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SKIN: Performance von Renae Shadler & Collaborators

Jeder Körper hat eine eigene Identität in Bezug auf die Haut, deren Textur sich konstant durch den Kontakt mit anderen Menschen verändert… Den Auftakt der neuen Programmreihe „SENSE“, mit der das radialsystem Machtverhältnisse in einer Geografie der Wahrnehmung erkundet, gestaltet Mitte Juli das mixed-abled Tanzstück „SKIN“: Performt von Roland Walter, einem Tänzer mit Ganzkörperlähmung, und der Tänzerin und Choreografin Renae Shadler schafft „SKIN“ ein eigenes Universum, in dem sich ihre beiden unterschiedlichen Körper einander näherkommen. Das intime Duett überschreitet die physischen Grenzen der Performer*innen und imaginiert eine gemeinsame poetische Bewegungssprache. „SKIN“ erkundet neue Wege, miteinander in Beziehung zu treten, vertieft unsere Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Arten von Erfahrung hin und her zu gleiten und macht physisch erfahrbar, wie unsere Umwelt uns gleichermaßen formt und von uns geformt wird.

Fr     16 07 2021    19 Uhr
Sa    17 07 2021    19 Uhr
So    18 07 2021    19 Uhr

Präsentiert von Renae Shadler & Collaborators
Konzept und Performance Renae Shadler und Roland Walter
Künstlerische Leitung und Choreografie Renae Shadler
Sound Design Samuel Hertz
Bühne und Köstum Judith Förster
Licht Emese Csornai
Künstlerische Begleitung Mirjam Sögner
Produktionsleitung ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Foto: beat.pix.with.heart

Scores for Pleasure - Workshop

Strategien für das Navigieren von Vergnügen… Während des zweitägigen Workshops „Scores for Pleasure“ erarbeitet der Performer und Choreograf Przemek Kamiński gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eine Reihe von Partituren, die Freude an der Bewegung bereiten und den Genuss sinnlicher Erfahrung stimulieren. Für diese (Wieder-)Entdeckung des Vergnügens in Beziehung zu sich selbst und andere kombiniert Kamiński Elemente verschiedener somatischer Praktiken, Improvisationsaufgaben sowie Körperarbeits- und Entspannungstechniken. Die während des Workshops praktizierten Partituren bilden einen Katalog von Werkzeugen, die von den Teilnehmer*innen weitergeführt und in ihren Alltag, ihre Praxis und künstlerische Arbeit eingebunden werden können. Der Workshop findet im Rahmen des Auftaktwochenendes der neuen Programmreihe „SENSE“ statt, mit der das radialsystem Machtverhältnisse in einer Geografie der Wahrnehmung erkundet

„Scores for Pleasure“ ist als hybrides choreografisches Projekt angelegt: Neben dem Workshop wird im September 2021 eine Open-Source-Online-Plattform gelauncht, mit 20 Auftragspartituren eingeladener Künstler*innen.

Sa    17 07 2021    10 Uhr
So    18 07 2021    10 Uhr

Workshop von und mit: Przemek Kamiński

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.
Anmeldung über register@radialsystem.de
In Englischer Sprache

Body Time Space-Residenz: André Uerba - Filmpräsentation in Rahmen von „SENSE“

Berührung, Nähe, Zusammensein – eine choreografisch-performative Untersuchung zur Praxis des Berührens: Im Rahmen der „Residenzförderung für Berliner Tanzschaffende“ startete Ende April 2021 die dritte und letzte „Body Time Space“-Residenz im radialsystem. Sie wird von dem in Berlin lebenden portugiesischen Tänzer und Choreografen André Uerba gestaltet. Als Co-Resident*innen hat er die Künstler*innen emeka ene, Jorge De Hoyos und Michelle Moura eingeladen. Die Residenz erstreckte sich über vier Wochen im April und Juni 2021. Bei einer Filmpräsentation mit anschließendem Gespräch gewährt André Uerba am 17. Juli Einblick in seine Arbeit.

Sa    17 07 2021    19 Uhr
Filmpräsentation mit anschließendem Gespräch

Residenz André Uerba
Co-Resident*innen emeka ene, Jorge De Hoyos und Michelle Moura

Foto: Phil Dera

Rhythms Studies #1 Bia Kut Si - Radioshow von Elsa M‘bala aka AMET

In der Radioshow „Rhythms Studies #1 Bia Kut Si“ begibt sich die Musikerin Elsa M‘bala aka AMET auf die Spuren von „Bikutsi“, einer beliebten und weitverbreiteten Musikrichtung Kameruns. Ursprünglich erfunden wurde sie von Frauen, die die Musik zu unterschiedlichen Anlässen spielten, um – unter Ausschluss von Männern – ihre Freuden, Schmerzen oder sexuellen Erfahrungen miteinander zu teilen. Die Bezeichnung „Bia Kut Si“ stammt aus dem Beti, einer Sprache Zentral-Kameruns, und bedeutet übersetzt in etwa „Wir stampfen auf den Boden“ – was zugleich die typische Tanzbewegung zur Musikrichtung beschreibt. Zentrales Thema der Radioshow sind vier kamerunischen Musiker*innen(-Gruppen), die die Kindheit von Elsa M‘bala aka AMET geprägt haben: Mbarga Soukouss, Anne Marie Nzie, Brice Wassy und Les Têtes Brulées.

Zum Auftaktwochenende der neuen Programmreihe „SENSE“, mit der das radialsystem Machtverhältnisse in einer Geografie der Wahrnehmung erkundet, werden auf der Terrasse des radialsystems mehrere Soundstationen installiert, an denen die Radioshow über alle drei Abende hinweg, gehört werden kann. Produziert wurde „Rhythms Studies #1 Bia Kut Si“ während Elsa M‘balas Residenz bei Amplify Berlin, im Juni 2021.

Fr     16 07 2021    19 Uhr
Sa    17 07 2021    19 Uhr
So    18 07 2021    19 Uhr

Foto: Elsa Kostic