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Sa 20 03
Livestream Festival
21 Uhr

Stream

Live gestreamt aus dem radialsystem Berlin und dem Boxwerk München. Verfügbar im radar auf der Website des radialsystems bis 28. März 2021. In englischer, französischer und deutscher Sprache.

ID Festival: Box Salon

Lied-Inszenierung mit Liedern von John Dowland und Kurt Weill
HIDALGO - Box Salon
HIDALGO - Box Salon © Max Ott
Im Ring niedergestreckt, erhebt sich eine Frau vom Boden und kämpft weiter: Nicht gegen einen Gegner, der bereits gewonnen hat, sondern mit sich selbst. Der innere Kampf der besiegten Boxerin wird begleitet von Liedern aus dem 16. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die berührende Musik gibt eine Ahnung davon, in welch‘ unterschiedlichen Situationen und wie zeitlos Trauer wahrgenommen, durchlebt und verarbeitet wird.

Eine musikalisch-körperliche Inszenierung der Trauer in fünf Phasen von Regisseur Tom Wilmersdörffer – mit Klavierimprovisationen und Boxkampf. Leugnung, Zorn, Verhandeln, Depression und Annahme der Situation: Im „Box-Salon“ erleben wir die Phasen des Trauerprozess entlang der Lieder von John Dowland und Kurt Weill – musikalisch inszeniert von Sopranistin Andromahi Raptis und Pianist Jonathan Ware, visuell verkörpert von Boxer*innen des Münchner Boxwerk. Oberflächlich scheinen die Werke der Komponisten unterschiedliche Geschichten zu erzählen, hintergründig aber fügen sie sich in die universellen Phasen der Trauerbewältigung ein.

Zum fünften Mal reflektiert das ID Festival unter der künstlerischen Leitung von Ohad Ben-Ari im radialsystem die vielschichtigen Beziehungen und Fragestellungen zwischen in Deutschland lebenden Israelis und Deutschen. Die Jubiläumsausgabe des ID Festivals – ursprünglich geplant für April 2020 – widmet sich dem Thema des Absurden – sprich, dem, was in uns aufsteigt, wenn wir nach Sinn suchen und Bedeutungslosigkeit erahnen. Etwas, das Künstler*innen schon immer fasziniert hat und mehr denn je aktuelle Bezüge aufweist: Zwischen Lockdown und Sisyphos-Gefühlen verbindet die neu kuratierte Online-Edition des Festivals Musik, Performance, Humor, kathartische Kämpfe und rituelle Handlungen.

Weitere Informationen zum ID Festival finden Sie unter https://idfestival.de/de/

 

Biografien

HIDALGO ist ein Münchner Klassik-Start-Up. Das interdisziplinäre Team verbindet paradoxe Welten zu intensiven Erlebnissen. Mit höchstem Anspruch an die musikalische Qualität produziert HIDALGO innovative Konzertformate und veranstaltet seit 2018 das jährliche „HIDALGO Festival für junge Klassik“. Video-Installationen, Sound-Design, romantische Dichtung und moderne Lyrik – bei HIDALGO ist erlaubt, was sich zu Größerem zusammenfügt.

Im BOXWERK München trainieren seit 2009 Amateur- und Profisportler*innen, die bereits zahlreiche Titel gewonnen haben. Über den sportlichen Betrieb hinaus engagiert sich die Münchner Institution sozial und kulturell. Geleitet wird sie von Nick Trachte, Vizepräsident des Bayerischen Boxverbands.

Die Sopranistin Andromahi Raptis ist seit der Spielzeit 2018/19 Mitglied des Ensembles des Staatstheaters Nürnberg. Sie studierte in Toronto und München und arbeitete mit Ensembles wie dem Bayerischen Staatsorchester und dem Münchner Rundfunkorchester. Auftritte hatte sie im Opernstudio der Opéra National de Lyon, an der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper Hamburg. Einen besonderen Schwerpunkt ihres Bühnen-Repertoires bilden Opern- und Konzertwerke der Neuen Musik.

Jonathan Ware tritt weltweit als Pianist und Liedbegleiter auf. Er wurde mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Hugo-Wolf-Preis. Nach seinem Studium in Rochester, New York und Berlin führten ihn Gastspiele an die Wigmore Hall in London, die Carnegie Hall in New York und das Théâtre des Champs-Elysée in Paris. Regelmäßig tritt er beim Heidelberger Frühling und dem Verbier Festival auf. Er unterrichtet an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und der Barenboim-Said Akademie in Berlin.

Tom Wilmersdörffer sucht als Regisseur und Konzertdesigner nach neuen Bühnenformen. Er arbeitet mit spartenübergreifenden Konzepten zwischen Musik, Theater, Lyrik, digitaler und bildender Kunst. Der studierte Konzert- und Opernsänger initiierte 2016 das „HIDALGO Festival für junge Klassik“, das er seitdem künstlerisch leitet. Er ist Stipendiat für Kunst und neue Medien der Landeshauptstadt München, Stipendiat der BW-Stiftung, wird gefördert durch den Fonds Darstellende Künste und ist Concerto21-Akademist der Töpfer-Stiftung.

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  • Sopran Andromahi Raptis
  • Klavier Jonathan Ware
  • Musikalisches Konzept Johanna Malangré
  • Regie Tom Wilmersdörffer
  • Box Performance Boxwerk München
  • Musik John Dowland und Kurt Weill

Stimmen

„Überraschendes Konzept und spannende Umsetzung.“ BR Rundschau   „Wie kann man heute noch revolutionäre Musik machen? Das Verworner-Krause-Kammerorchester kommt schon nahe dran – denn sie spielen Techno. Dass diese Kombination gar nicht so abwegig ist, zeigt die Stimmigkeit ihrer Kompositionen.“ Süddeutsche Zeitung   „Das ID Festival präsentiert die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten in den Identitäten der Zugezogenen sehr berührend, aber auch sehr humorvoll […] Und es macht Lust auf mehr.“ rbb Inforadio, 15 10 2018   „Die jüngste Zuwanderungswelle jüdischer Menschen hat die Stadt kulturell bereichert. Ein Beispiel dafür ist das israelisch-deutsche Festival.“ Berliner Zeitung, 08 11 2018  

Rahmenprogramm

Programm Freitag 20 Uhr „On Time“: Instant Composition Livestream Performance, Or Solomon und das Lightning Orchestra 21.30 Uhr „Eternal Valley“: Livestream Konzert-Performance, VKKO 23 Uhr „Wu Seyen di Chayes?“: Performance im Livestream, Uraufführung von ANALI GOLDBERG „(In)Between Israel and Deutschland – CONVERSATIONS“ Programm Samstag 20 Uhr „Virtual SHIUR Transcending Freedom: A Pre-Passover Experience For Everyone Who Hates Being Put In A Box!“: Performance und Immersive Experience // Livestream 21 Uhr „Box-Salon“: Lied-Inszenierung, Livestream aus dem Boxwerk München mit Liedern von John Dowland und Kurt Weill 22 Uhr „The Code“: Live Painting Performance im Livestream mit Marchissio, Cosimo Miorelli und Claudia Eisinger // Premiere

Credits

Eine Produktion des HIDALGO Festivals 2020. Das ID-Festival wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Berliner Senatskanzlei für Kultur und Europa, das Bezirksamt Friedrichshain – Kreuzberg und die Szloma-Albam-Stiftung. Ausgezeichnet von der European Festival Association mit dem „EFFE Label“. Schirmherrschaft: Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB Medienpartner: Ask Helmut, Exberliner, rbb Kultur, Spitz Magazin, tip Berlin und VAN Magazin.

HIDALGO - Box Salon
HIDALGO - Box Salon © Max Ott
HIDALGO - Box Salon
HIDALGO - Box Salon © Max Ott

Präsentiert von

Stream

Live gestreamt aus dem radialsystem Berlin und dem Boxwerk München. Verfügbar im radar auf der Website des radialsystems bis 28. März 2021. In englischer, französischer und deutscher Sprache.

Festival

ID Festival: ABSURD

israelisch-deutsches Festival // Online-Edition

Zum fünften Mal reflektiert das ID Festival im radialsystem die vielschichtigen Beziehungen und Fragestellungen zwischen in Deutschland lebenden Israelis und Deutschen. Als Plattform für hierzulande arbeitende israelische Künstler*innen fördert das von der European Festivals Association mit dem „EFFE Label“ ausgezeichnete Festival seit seiner Gründung 2015 den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen und Institutionen beider Länder. Die fünfte Festivalausgabe steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters MdB. Die Jubiläumsausgabe des ID Festivals – ursprünglich geplant für April 2020 – widmet sich dem Thema des Absurden - sprich, dem, was in uns aufsteigt, wenn wir nach Sinn suchen und Bedeutungslosigkeit erahnen. Etwas, das Künstler*innen schon immer fasziniert hat und mehr denn je aktuelle Bezüge aufweist: Zwischen Lockdown und Sisyphos-Gefühlen verbindet die neu kuratierte Online-Edition des Festivals Musik, Performance, Humor, kathartische Kämpfe und rituelle Handlungen. Die für das ID Festival kreierte Konzert-Performance „Eternal Valley“ des zweiköpfigen Techno-Klassik-Monsters VKKO verbindet Musik und physische Darstellung auf Konfrontationskurs mit dem Absurden. Or Solomon & Lightning Orchestra spielen ein wildes Set freier Improvisationsmusik, und die Berliner Transgender-Künstler*in ANALI GOLDBERG bringt mit „Wu Seyen di Chayes?“ eine episch-heteromorphe Performance zur Uraufführung. Die SHIUR-Session „Transcending Freedom“ setzt sich mit der neuen Lebensrealität in der Corona-Krise auseinander, die früher Selbstverständliches in Frage stellt und ad absurdum führt. Mit festgefahrenen Denkmustern bricht auch das Musik-Performance-Duo SIX FEET PALACE (Marchissio & Claudia Eisinger): Mit ihrer Debütperformance „The Code“ und digitalen Live-Paintings von Cosimo Miorelli stellen sie mit der Kraft der Kreativität dem Gefühl von Sinnlosigkeit entgegen... Erstmalig und aus dem Boxwerk München zugeschaltet ist eine Kooperation mit dem HIDALGO Festival: Der „Box-Salon“ ist Liederabend, Klavier-Improvisation und Boxkampf in einem. Dazwischen werden kurze Gesprächssequenzen zugeschaltet: „(In)Between Israel and Deutschland“ bringt Künstler*innen aus Tel Aviv, New York und Berlin zusammen, die zur ursprünglich 2020 geplanten ABSURD-Ausgabe eingeladen waren, aufgrund der anhaltenden Pandemie jedoch nicht auftreten können. Gesprochen wird über das Absurde, Leben und Kunst in Zeiten von Covid-19 und die deutsch-israelische Beziehung. Mehr Informationen zum ID Festival finden Sie hier: https://idfestival.de/de/   Live gestreamt aus dem radialsystem Berlin und dem Boxwerk München. Verfügbar im radar auf der Website des radialsystems bis 28. März 2021.   Künstlerische Leitung ID Festival: Ohad Ben-Ari   Das ID Festival wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Berliner Senatskanzlei für Kultur und Europa, das Bezirksamt Friedrichshain – Kreuzberg und die Szloma-Albam-Stiftung. Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB übernimmt die Schirmherrschaft. Die European Festival Association hat das ID Festival mit dem „EFFE Label“ ausgezeichnet. Medienpartner: Ask Helmut, Exberliner, rbb Kultur, Spitz Magazin, tip Berlin und VAN Magazin.

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