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Sa 17 07
19 Uhr

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.  

Anmeldung über register@radialsystem.de  //  Filmpräsentation mit anschließendem Gespräch. Die Filmpräsentation findet im radialsystem statt und wird zusätzlich im radar auf der Website des radialsystems live gestreamt  //  Wir bitten unser Publikum, aufgrund des möglicherweise etwas langsameren Einlasses als gewohnt etwas mehr Zeit einzuplanen und rechtzeitig zur Veranstaltung zu kommen. Die Veranstaltung wird entsprechend der geltenden Hygieneregeln durchgeführt. Informationen zu unseren Schutz- und Hygienemaßnahmen finden Sie hier: www.radialsystem.de/hygienekonzept  

Body Time Space-Residenz: André Uerba

Filmpräsentation im Rahmen von „SENSE – Geografien der Wahrnehmung“
Michelle Moura und Jorge De Hoyos, Residenz André Uerba
Michelle Moura und Jorge De Hoyos, Residenz André Uerba © Phil Dera
Berührung, Nähe, Zusammensein – eine choreografisch-performative Untersuchung zur Praxis des Berührens: Im Rahmen der „Residenzförderung für Berliner Tanzschaffende“ startete Ende April 2021 die dritte und letzte „Body Time Space“-Residenz im radialsystem. Sie wird von dem in Berlin lebenden portugiesischen Tänzer und Choreografen André Uerba gestaltet. Als Co-Resident*innen hat er die Künstler*innen emeka ene, Jorge De Hoyos und Michelle Moura eingeladen. Die Residenz erstreckte sich über vier Wochen im April und Juni 2021. Bei einer Filmpräsentation mit anschließendem Gespräch gewährt André Uerba Einblick in seine Arbeit. Der Film wird im Rahmen der neuen Programmreihe „SENSE“ gezeigt, mit der das radialsystem Machtverhältnisse in einer Geografie der Wahrnehmung erkundet.

Wie manifestieren sich Berührungen in unseren Körpern und welche Spuren hinterlassen berührende Begegnungen? Ob durch ein Bild, einen Klang oder einen Körper erzeugt: Während seiner Residenz im radialsystem untersucht André Uerba die unterschiedlichen Dimensionen von Berührungen, ihre Eigenschaften, Qualitäten und Komplexitäten. Über Bewegung, Verlangsamung und Konzentration auf den Körper erprobt Uerba gemeinsam mit seinen Co-Resident*innen verschiedene Formen des Kennenlernens und Sich-Fühlens, um das Potential eines Miteinanders zu erforschen: Körper, die aufeinandertreffen, sich koordinieren, nonverbal kommunizieren – und so gemeinsam einen Raum eröffnen, den Uerba als „politischen Körper-Raum“ versteht.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema ‚Berührung‘ begann André Uerba während den Proben zu seiner Arbeit „Burn Time“ 2018. Während der Residenz im radialsystem führt er seine laufende Forschung dazu weiter. Schwerpunkte seiner Forschung bilden das Interesse an Entschleunigung sowie die Wertschätzung eines Anders- und Zusammenseins.

 

Anmeldung bitte über register@radialsystem.de

 

Der Choreograf, Tänzer und bildende Künstler André Uerba studierte Solo/Dance/Authorship am HZT Berlin und Fotografie an der Ar.Co Lissabon. Seit 2013 arbeitet Uerba intensiv zu performativen Möglichkeitsräumen an der Grenze zwischen Choreografie und Skulptur. Er kollaboriert mit Künstlern*innen wie Alexandra Pirici, Antonija Livingstone, Clément Layes, Sandra Man & Moritz Majce, Julian Weber, Diego Agulló und Tino Sehgal. Mit dem Duo Ana Borralho & João Galante tourte er als künstlerischer Mitarbeiter für das Stück „Atlas“ (2012-18). 2018 erhielt Uerba eine Einstiegsförderung des Berliner Senats und entwickelte „Burn Time“, das in der Tanzfabrik Berlin Premiere feierte und seitdem international tourt – u.a. präsentierte er es 2020 im radialsystem. Seit 2021 ist Uerba Teil des Projekts „Re-Think (Accessibility & Sustainable Mobility)“, das vom Schwedischen Institut und Norrlandsoperan unterstützt wird.

 

Cast

Residenz: André Uerba

Co-Resident*innen: emeka ene, Jorge De Hoyos und Michelle Moura

 

Residenzprogramm 2020/2021 im radialsystem

Erstmalig hat die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Jahr 2020 im Rahmen des Pilotprojekts „Residenzförderung für Berliner Tanzschaffende“ Residenzprogramme ausgeschrieben. Zusammen mit acht weiteren Produktionsorten hat das radialsystem bis Ende 2021 Residenzen an Berliner Künstler*innen vergeben: Mit Lina Gómez, Jee-Ae Lim und André Uerba hat das radialsystem seit November 2020 im Kontext von „Body Time Space“ drei Berliner Künstler*innen(-Gruppen) jeweils vierwöchige Residenzphasen ermöglicht.

 

SENSE – Geografien der Wahrnehmung

Mit der neuen Programmreihe „SENSE“ erkundet das radialsystem Machtverhältnisse innerhalb einer Geografie der Wahrnehmung. Aus der Perspektive von Choreografie, Bildender Kunst, Musik und Workshop-Formaten untersucht „SENSE“ ab dem Auftaktwochenende am 16., 17. und 18. Juli 2021 in vier Programmschwerpunkten bis zum Frühjahr 2022 eine verkörperte Praxis der sinnlichen Wahrnehmung. Die Programmreihe wird sich dabei auch der Frage widmen, wie die traumatische Erfahrung einer Pandemie auf unsere Sinne wirkt und gewirkt haben wird. Der doppeldeutige Titel der Reihe – Sense bedeutet sowohl Sinn wie auch Gefühl – verweist auf die in der westlich-aufklärerischen Wissenstradition gängige Unterscheidung von Denken und Fühlen – beziehungsweise Theorie und Praxis und stellt diese in Frage.

„SENSE“ verschiebt Orientierungspunkte auf der Landschaft sinnlicher Erfahrung und erweitert damit das Spektrum dessen, was wir als Wahrnehmung begreifen. Die Programmreihe verortet sich jenseits dominanter Narrative sinnlicher Erfahrungen und verändert den gefühlten und gedachten Ausgangspunkt für Wahrnehmung, um von dort aus zu neuen Erzählungen zu gelangen. Gleichzeitig lädt „SENSE“ dazu ein, einen kritischen Blick auf universelle Konzepte von Wahrnehmung und auf die daraus resultierenden Privilegien und Ausgrenzungsmechanismen gesellschaftlichen Zusammenlebens zu werfen.

 

Rahmenprogramm

Auftaktwochenende „SENSE“ Fr 16 07 2021  Ab 19 Uhr   Rhythms Studies #1 Bia Kut Si 19 Uhr   SKIN 20.30 Uhr   BLINK     Sa 17 07 2021 10-15 Uhr   Workshop: Scores for Pleasure Ab 19 Uhr   Rhythms Studies #1 Bia Kut Si 19 Uhr   Filmpräsentation: André Uerba 19 Uhr   SKIN 20. 30 Uhr   BLINK     So 18 07 2021 10-15 Uhr   Workshop: Scores for Pleasure Ab 19 Uhr   Rhythms Studies #1 Bia Kut Si 19 Uhr   SKIN  

Credits

Das Residenzprogramm ist gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. „SENSE“ ist eine Veranstaltungsreihe des radialsystems, gefördert durch die Spartenoffene Förderung und den Mobilitätsfond der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Unterstützt durch die Radial Stiftung. Medienpartner*innen: Ask Helmut, ExBerliner, rbb Kultur, taz und tip Berlin.  

Michelle Moura und Jorge De Hoyos, Residenz André Uerba
Michelle Moura und Jorge De Hoyos, Residenz André Uerba © Phil Dera
André Uerba
André Uerba © Phil Dera

Präsentiert von

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.  

Anmeldung über register@radialsystem.de  //  Filmpräsentation mit anschließendem Gespräch. Die Filmpräsentation findet im radialsystem statt und wird zusätzlich im radar auf der Website des radialsystems live gestreamt  //  Wir bitten unser Publikum, aufgrund des möglicherweise etwas langsameren Einlasses als gewohnt etwas mehr Zeit einzuplanen und rechtzeitig zur Veranstaltung zu kommen. Die Veranstaltung wird entsprechend der geltenden Hygieneregeln durchgeführt. Informationen zu unseren Schutz- und Hygienemaßnahmen finden Sie hier: www.radialsystem.de/hygienekonzept  

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