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Do 17 06
Uraufführung
19 Uhr

Stream

Karten 10 Euro, ermäßigt 5 Euro // Support Tickets 15-25 Euro

Filmische Adaption – als Online-Stream. Der Film ist eine Woche, bis einschließlich 23.Juni online verfügbar  //  Auf Deutsch und Englisch.

Open Spaces X radialsystem: UNREST

Filmische Adaption der Bühnenfassung von Sergiu Matis
UNREST
UNREST © Philip Ingman
Die neue Performance „UNREST“, die der Choreograf Sergiu Matis im Rahmen des Festivals „Open Spaces – Making It Happen #2“ präsentiert, beschwört alte Dämonen, um sich der Angst vor einer ungewissen Zukunft zu stellen: Auf der Suche nach Antworten auf die Probleme des 21. Jahrhunderts – ob in Form des Klimawandels, rechtspopulistischer Tendenzen oder eines gesellschaftlichen Zusammenbruchs – werden die Protagonist*innen von antiken Mythen heimgesucht. Inszeniert als rauschendes Chaos und präzise arrangierte Zufälligkeit stellt „UNREST“ die Frage: Welche Vergangenheiten prägen die Gegenwart und welche Erinnerungen formen Identitäten? Im radialsystem entstand eine filmische Adaption der Bühnenfassung, die jetzt als Uraufführung online gezeigt wird.

Als rastlose Körper durchsuchen die Protagonist*innen von „UNREST“ Schichten archäologischer Überreste und tauchen in riesige Meere fragmentierter Daten ein, wobei sie die jüngsten Vorhersagen über das Ende der Zeit mit den ältesten überlieferten Geschichten und den ersten Aufzeichnungen über Katastrophen, Naturzerstörung und soziale Unruhen zusammenführen. Dabei verfangen sie sich in einer Verflechtung antiker sumerischer, griechischer und römischer Epen, in denen „heldenhafte“ Männer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und der Unsterblichkeit Landschaften, Tiere und weibliche Körper dominieren - gibt es einen Weg, sich aus dieser Erzählung zu befreien?

Die Choreografie der Tänzer*innen navigiert entlang der Schnittstelle zwischen erzähltem, gesprochenem Text und seiner performativen Übersetzung in übersteigerte körperliche Bewegung. Erinnerungen, Relikte und Jahrtausende alte Verse werden mit einem öko-feministischen Blick betrachtet und in Gesten und Tanz entziffert – und so die Grundlagen des westlichen Denkens und die gesellschaftliche Realität unserer Gegenwart kritisch reflektiert.

 

Cast: 

Konzept und Choreografie: Sergiu Matis

Von und mit: Lisa Densem, Manon Parent, Maria Walser, Martin Hansen und Moo Kim

Kamera und Schnitt: Zé de Paiva und Kathleen Kunath

Dramaturgie: Mila Pavićević

Musik: AGF (Antye Greie) und Manon Parent

Instrumente und Licht: Emma Juliard

Bühne: Dan Lancea

Kostüm: Philip Ingman

Technische Leitung und Ton: Andrea Parolin

Kamera Assistenz: Luna Marie Zscharnt

Choreografische-Assistenz: Orlando Rodriguez

Produktionsleitung: Giulia Messia

 

Biografie

Sergiu Matiş, geboren in Cluj-Napoca, Rumänien, begann seine berufliche Karriere am Tanztheater Nürnberg. Er lebt seit 2008 in Berlin und arbeitet mit Choreograf*innen wie Colette Sadler, Daniel Kok und Jee-Ae Lim zusammen. Er tanzt in mehreren Choreografien von Sasha Waltz & Guests. Im Jahr 2014 absolvierte er als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes sein Masterstudium Solo/Dance/Authorship (SODA) am HZT Berlin. Seit 2020 ist Sergiu Teil des Life Long Burning Projekts (LLB), des Advancing Performing Arts Project (APAP) und der Flutgraben Performances Berlin. Seine Choreografien werden europaweit gezeigt, zuletzt „Neverendings" (2017), „Hopeless“ (2019) und „Extinction Room“ (2019).

 

Credits

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin. Eine Koproduktion von Tanzfabrik Berlin im Rahmen von apap – FEMINIST FUTURES, kofinanziert durch das Creative Europe Programme der Europäischen Union, der Radial Stiftung und der Nomade Dance Academy Slowenien.

Präsentiert von

Stream

Karten 10 Euro, ermäßigt 5 Euro // Support Tickets 15-25 Euro

Filmische Adaption – als Online-Stream. Der Film ist eine Woche, bis einschließlich 23.Juni online verfügbar  //  Auf Deutsch und Englisch.

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