Embodied Practices Extended

Elisabete Finger / Pol Pi & Nitsan Margaliot / Tatiana Mejía / Martha Hincapié Charry

Tanz Workshop

Eine Collage aus Pferdeköpfen, Körperteilen und abstrakten Formen

Horses Forces © Elisabete Finger

Anmeldung Anmeldung

Ticketpreise

Eintritt frei.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Workshops richten sich an professionelle Tanzschaffende aller Altersgruppen mit und ohne Behinderung. 

Das gemeinsame Mittagessen findet nur am Samstag statt. Teilnehmende der Formate am Sonntag können selbstverständlich am Essen am Samstag teilnehmen. Da die Kapazität begrenzt ist, bitte wir für die Teilnahme am Essen um Anmeldung. 

Ticketpreise

Eintritt frei.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Workshops richten sich an professionelle Tanzschaffende aller Altersgruppen mit und ohne Behinderung. 

Das gemeinsame Mittagessen findet nur am Samstag statt. Teilnehmende der Formate am Sonntag können selbstverständlich am Essen am Samstag teilnehmen. Da die Kapazität begrenzt ist, bitte wir für die Teilnahme am Essen um Anmeldung. 

Ein Wochenende, in dem geteilte künstlerische Praxis, Dialog und gemeinsam verbrachte Zeit im Mittelpunkt stehen: Fünf Künstler*innen, die in den vergangenen Jahren im Radialsystem in Erscheinung getreten sind, laden professionelle Tanzschaffende dazu ein, eigene Arbeitsweisen und Erfahrungen in einen gemeinsamen künstlerischen Resonanzraum einzubringen. Die vier Formate von „Embodied Practices Extended“ können einzeln oder in Kombination besucht werden und eröffnen vielfältige Möglichkeiten des Begegnens und Austauschs.

Zwischen verkörperten Archiven der Fürsorge, Stimmen des Klagens und Erinnerns, Bewegungen der Zärtlichkeit und Praktiken des ökologischen Trauerns entfaltet sich ein Geflecht aus Körpern, Gesten und Stimmen. „Embodied Practices Extended“ soll die oft unsichtbare, kontinuierliche Arbeit sichtbar machen, die künstlerische Praxis trägt und zusammenhält. Zugleich öffnet sie Raum für das, was noch keine Gestalt gefunden hat.

Ein gemeinsames Essen lädt dazu ein, den Austausch zwischen den einzelnen Sessions fortzusetzen. Sichtbares und unsichtbares verkörpertes Wissen verbindet sich zu einem Raum geteilter Aufmerksamkeit – einem Ort, an dem Praxis zu Beziehung wird, Berührung zu Erkenntnis, Zuhören zu Handlung. ‚Hosting‘ wird hier zur Kunst des Miteinander-Seins: offen, durchlässig und in Transformation.

Sprache

Englisch

Programm

Samstag, 29. November 2025

10:30 - 13:30 Uhr 
Elisabete Finger: „Horses Forces – Embodying Archive Images“

13:30 - 15:30 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

15:30 - 18:30 Uhr
Pol Pi & Nitsan Margaliot : „Variations On Tenderness“

Sonntag, 30. November 2025

11:00 - 14:00 Uhr
Tatiana Mejía: „Resonating Practice“

15:30 - 18:30 Uhr
Martha Hincapié Charry: „EARTH BODIES – environmental grief“

Cast

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Mit
Elisabete Finger
Pol Pi & Nitsan Margaliot
Tatiana Mejía
Martha Hincapié Charry

Cast

Mit
Elisabete Finger
Pol Pi & Nitsan Margaliot
Tatiana Mejía
Martha Hincapié Charry

Biografien

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Elisabete Finger ist eine brasilianische Choreografin und wohnt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Tanz und Choreografie an verschiedenen Orten, darunter im Essais-Programm am CNDC d’Angers (Frankreich) und im Masterstudiengang SODA (UdK/HZT Berlin). In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Unmittelbarkeit von Körpern und Materialien, indem sie deren Anatomien in Bewegung versetzt, Innenseiten und Außenseiten offenlegt und Texturen, Formen und Flüssigkeiten in Bildern und Situationen sichtbar macht, die sich an der Grenze zwischen Anziehung und Verstörung, Schönheit und Hässlichkeit, Zartheit und Gefahr bewegen und dabei häufig soziale und kulturelle Erwartungen herausfordern. Ihre Stücke wurden in Kontexten von Tanz, Performance und bildender Kunst gezeigt, mit Unterstützung brasilianischer und internationaler Institutionen. 2023 war Elisabete Finger im Rahmen des Stipendienprogramms „Weltoffenes Berlin“ Residentin im Radialsystem.

Pol Pi bezeichnet sich als Tanzkünstler und ist mit seiner Kompanie NO DRAMA in verschiedenen Ländern aufgetreten, darunter Frankreich, Brasilien, Spanien, Belgien und Deutschland. Er absolvierte ein Studium der Klassischen Musik an der Universidade de Campinas (Brasilien) und nahm am Masterstudiengang Choreografie in Montpellier teil. Darüber hinaus hat er über einen Hintergrund in Physical Theatre, Butoh und traditionellen brasilianischen Tänzen. Er ist in selbstinduziertem kognitiven Trancezustand (TranceScience Institute) ausgebildet und unterrichtet regelmäßig in medizinischen und sozialen Kontexten, mit Amateur*innen, in der queeren Szene sowie an Tanz- und Kunsthochschulen.

Nitsan Margaliot ist Choreograf, Performer und Kurator. Seine Arbeit setzt sich mit Relationalität durch queere, persönliche und unheimliche Archive auseinander. Er hat einen MFA in Tanz von der University of the Arts in Philadelphia. Seine Arbeiten wurden unter anderem im The 5th Floor Tokyo, 14StreetY NYC, Archiv der Avantgarden – Egidio Marzona, Radialsystem, Berliner Festspiele, Sammlung Hoffmann und Frankfurt LAB gezeigt. Im Jahr 2020 initiierte er gemeinsam mit Sasha Portyannikova und Anna Chwialkowska das Projekt Touching Margins, ein alternatives Archiv. Nitsan war als Artist-in-Residence an Institutionen wie dem Tanzhaus Zürich, HELLERAU und tanzhaus nrw tätig.  

Tatiana Mejía ist Tänzerin und Choreografin aus der Dominikanischen Republik und lebt seit 2011 in Berlin. Ihre Karriere begann in Santo Domingo, wo sie ihre ersten choreografischen Arbeiten entwickelte. Ihre künstlerische Praxis verwebt afrodiasporische, zeitgenössische und experimentelle Tanzformen mit Musik aus einer dekolonialen Perspektive. Sie versteht Bewegung und Klang als lebendige Archive von Erinnerung, Widerstand und Transformation, in denen Körper, Stimme und Medien miteinander verwoben sind. Durch die Auseinandersetzung mit verkörperten Handlungen und der Konfrontation von Stereotypen und kolonialen Narrativen eröffnet ihre Praxis Räume für Heilung, Neuimagination und intersektionale Zukünfte. Sie hat international mit Künstler*innen zusammengearbeitet. Zu ihren eigenen Stücken zählen „Kiskeya“, „Gagá“ und „Sway“, das im April 2024 im Radialsystem Premiere feierte.

Martha Hincapié Charry ist Kolumbianerin mit indigener Herkunft. Als BIPOC-Künstlerin, Choreografin, Performerin und Kuratorin mit dem Schwerpunkt Dekolonialität lebt sie in Berlin. Sie studierte an der Folkwang Hochschule Essen unter der Leitung von Pina Bausch sowie an der Universität der Künste UdK Berlin. 2019 war sie Stipendiatin des Pina Bausch Fellowships für Tanz und Choreografie. Ihre Arbeiten wurden zu Festivals und Veranstaltungsorten in Europa, Asien und den sogenannten Amerikas eingeladen. Seit 2011 ist Martha Hincapié Charry künstlerische Leiterin von „Plataforma/SurReal Berlin“. 2021/22 war sie assoziierte Kuratorin am Radialsystem. In ihrer kuratorischen Arbeit eröffnet sie einen Dialograum zwischen den Kontinenten, in dem durch eine intersektionale Reflexion die Themen Klimachaos, (De-)Kolonialismus und die Beziehung zwischen Kunst, Mensch/mehr-als-Mensch, und die sichtbare mit der unsichtbaren Welt eine Plattform finden. In Verlernräumen befasst sie sich mit den Kämpfen ausgeschlossener BIPoC.

Biografien

Elisabete Finger ist eine brasilianische Choreografin und wohnt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Tanz und Choreografie an verschiedenen Orten, darunter im Essais-Programm am CNDC d’Angers (Frankreich) und im Masterstudiengang SODA (UdK/HZT Berlin). In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Unmittelbarkeit von Körpern und Materialien, indem sie deren Anatomien in Bewegung versetzt, Innenseiten und Außenseiten offenlegt und Texturen, Formen und Flüssigkeiten in Bildern und Situationen sichtbar macht, die sich an der Grenze zwischen Anziehung und Verstörung, Schönheit und Hässlichkeit, Zartheit und Gefahr bewegen und dabei häufig soziale und kulturelle Erwartungen herausfordern. Ihre Stücke wurden in Kontexten von Tanz, Performance und bildender Kunst gezeigt, mit Unterstützung brasilianischer und internationaler Institutionen. 2023 war Elisabete Finger im Rahmen des Stipendienprogramms „Weltoffenes Berlin“ Residentin im Radialsystem.

Pol Pi bezeichnet sich als Tanzkünstler und ist mit seiner Kompanie NO DRAMA in verschiedenen Ländern aufgetreten, darunter Frankreich, Brasilien, Spanien, Belgien und Deutschland. Er absolvierte ein Studium der Klassischen Musik an der Universidade de Campinas (Brasilien) und nahm am Masterstudiengang Choreografie in Montpellier teil. Darüber hinaus hat er über einen Hintergrund in Physical Theatre, Butoh und traditionellen brasilianischen Tänzen. Er ist in selbstinduziertem kognitiven Trancezustand (TranceScience Institute) ausgebildet und unterrichtet regelmäßig in medizinischen und sozialen Kontexten, mit Amateur*innen, in der queeren Szene sowie an Tanz- und Kunsthochschulen.

Nitsan Margaliot ist Choreograf, Performer und Kurator. Seine Arbeit setzt sich mit Relationalität durch queere, persönliche und unheimliche Archive auseinander. Er hat einen MFA in Tanz von der University of the Arts in Philadelphia. Seine Arbeiten wurden unter anderem im The 5th Floor Tokyo, 14StreetY NYC, Archiv der Avantgarden – Egidio Marzona, Radialsystem, Berliner Festspiele, Sammlung Hoffmann und Frankfurt LAB gezeigt. Im Jahr 2020 initiierte er gemeinsam mit Sasha Portyannikova und Anna Chwialkowska das Projekt Touching Margins, ein alternatives Archiv. Nitsan war als Artist-in-Residence an Institutionen wie dem Tanzhaus Zürich, HELLERAU und tanzhaus nrw tätig.  

Tatiana Mejía ist Tänzerin und Choreografin aus der Dominikanischen Republik und lebt seit 2011 in Berlin. Ihre Karriere begann in Santo Domingo, wo sie ihre ersten choreografischen Arbeiten entwickelte. Ihre künstlerische Praxis verwebt afrodiasporische, zeitgenössische und experimentelle Tanzformen mit Musik aus einer dekolonialen Perspektive. Sie versteht Bewegung und Klang als lebendige Archive von Erinnerung, Widerstand und Transformation, in denen Körper, Stimme und Medien miteinander verwoben sind. Durch die Auseinandersetzung mit verkörperten Handlungen und der Konfrontation von Stereotypen und kolonialen Narrativen eröffnet ihre Praxis Räume für Heilung, Neuimagination und intersektionale Zukünfte. Sie hat international mit Künstler*innen zusammengearbeitet. Zu ihren eigenen Stücken zählen „Kiskeya“, „Gagá“ und „Sway“, das im April 2024 im Radialsystem Premiere feierte.

Martha Hincapié Charry ist Kolumbianerin mit indigener Herkunft. Als BIPOC-Künstlerin, Choreografin, Performerin und Kuratorin mit dem Schwerpunkt Dekolonialität lebt sie in Berlin. Sie studierte an der Folkwang Hochschule Essen unter der Leitung von Pina Bausch sowie an der Universität der Künste UdK Berlin. 2019 war sie Stipendiatin des Pina Bausch Fellowships für Tanz und Choreografie. Ihre Arbeiten wurden zu Festivals und Veranstaltungsorten in Europa, Asien und den sogenannten Amerikas eingeladen. Seit 2011 ist Martha Hincapié Charry künstlerische Leiterin von „Plataforma/SurReal Berlin“. 2021/22 war sie assoziierte Kuratorin am Radialsystem. In ihrer kuratorischen Arbeit eröffnet sie einen Dialograum zwischen den Kontinenten, in dem durch eine intersektionale Reflexion die Themen Klimachaos, (De-)Kolonialismus und die Beziehung zwischen Kunst, Mensch/mehr-als-Mensch, und die sichtbare mit der unsichtbaren Welt eine Plattform finden. In Verlernräumen befasst sie sich mit den Kämpfen ausgeschlossener BIPoC.

Programm

Samstag, 29. November 2025

10:30 - 13:30 Uhr 
Elisabete Finger: „Horses Forces – Embodying Archive Images“

13:30 - 15:30 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

15:30 - 18:30 Uhr
Pol Pi & Nitsan Margaliot : „Variations On Tenderness“

Sonntag, 30. November 2025

11:00 - 14:00 Uhr
Tatiana Mejía: „Resonating Practice“

15:30 - 18:30 Uhr
Martha Hincapié Charry: „EARTH BODIES – environmental grief“

Sprache

Englisch

Credits

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„Embodied Practices Extended” findet im Rahmen der Programmreihe „Conjunctions – Acts of being in relation statt. „Conjunctions“ wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Rahmen der Spartenoffenen Förderung. Mit Unterstützung der Radial Stiftung.

Medienpartnerschaften Radialsystem: tip Berlin, The Berliner, Rausgegangen, taz. die tageszeitung

Credits

„Embodied Practices Extended” findet im Rahmen der Programmreihe „Conjunctions – Acts of being in relation statt. „Conjunctions“ wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Rahmen der Spartenoffenen Förderung. Mit Unterstützung der Radial Stiftung.

Medienpartnerschaften Radialsystem: tip Berlin, The Berliner, Rausgegangen, taz. die tageszeitung

Ein Wochenende, in dem geteilte künstlerische Praxis, Dialog und gemeinsam verbrachte Zeit im Mittelpunkt stehen: Fünf Künstler*innen, die in den vergangenen Jahren im Radialsystem in Erscheinung getreten sind, laden professionelle Tanzschaffende dazu ein, eigene Arbeitsweisen und Erfahrungen in einen gemeinsamen künstlerischen Resonanzraum einzubringen. Die vier Formate von „Embodied Practices Extended“ können einzeln oder in Kombination besucht werden und eröffnen vielfältige Möglichkeiten des Begegnens und Austauschs.

Zwischen verkörperten Archiven der Fürsorge, Stimmen des Klagens und Erinnerns, Bewegungen der Zärtlichkeit und Praktiken des ökologischen Trauerns entfaltet sich ein Geflecht aus Körpern, Gesten und Stimmen. „Embodied Practices Extended“ soll die oft unsichtbare, kontinuierliche Arbeit sichtbar machen, die künstlerische Praxis trägt und zusammenhält. Zugleich öffnet sie Raum für das, was noch keine Gestalt gefunden hat.

Ein gemeinsames Essen lädt dazu ein, den Austausch zwischen den einzelnen Sessions fortzusetzen. Sichtbares und unsichtbares verkörpertes Wissen verbindet sich zu einem Raum geteilter Aufmerksamkeit – einem Ort, an dem Praxis zu Beziehung wird, Berührung zu Erkenntnis, Zuhören zu Handlung. ‚Hosting‘ wird hier zur Kunst des Miteinander-Seins: offen, durchlässig und in Transformation.

Cast

Mit
Elisabete Finger
Pol Pi & Nitsan Margaliot
Tatiana Mejía
Martha Hincapié Charry

Biografien

Elisabete Finger ist eine brasilianische Choreografin und wohnt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Tanz und Choreografie an verschiedenen Orten, darunter im Essais-Programm am CNDC d’Angers (Frankreich) und im Masterstudiengang SODA (UdK/HZT Berlin). In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Unmittelbarkeit von Körpern und Materialien, indem sie deren Anatomien in Bewegung versetzt, Innenseiten und Außenseiten offenlegt und Texturen, Formen und Flüssigkeiten in Bildern und Situationen sichtbar macht, die sich an der Grenze zwischen Anziehung und Verstörung, Schönheit und Hässlichkeit, Zartheit und Gefahr bewegen und dabei häufig soziale und kulturelle Erwartungen herausfordern. Ihre Stücke wurden in Kontexten von Tanz, Performance und bildender Kunst gezeigt, mit Unterstützung brasilianischer und internationaler Institutionen. 2023 war Elisabete Finger im Rahmen des Stipendienprogramms „Weltoffenes Berlin“ Residentin im Radialsystem.

Pol Pi bezeichnet sich als Tanzkünstler und ist mit seiner Kompanie NO DRAMA in verschiedenen Ländern aufgetreten, darunter Frankreich, Brasilien, Spanien, Belgien und Deutschland. Er absolvierte ein Studium der Klassischen Musik an der Universidade de Campinas (Brasilien) und nahm am Masterstudiengang Choreografie in Montpellier teil. Darüber hinaus hat er über einen Hintergrund in Physical Theatre, Butoh und traditionellen brasilianischen Tänzen. Er ist in selbstinduziertem kognitiven Trancezustand (TranceScience Institute) ausgebildet und unterrichtet regelmäßig in medizinischen und sozialen Kontexten, mit Amateur*innen, in der queeren Szene sowie an Tanz- und Kunsthochschulen.

Nitsan Margaliot ist Choreograf, Performer und Kurator. Seine Arbeit setzt sich mit Relationalität durch queere, persönliche und unheimliche Archive auseinander. Er hat einen MFA in Tanz von der University of the Arts in Philadelphia. Seine Arbeiten wurden unter anderem im The 5th Floor Tokyo, 14StreetY NYC, Archiv der Avantgarden – Egidio Marzona, Radialsystem, Berliner Festspiele, Sammlung Hoffmann und Frankfurt LAB gezeigt. Im Jahr 2020 initiierte er gemeinsam mit Sasha Portyannikova und Anna Chwialkowska das Projekt Touching Margins, ein alternatives Archiv. Nitsan war als Artist-in-Residence an Institutionen wie dem Tanzhaus Zürich, HELLERAU und tanzhaus nrw tätig.  

Tatiana Mejía ist Tänzerin und Choreografin aus der Dominikanischen Republik und lebt seit 2011 in Berlin. Ihre Karriere begann in Santo Domingo, wo sie ihre ersten choreografischen Arbeiten entwickelte. Ihre künstlerische Praxis verwebt afrodiasporische, zeitgenössische und experimentelle Tanzformen mit Musik aus einer dekolonialen Perspektive. Sie versteht Bewegung und Klang als lebendige Archive von Erinnerung, Widerstand und Transformation, in denen Körper, Stimme und Medien miteinander verwoben sind. Durch die Auseinandersetzung mit verkörperten Handlungen und der Konfrontation von Stereotypen und kolonialen Narrativen eröffnet ihre Praxis Räume für Heilung, Neuimagination und intersektionale Zukünfte. Sie hat international mit Künstler*innen zusammengearbeitet. Zu ihren eigenen Stücken zählen „Kiskeya“, „Gagá“ und „Sway“, das im April 2024 im Radialsystem Premiere feierte.

Martha Hincapié Charry ist Kolumbianerin mit indigener Herkunft. Als BIPOC-Künstlerin, Choreografin, Performerin und Kuratorin mit dem Schwerpunkt Dekolonialität lebt sie in Berlin. Sie studierte an der Folkwang Hochschule Essen unter der Leitung von Pina Bausch sowie an der Universität der Künste UdK Berlin. 2019 war sie Stipendiatin des Pina Bausch Fellowships für Tanz und Choreografie. Ihre Arbeiten wurden zu Festivals und Veranstaltungsorten in Europa, Asien und den sogenannten Amerikas eingeladen. Seit 2011 ist Martha Hincapié Charry künstlerische Leiterin von „Plataforma/SurReal Berlin“. 2021/22 war sie assoziierte Kuratorin am Radialsystem. In ihrer kuratorischen Arbeit eröffnet sie einen Dialograum zwischen den Kontinenten, in dem durch eine intersektionale Reflexion die Themen Klimachaos, (De-)Kolonialismus und die Beziehung zwischen Kunst, Mensch/mehr-als-Mensch, und die sichtbare mit der unsichtbaren Welt eine Plattform finden. In Verlernräumen befasst sie sich mit den Kämpfen ausgeschlossener BIPoC.

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