deen
kalender
Di 15 12
ab 19 Uhr

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

VVK-Start: 17. November // Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens können wir derzeit leider keine Garderobe anbieten. Mit Barbetrieb zwischen den Programmpunkten.

Outernational: Transtraditional concerts

#2 Outernational Listening Session
Kamilya Jubran
Kamilya Jubran © Christopher Smolkovic
Musik als Geschichte von Wandel und Migration: „Outernational“ ist eine neue transtraditionelle Konzertreihe im radialsystem, die sich auf die Suche nach einer zeitgenössischen, hybriden, globalen Musik ohne Exotismen und Essenzialismen macht. An drei langen Konzertabenden präsentiert „Outernational“ in Zusammenarbeit mit herausragenden Solist*innen interdisziplinäre Programme, die im radialsystem Premiere feiern und anschließend an verschiedenen Orten in Europa gastieren. Ergänzt werden die Konzerte mit politischen, sozialen und postkolonialen Fragestellungen im Rahmen von „Outernational Listening Sessions“.

Nach dem Start der Reihe Ende Oktober sind am 15. Dezember Kamilya Jubran und Werner Hasler sowie Cevdet Erek bei „Outernational“ zu Gast: Die palästinensische Musikerin Kamilya Jubran ist eine der prägendsten und einflussreichsten Stimmen der arabischen Avantgarde. Sie durchdringt traditionelle musikalische Einflüsse mit der ihr eigenen Experimentierfreude und spielt dabei mit musikalischen Erwartungshaltungen. Begleitet von dem Schweizer Trompeter und Elektronikkünstler Werner Hasler begibt sich die Sängerin mit ihrem neuen Programm „Wa“ – was auf Arabisch „und“ bedeutet – in neue musikalische Räume – quadrofonisch verstärkte Texturen, die im nächsten Augenblick in sich zusammenfallen. Der Musiker und Künstler Cevdet Erek aus Istanbul widmet seine langjährig entwickelte Performance der Davul, einer Bassdrum, die zu den ältesten Trommeln weltweit gehört und im Iran und in Afghanistan weit verbreitet ist. Seine Spielweise ist einzigartig und umfasst komplexe, traditionelle Tanzrhythmen über technoähnliche bis zu sensibel-archaischen Beats. Erstmalig treffen Cevdet Erek und das Duo Jubran/Hasler musikalisch aufeinander – begleitet von Barock- und Renaissanceklängen, die alte Hörräume zwischen Fundament bis Ornament aufspannen…

Vor dem Konzert setzen sich Prof. Dr. Naika Foroutan, Direktorin und Leiterin der Abteilung „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung und die Sozialwissenschaftlerin Esra Küçük, Geschäftsführerin der Allianz Kulturstiftung im Rahmen der „Outernational Listening Session“ mit Fragen der postmigrantischen Gesellschaft auseinander.

Programm
19 Uhr Outernational Listening Session
20 Uhr Konzert

Elisa Erkelenz hat französische und deutsche Literatur sowie Kulturmanagement in Bonn, Paris und Hamburg studiert. Nach langjähriger Tätigkeit als Dramaturgin und stellv. Geschäftsführung des Ensemble Resonanz widmet sie sich heute als freie Journalistin, Kuratorin und Dramaturgin klassischer und zeitgenössischer Musik. Unter anderem ist sie für die Donaueschinger Musiktage oder die Elbphilharmonie tätig, kuratiert und moderiert die Philosophiereihe „Bunkersalon“, entwickelt Kinderkonzerte und kuratiert die Konzertreihe „Outernational“. Als Journalistin schreibt sie z.B. für das VAN Magazin, in dem sie mit einem Fellowship von #bebeethoven die Reportagereihe „Outernational“ ins Leben gerufen hat.

Outernational
Wie klingt eine Kunstmusik, die sich in Exil und Diaspora ihren multiplen, hybriden Einflüssen stellt? Wie lösen wir hörend Vorstellungen vom Eigenen und Fremden auf? Wie spiegeln Konzertprogramme eine offene Gesellschaft in ihrer Vielstimmigkeit?

„Outernational“ ist eine neue europäische Konzertreihe mit drei jährlichen Schwerpunkten, die Künstler*innen präsentiert, die sich mit transtraditioneller Musik beschäftigen: Ob in einer Session zwischen Barock, persischer Klassik und elektronischer Komposition, der Sängerin Kamilya Jubran, die mit einem Streichquartett und einer Komponistin für eine multimediale Performance zusammenkommt, oder mit dem Trickster Orchestra, das Musiker*innen aus verschiedensten Traditionen zu einer neuen Klangsprache verbindet. Sie alle sind auf der Suche nach einer zeitgenössischen, hybriden, globalen Musik, die Exotismen und Essenzialismen vermeidet.

Den Konzerten voran geht eine umfassende künstlerische Recherche, die nicht nur Szenen und aktuelle, musikalische Entwicklungen aufspürt, sondern auch Fragen des „Musicking“, d.h. der Aufführungspraxis und Kontextualisierung, in den Blick nimmt. Ziel ist es, neue Räume für herausragende Künstler*innen fernab des Mainstreams zu öffnen. Sie werden von der Kuratorin Elisa Erkelenz im engen Dialog mit den Künstler*innen entwickelt.

Rund um jedes Konzert entsteht im VAN Magazin Outernational ein eigener, digitaler Schwerpunkt mit Hintergründen zu Musik, Instrumenten und den beteiligten Künstler*innen: []www.van-outernational.com.

Ein weiteres „Outernational“-Konzert im radialsystem findet am 02. März 2021 statt.

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  • Voice und Oud Kamilya Jubran
  • Electronics Werner Hasler
  • Davul Cevdet Erek
  • Violine David-Maria Gramse
  • Gambe Liam Byrne
  • Theorbe Andreas Arend
  • Licht Heinrich Horwitz
  • Video Charlotte Bösling
  • Outernational Listening Session Naika Foroutan und Esra Küçük
  • Kuration und Dramaturgie Elisa Erkelenz

Programm

Programm 19 Uhr Outernational Listening Session 20 Uhr Konzert Das letzte „Outernational“-Konzert findet am 02. März 2021 im radialsystem statt.

Credits

Outernational wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Allianz Kulturstiftung, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von BTHVN2020 und des Goethe Instituts im Rahmen von "The Other Beethoven(s)". Medienpartner ist das VAN Magazin mit der Reportagereihe VAN Outernational.

Kamilya Jubran
Kamilya Jubran © Christopher Smolkovic
Andreas Arend
Andreas Arend © Ana Prada
Elisa Erkelenz
Elisa Erkelenz © Jann Wilken

Präsentiert von

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

VVK-Start: 17. November // Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens können wir derzeit leider keine Garderobe anbieten. Mit Barbetrieb zwischen den Programmpunkten.

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