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Sa 17 07
19 Uhr

Tickets

Karten 16 Euro, ermäßigt 12 Euro Kombiticket BLINK und SKIN: 26 Euro, ermäßigt 20 Euro  

Wir bitten unser Publikum, aufgrund des möglicherweise etwas langsameren Einlasses als gewohnt etwas mehr Zeit einzuplanen und rechtzeitig zur Veranstaltung zu kommen. Die Veranstaltung wird entsprechend der geltenden Hygieneregeln durchgeführt. Informationen zu unseren Schutz- und Hygienemaßnahmen finden Sie hier: www.radialsystem.de/hygienekonzept  

SKIN

Performance von Renae Shadler & Collaborators im Rahmen von „SENSE – Geografien der Wahrnehmung“
SKIN
SKIN © beat.pix.with.heart
Jeder Körper hat eine eigene Identität in Bezug auf die Haut, deren Textur sich konstant durch den Kontakt mit anderen Menschen verändert… Den Auftakt der neuen Programmreihe „SENSE“, mit der das radialsystem Machtverhältnisse in einer Geografie der Wahrnehmung erkundet, gestaltet Mitte Juli das mixed-abled Tanzstück „SKIN“: Performt von Roland Walter, einem Tänzer mit Ganzkörperlähmung, und der Tänzerin und Choreografin Renae Shadler schafft „SKIN“ ein eigenes Universum, in dem sich ihre beiden unterschiedlichen Körper einander näherkommen. Das intime Duett überschreitet die physischen Grenzen der Performer*innen und imaginiert eine gemeinsame poetische Bewegungssprache. „SKIN“ erkundet neue Wege, miteinander in Beziehung zu treten, vertieft unsere Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Arten von Erfahrung hin und her zu gleiten und macht physisch erfahrbar, wie unsere Umwelt uns gleichermaßen formt und von uns geformt wird.

Kombiticket SKIN + BLINK: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/group/364675

Bei der Vorstellung am Freitag wird für blinde und sehbehinderte Besucher*innen eine Audiodeskription in Zusammenarbeit mit Gravity Berlin angeboten. Eine Audiodeskription ist eine live eingesprochene Audiospur, die die visuellen Details der Performance klar und eindrücklich beschreibt. Eingesprochen wird die Audiodeskription von professionellen Audiobeschreiber*innen, zu hören ist sie über ein kabelloses Headset.

 

„Als Roland 2018 vorschlug, zusammen ein Duett zu machen, war ich neugierig, wie wir uns miteinander verbinden können. Uns als zwei Individuen zu verbinden und manchmal sogar zu einem zu verschmelzen. Diese Idee des 'Verschmelzens' entstand vor allem durch die Beobachtung von Roland und seinen Assistent*innen, denn sie arbeiteten ständig daran, seinen Körper zu erweitern - wie zum Beispiel seine Hände zu werden, um ihn zu füttern. Dieser Erweiterung steht die Idee der Kontraktion gegenüber - von Anfang an arbeiteten wir mit Schlafsäcken, die unseren beiden Körpern eine Begrenzung auferlegten und uns ermöglichten, gleichauf von einer ebeneren Ausgangsbasis auszugehen.

Bei SKIN geht es nicht um "Access (Zugang)" für Menschen mit Behinderungen, es stellt eher ein Werk des "Exzesses" dar, den wir mit Sorgfalt, Neugier und Staunen erforschen. Es ist ein Versuch, eine Welt zu schaffen, in der es keinen mehr oder weniger fähigen Körper gibt. Um dies zu erreichen, beziehe ich mich auf die Autorin Ursula K. Le Guin und ihre Überlegungen zu Amöben und wie diese genetische Informationen austauschen, wenn sie Liebe machen, indem sie Teile von sich selbst hin- und herschicken und so gegenseitig auf den anderen reagieren. Das war für mich der letzte Schlüssel, um mich mit Roland zu vereinen und eine Bewegungssprache zu inspirieren, in der wir Teile von uns selbst teilen können und die letztendlich für das Publikum lesbar wird.“ 

Renae Shadler

 

Cast

Präsentiert von: Renae Shadler & Collaborators

Konzept und Performance: Renae Shadler und Roland Walter

Künstlerische Leitung und Choreografie: Renae Shadler

Sound Design: Samuel Hertz

Bühne und Köstum: Judith Förster

Licht: Emese Csornai

Künstlerische Begleitung: Mirjam Sögner

Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Renae Shadler arbeitet seit 2011 als Choreografin und Tänzerin. Unter der Ägide der 2012 von ihr gegründeten Kompanie Renae Shadler & Collaborators, einem Künstler*innenkollektiv für multidisziplinäre Performances mit Künstler*innen und Laien, hat sie Arbeiten für Theater, Bahnhöfe und Plätze im städtischen Raum geschaffen. Sie präsentiert und entwickelt Arbeiten u.a. für das Dancehouse Australia, das Palais de Tokyo Museum, das Tanzhaus Zürich und für HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste. Zu ihren aktuellen Projekten gehören das laufende Forschungslabor „Moving across Thresholds“ und die Podcast-Serie „Worlding“.

Roland Walter wurde 1963 in Magdeburg geboren. Bei der Geburt kam es zu Sauerstoffmangel als Ursache seiner spastischen Lähmung. Walter lebt mit Assistenz in Berlin. 2010 begann Walter als Künstler zu arbeiten. Er experimentiert als Performer mit seinem Körper und arbeitet weltweit mit Künstler*innen mit dem Ziel zusammen, dem Publikum einen Perspektivwechsel zu ermöglichen. Walter veranstaltet auch Vorträge und Workshops  in Schulen. Bislang hat er in Berlin im Theaterhaus Mitte und in den Sophiensaelen gearbeitet und geforscht.

 

SENSE – Geografien der Wahrnehmung

Mit der neuen Programmreihe „SENSE“ erkundet das radialsystem Machtverhältnisse innerhalb einer Geografie der Wahrnehmung. Aus der Perspektive von Choreografie, Bildender Kunst, Musik und Workshop-Formaten untersucht „SENSE“ ab dem Auftaktwochenende am 16., 17. und 18. Juli 2021 in vier Programmschwerpunkten bis zum Frühjahr 2022 eine verkörperte Praxis der sinnlichen Wahrnehmung. Die Programmreihe wird sich dabei auch der Frage widmen, wie die traumatische Erfahrung einer Pandemie auf unsere Sinne wirkt und gewirkt haben wird. Der doppeldeutige Titel der Reihe – Sense bedeutet sowohl Sinn wie auch Gefühl – verweist auf die in der westlich-aufklärerischen Wissenstradition gängige Unterscheidung von Denken und Fühlen – beziehungsweise Theorie und Praxis und stellt diese in Frage.

„SENSE“ verschiebt Orientierungspunkte auf der Landschaft sinnlicher Erfahrung und erweitert damit das Spektrum dessen, was wir als Wahrnehmung begreifen. Die Programmreihe verortet sich jenseits dominanter Narrative sinnlicher Erfahrungen und verändert den gefühlten und gedachten Ausgangspunkt für Wahrnehmung, um von dort aus zu neuen Erzählungen zu gelangen. Gleichzeitig lädt „SENSE“ dazu ein, einen kritischen Blick auf universelle Konzepte von Wahrnehmung und auf die daraus resultierenden Privilegien und Ausgrenzungsmechanismen gesellschaftlichen Zusammenlebens zu werfen.

 

Rahmenprogramm

Auftaktwochenende „SENSE“ Fr 16 07 2021  Ab 19 Uhr   Rhythms Studies #1 Bia Kut Si 19 Uhr   SKIN 20.30 Uhr   BLINK     Sa 17 07 2021 10-15 Uhr   Workshop: Scores for Pleasure Ab 19 Uhr   Rhythms Studies #1 Bia Kut Si 19 Uhr   Filmpräsentation: André Uerba 19 Uhr   SKIN 20. 30 Uhr   BLINK     So 18 07 2021 10-15 Uhr   Workshop: Scores for Pleasure Ab 19 Uhr   Rhythms Studies #1 Bia Kut Si 19 Uhr   SKIN  

Credits

"SKIN" ist eine Produktion von Renae Shadler & Collaborators. In Zusammenarbeit mit ehrliche arbeit – freies Kulturbüro und dem radialsystem. Gefördert vom Wiederaufnahmetopf des Hauptstadtkulturfonds. Vorarbeiten 2019 unterstützt durch Aktion Mensch, Lucy Guerin Inc / WXYZ Studios, Bunbury Regional Art Gallery, Asia-Europe Foundation und dem Goethe-Institut Australien, sowie durch das Theaterhaus Berlin und der Tanzfabrik Berlin. „SENSE“ ist eine Veranstaltungsreihe des radialsystems, gefördert durch die Spartenoffene Förderung und den Mobilitätsfond der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Unterstützt durch die Radial Stiftung. Medienpartner*innen: Ask Helmut, ExBerliner, rbb Kultur, taz und tip Berlin.  

Präsentiert von

Tickets

Karten 16 Euro, ermäßigt 12 Euro Kombiticket BLINK und SKIN: 26 Euro, ermäßigt 20 Euro  

Wir bitten unser Publikum, aufgrund des möglicherweise etwas langsameren Einlasses als gewohnt etwas mehr Zeit einzuplanen und rechtzeitig zur Veranstaltung zu kommen. Die Veranstaltung wird entsprechend der geltenden Hygieneregeln durchgeführt. Informationen zu unseren Schutz- und Hygienemaßnahmen finden Sie hier: www.radialsystem.de/hygienekonzept  

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