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Sa 12 12
20 Uhr

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Abschied

Musiktheater mit Solistenensemble Kaleidoskop und Solist*innen des Niedersächsischen Staatsorchesters
Abschied
Abschied © Klaus Gigga
Wie lässt sich nach einem Ende ein neuer Anfang finden? Dieser Frage widmet sich das Solistenensemble Kaleidoskop in seiner neuen Musiktheaterproduktion „Abschied“ und nutzt dabei als Ausgangspunkt den letzten Satz „Adagio. Sehr langsam und noch zurückhaltend“ aus Gustav Mahlers 9. Sinfonie. Auf berührende Weise beschreibt Mahler in seinem letzten vollendeten Werk den Abschied vom Leben und den Übergang in den Tod – und gleichzeitig den Zeitenübergang in eine neue Epoche.

Das Solistenensemble Kaleidoskop und Solist*innen des Niedersächsischen Staatsorchester Hannover erkunden gemeinsam mit dem Regisseur und Komponisten Michael Rauter, der Choreografin Milla Koistinen, dem Komponisten Ethan Braun, der Kostümbildnerin Johanna Perret sowie dem Künstler Ladislav Zajac die Zeitspanne zwischen einem abgeschlossenen Davor, zu dem es keine Rückkehr gibt, und einem noch ungewissen Danach. Gemeinsam untersuchen sie, wie es wäre, würde ein solcher Zwischenzustand für immer anhalten...

Das musikalische Material Mahlers wird in kleiner Besetzung gespielt und performativ, klanglich und räumlich neu interpretiert. Durch diese Aneignung wird die Komposition vom überwältigenden Pathos des großen Orchesterwerks befreit und sein vielschichtiges Potential freigelegt. Das Solistenensemble Kaleidoskop schafft damit erneut ein Musiktheater, das Hörgewohnheiten verschiebt und die Körperlichkeit der Musik sowie der Musikmachenden selbst in den Mittelpunkt stellt.

Michael Rauter, 1980 in Basel geboren, arbeitet als freischaffender Regisseur, Komponist, Performer und Cellist. Er studierte Cello und Kammermusik in Aachen und Berlin. 2006 gründete er das Solistenensemble Kaleidoskop, dessen künstlerischer Leiter er bis 2016 war, und kreierte Produktionen mit künstlerischen Partner*innen wie Boogaerdt/van der Schoot, Laurent Chétouane, Susanne Kennedy, Georg Nussbaumer und Sasha Waltz. Seit 2014 entwickelte er eigene Regiearbeiten; seit 2018 realisiert er seine Performance- und Musiktheaterprojekte unter dem Label Bob’s Company. 2018 - 2020 ist er Künstler des Fellowship-Programms #bebeethoven, ein Projekt von Podium Esslingen zum Beethovenjahr 2020, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

Milla Koistinen studierte Tanz an der Theaterakademie in Helsinki, Finnland und Choreografie an der HfS Ernst Busch/HZT Berlin. Seit 2008 kreiert sie ihre eigenen Werke, die im Tanzhaus NRW, im HAU Hebbel am Ufer, Mad House Helsinki, Fabriktheater Zürich, im Ballhaus Ost, in der Dampfzentrale Bern, radialsystem und in den Uferstudios Berlin aufgeführt wurden. Sie arbeitete unter anderem mit Kristian Smeds, Hiroaki Umeda, Peter Verhelst, Cie Heddy Maalem, Christine Gaigg und Hans van den Broeck sowie mit Jochen Arbeit und dem Solistenensemble Kaleidoskop.

1978 in Košice geboren, lernte Ladislav Zajac in Nürnberg und Palermo bildende Kunst und Bildhauerei. Nach zahlreichen Ausstellungen erarbeitet Zajac seit einigen Jahren vermehrt Raumkonzepte und Lichtinstallationen bei verschiedenen Tanz- und Musikproduktionen, u.a. mit Sabrina Hölzer, Milla Koistinen, Michael Rauter und dem Solistenensemble Kaleidoskop.

Johanna Perret ist Modedesignerin, Kostümbildnerin und Creative Director. Sie studierte Modedesign an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Nach ihrem Abschluss 2009 machte sie Erfahrungen in verschiedenen Modehäusern wie Givenchy, Gaspard Yurkievich oder Swash, London. Als Co-Gründerin und -Inhaberin des Labels „Perret Schaad“ war sie von 2009 bis 2018 international in der Modewelt erfolgreich vertreten. Sie hat Lehraufträge für Modedesign an der Kunsthochschule Weißensee, der HAW Hamburg u.a.

Der in Los Angeles lebende Komponist Ethan Braun kreiert Musik, die sich aus bearbeiteten Tonaufnahmen, Sampler-Instrument-Aufnahmen und Live-Mitschnitten zusammensetzt. Unter anderem hat Braun für die Los Angeles Philharmonic, Ensemble Klang und das New York Youth Symphony gearbeitet. Außerdem wurde er für den Gaudeamus-Preis 2017 nominiert und ist Doktorand an der Universität Yale.

Seit seiner Gründung 2006 sucht das Solistenensemble Kaleidoskop nach neuen und innovativen Formen eines komponierten Theaters, in Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Genres. Die Mitglieder des Ensembles haben sich in den letzten Jahren durch ihre Musiktheater-Produktionen von Instrumentalist*innen zu musikalischen Performer*innen entwickelt. Hat sich das Solistenensemble Kaleidoskop in seinen eigenen Produktionen vor allem mit der Inszenierung eines musikalischen Materials, einer Körper- und Raumwerdung der Musik beschäftigt, rückt der Fokus in den letzten Jahren immer mehr auf den tatsächlichen Körper. Der Körper als Austragungsort, Zeuge, Erzeuger und Medium; ein Körper, in dem sich die langjährige Praxis als Musikmachende eingeschrieben hat.

Kaleidoskop arbeitet eng mit dem radialsystem zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, dem Holland Festival, Wien Modern oder den Donaueschinger Musiktagen. Kaleidoskop spielt deutschlandweit und auf internationaler Ebene an führenden Häusern. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Susanne Kennedy, Laurent Chétouane und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet. In der nächsten Saison kollaboriert Kaleidoskop u.a. mit dem Regisseur Ariel Efraim Ashbel und dem Künstler Black Cracker.

Das Niedersächsische Staatsorchester Hannover ist der größte Klangkörper des Landes Niedersachsen. 1636 als Hofkapelle gegründet, zählten Heinrich Schütz, Agostino Steffani und Georg Friedrich Händel zu den ersten Kapellmeistern. Mit dem Bau des heutigen Opernhauses 1852 wurde das Orchester vergrößert. Joseph Joachim war der herausragende Konzertmeister dieser Zeit, Heinrich Marschner und Hans von Bülow bedeutende Kapellmeister. Zu den Generalmusikdirektoren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählten Rudolf Krasselt und Franz Konwitschny, beide politisch nicht unumstritten. Nach dem Zweiten Weltkrieg war George Alexander Albrecht ein prägender Chefdirigent (1965-1993). Seit 1970 gehört das Orchester zur Niedersächsischen Staatstheater Hannover GmbH. Es zählt zurzeit 105 Mitglieder, Generalmusikdirektor ist seit Sommer 2020 Stephan Zilias. Das Orchester erarbeitet neben täglich wechselnden Opern- und Ballettvorstellungen acht Sinfoniekonzerte pro Spielzeit, eine eigene Kammerkonzertreihe, zahlreiche Kinder- und Sonderkonzerte sowie Vermittlungsprogramme.

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  • Regie Michael Rauter
  • Choreografie Milla Koistinen und Michael Rauter
  • Musikalische Leitung und Arrangement Ethan Braun
  • Mit Solistenensemble Kaleidoskop Fatima Agüero, Mia Bodet, Fanny Didelot, Isabelle Klemt, Yodfat Miron, Sophie Notte und Mari Sawada
  • Mit Solist*innen des Niedersächsischen Staatsorchesters Olof von Gagern, Viktoria Henke, Sandra Huber und Thomas Huppertz
  • Bühne und Licht Ladislav Zajac
  • Dramaturgie Maja Zimmermann
  • Kostüm Johanna Perret
  • Sounddesign Johann Günther
  • Komposition Ethan Braun, Sophie Notte und Michael Rauter
  • Sound Mixing Sam Jones
  • Produktion Solistenensemble Kaleidoskop

Programm

Gustav Mahler: 9. Sinfonie, IV. Adagio Neue Kompositionen von Ethan Braun, Michael Rauter und Sophie Notte

Credits

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes NEUN in Zusammenarbeit von Solistenensemble Kaleidoskop mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und der Staatsoper Hannover, gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Abschied
Abschied © Klaus Gigga
Abschied
Abschied © Klaus Gigga
Abschied
Abschied © Christina Voigt
Premiere von
Premiere von "Abschied", Hellerau © Christina Voigt

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