanny Valley“ die lebensgroße Kopie des Schriftstellers Thomas Melle als Humanoiden. Seine Audiotour „Remote X“ wurde für Städte wie Los Angeles, Santiago de Chile oder Taipei immer wieder ortsspezifisch adaptiert. Zurzeit ist im Hamburger Schauspielhaus seine „Société Anonyme“ zu sehen. Gemeinsam mit Caroline Barneaud kuratiert er performative Land-Art zu „Shared Landscapes“ in periurbanen Landschaften.

Gemeinsam mit Helgard Haug und Daniel Wetzel arbeitet Kaegi unter dem Label Rimini Protokoll, das 2011 mit dem silbernen Löwen für Theater an der Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde. So inszenierte Rimini Protokoll das Multi-Player-Video-Stück „Situation Rooms“ über den globalen Waffenhandel oder das kleine transportable Gesellschaftsspiel „Hausbesuch Europa“. Im Hamburger Schauspielhaus war die Simulation einer „Weltklimakonferenz“ zu sehen. In Zürich „Weltzustand Davos“. In Städten wie Montréal, São Paulo und Hong Kong inszenierte Rimini Protokoll „100% Stadt“ mit 100 nach statistischen Kriterien ausgewählten Vertreter*innen ihrer Stadt. In Manchester und Lausanne komponierte Rimini Protokoll die Stadtbegehung „Utopolis“ für 48 tragbare Lautsprecher. Unter dem Titel Staat 1-4 entwickelte das Regie-Label eine Tetralogie zu Phänomenen der Post-Demokratie. Fürs Museum entwickelten die drei immersive Kunstinstallationen wie „win<>win“ mit lebenden Quallen oder die begehbare Filmarchitektur „Urban Nature“. Und für die Bühne die Versuchsanordnung „Konferenz der Abwesenden“.

In der Spielzeit 2023/24 feiert Sasha Waltz & Guests 30-jähriges Bestehen: Die Tanzkompanie wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis heute haben zahlreiche Künstler*innen und Ensembles aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Choreografie, Film, Design, Literatur, Mode und Musik aus mehr als 60 Ländern als Gäste an über 100 Produktionen, „Dialoge“-Projekten und Filmen mitgewirkt. Seit der Gründung ist Sasha Waltz & Guests an über 300 internationalen Veranstaltungsorten und auf Festivals in mehr als 50 Ländern und 180 Städten aufgetreten. Im Jahr 2013 wurde das Ensemble zum „Kulturbotschafter der Europäischen Union“ ernannt und 2014 mit dem „george tabori ehrenpreis“ des Fonds Darstellende Künste ausgezeichnet. Neben der Repertoirepflege und dem aktiven Spielbetrieb ist Sasha Waltz & Guests mit der Kinder- und Jugendtanzcompany und verschiedenen Angeboten im Bereich der Wissensvermittlung im Bereich „Education & Community“ aktiv. Mit der Arbeit „In C“, basierend auf Terry Rileys gleichnamiger offener Komposition, entwickelt sich seit Frühjahr 2021 ein System mit einer international wachsenden Community und vielfältigen, nachhaltigen und partizipativen „In C“-Projekten weltweit. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Bitte beachten Sie, dass im Laufe der Vorstellung stellenweise grelles Licht zum Einsatz kommt. Es handelt sich bei „Spiegelneuronen“ um ein partizipatives Theatererlebnis. Es kann stellenweise zu räumlicher Nähe zu den Sitznachbar*innen kommen. Beim Kauf eines Tickets können Einzelsitzplätze am Rand gebucht werden. Das begrenzte Angebot richtet sich speziell an Menschen, für die körperliche Nähe zu anderen Menschen problematisch ist. Alle Zuschauenden sind im Spiegel sichtbar - insbesondere auf den Plätzen in der 1. Reihe.

Credits

Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests in Zusammenarbeit mit Rimini Protokoll. Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, Tanz Köln und Kampnagel – Internationales Zentrum für Schönere Künste.

Medienpartnerschaften: The Berliner, Rausgegangen, taz. die tageszeitung, tip Berlin.

Gefühle, Lachen, Gähnen, manche Bewegungen haben eine ansteckende Wirkung. In der Neurowissenschaft vermutet man, dass bestimmte Vorgänge im Gehirn spiegelnde Effekte produzieren, die ein Schlüssel zur Erklärung von Empathie und gegenseitigem Verstehen sein könnten.

„Spiegelneuronen“ ist eine Einladung zu einem ‘körperlichen Nachdenken’ über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft: Der dokumentarische Tanzabend von Stefan Kaegi/Rimini Protokoll in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz & Guests, der Ende August im Radialsystem seine Deutschlandpremiere feiert, ist ein Experiment. In jeder Aufführung von neuem. Das Publikum ist ein wesentlicher Teil des Experiments, denn es ist eingeladen, nicht nur die Entstehung von tänzerischer Bewegung zu beobachten, sondern sich auch selbst zu bewegen, vom Sitzplatz aus als aktiver Teil eines gemeinsamen Systems zu agieren, sich selbst als Teil einer Art großen Gehirns zu erleben.

Der Zuschauerraum als Hauptaktionsort: Ein Spiegel befindet sich dort, wo normalerweise die Bühne ist. Er reflektiert nicht nur die Tänzer* innen, sondern – wie ein gigantisches Selfie – die ganze Tribüne mit dem Publikum. Im Austausch mit den Tänzer*innen rückt das Publikum selbst ins Zentrum der Bewegungen und erlebt sich nicht nur beim „Verkörpern” von komplexen Bildern, sondern trägt selbst zur Choreografie der Gruppe bei. Über den Spiegel betrachten die Zuschauer*innen sich selbst und die anderen beim Beobachten des Versuchs, in dessen Zentrum sie sitzen.

Die dokumentarische Recherche zu diesem Abend bezieht Perspektiven aus Hirnforschung, Biologie, Soziologie und künstlicher Intelligenz ein, die das Publikum in einer Soundcollage einerseits hört, und andererseits erlebt – vielleicht sogar antizipiert oder sich entzieht.

„Spiegelneuronen” ist die erste Zusammenarbeit von Sasha Waltz & Guests und dem Dokumentartheaterlabel Rimini Protokoll. Aus sehr unterschiedlichen Richtungen kommend, interessieren sich beide künstlerischen Ensembles für die ungewöhnliche Bespielung von Räumen und interdisziplinäres Arbeiten. Nun untersucht Stefan Kaegi gemeinsam mit Tänzer*innen von Sasha Waltz & Guests und dem Publikum das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft mit den Mitteln des Tanzes und einem großen Spiegel. Damit setzt die Tanzcompagnie – nach „remains” von Andrew Schneider 2020 – die Öffnung für neue Handschriften sowie ihr Interesse an künstlerischer Recherche und genreübergreifender Zusammenarbeit mit internationalen Künstler*innen zur Erweiterung ihres Repertoires fort.

Cast

Konzept und Regie
Stefan Kaegi (Rimini Protokoll)

Dramaturgie
Silke Bake

Musik
Tobias Koch

Szenographie
Dominic Huber

Video
Mikko Gaestel

Licht
Martin Hauk

Kostüm
Sandra Tiersch

Repetition
Claudia de Serpa Soares

Tanz Sasha Waltz & Guests
Melissa Kieffer
Dominique McDougal
Francisco Martinez Miranda
Orlando Rodriguez
László Sandig
Claudia de Serpa Soares
Wibke Storkan

Mit den Stimmen von
Christina von Braun
John-Dylan Haynes
Sarah Karim
Tim Landgraf
Nora Schultz
Tania Singer

Biografien

Stefan Kaegi (Konzept und Regie) inszeniert in verschiedensten Konstellationen dokumentarische Theaterstücke, Hörspiele und Stadtrauminszenierungen, die oft wirtschaftliche Verflechtungen auf eine menschliche Komponente herunterbrechen. So tourte Kaegi mit zwei bulgarischen Lastwagenfahrern und einem umgebauten LKW durch die Welt, inszenierte in „Heuschrecken“ 10.000 Insekten und in „Granma“ vier kubanische Enkelkinder der sogenannt revolutionären Generation. Am Théâtre Vidy in Lausanne inszenierte Kaegi „Nachlass“ mit Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, in „Uncanny Valley“ die lebensgroße Kopie des Schriftstellers Thomas Melle als Humanoiden. Seine Audiotour „Remote X“ wurde für Städte wie Los Angeles, Santiago de Chile oder Taipei immer wieder ortsspezifisch adaptiert. Zurzeit ist im Hamburger Schauspielhaus seine „Société Anonyme“ zu sehen. Gemeinsam mit Caroline Barneaud kuratiert er performative Land-Art zu „Shared Landscapes“ in periurbanen Landschaften.

Gemeinsam mit Helgard Haug und Daniel Wetzel arbeitet Kaegi unter dem Label Rimini Protokoll, das 2011 mit dem silbernen Löwen für Theater an der Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde. So inszenierte Rimini Protokoll das Multi-Player-Video-Stück „Situation Rooms“ über den globalen Waffenhandel oder das kleine transportable Gesellschaftsspiel „Hausbesuch Europa“. Im Hamburger Schauspielhaus war die Simulation einer „Weltklimakonferenz“ zu sehen. In Zürich „Weltzustand Davos“. In Städten wie Montréal, São Paulo und Hong Kong inszenierte Rimini Protokoll „100% Stadt“ mit 100 nach statistischen Kriterien ausgewählten Vertreter*innen ihrer Stadt. In Manchester und Lausanne komponierte Rimini Protokoll die Stadtbegehung „Utopolis“ für 48 tragbare Lautsprecher. Unter dem Titel Staat 1-4 entwickelte das Regie-Label eine Tetralogie zu Phänomenen der Post-Demokratie. Fürs Museum entwickelten die drei immersive Kunstinstallationen wie „win<>win“ mit lebenden Quallen oder die begehbare Filmarchitektur „Urban Nature“. Und für die Bühne die Versuchsanordnung „Konferenz der Abwesenden“.

In der Spielzeit 2023/24 feiert Sasha Waltz & Guests 30-jähriges Bestehen: Die Tanzkompanie wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis heute haben zahlreiche Künstler*innen und Ensembles aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Choreografie, Film, Design, Literatur, Mode und Musik aus mehr als 60 Ländern als Gäste an über 100 Produktionen, „Dialoge“-Projekten und Filmen mitgewirkt. Seit der Gründung ist Sasha Waltz & Guests an über 300 internationalen Veranstaltungsorten und auf Festivals in mehr als 50 Ländern und 180 Städten aufgetreten. Im Jahr 2013 wurde das Ensemble zum „Kulturbotschafter der Europäischen Union“ ernannt und 2014 mit dem „george tabori ehrenpreis“ des Fonds Darstellende Künste ausgezeichnet. Neben der Repertoirepflege und dem aktiven Spielbetrieb ist Sasha Waltz & Guests mit der Kinder- und Jugendtanzcompany und verschiedenen Angeboten im Bereich der Wissensvermittlung im Bereich „Education & Community“ aktiv. Mit der Arbeit „In C“, basierend auf Terry Rileys gleichnamiger offener Komposition, entwickelt sich seit Frühjahr 2021 ein System mit einer international wachsenden Community und vielfältigen, nachhaltigen und partizipativen „In C“-Projekten weltweit. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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