deen
kalender
So 25 10
17.30 Uhr

Tickets

Karten 18 Euro ermäßigt 14 Euro Outernational Listening Session: Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter register@radialsystem.de

In englischer Sprache // Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens können wir derzeit leider keine Garderobe anbieten // Mit Barbetrieb von 17.30-20.30 Uhr.

Outernational: Transtraditional concerts

#1 Trickster Orchestra: Disturbing the Universal / DIY
Trickster Orchestra
Trickster Orchestra © Lena Ganssmann
Musik als Geschichte von Wandel und Migration: „Outernational“ ist eine neue transtraditionelle Konzertreihe im radialsystem, die sich auf die Suche nach einer zeitgenössischen, hybriden, globalen Musik ohne Exotismen und Essenzialismen macht. An drei langen Konzertabenden präsentiert „Outernational“ in Zusammenarbeit mit herausragenden Solist*innen interdisziplinäre Programme, die im radialsystem Premiere feiern und anschließend an verschiedenen Orten in Europa gastieren. Ergänzt werden die Konzerte mit politischen, sozialen und postkolonialen Fragestellungen im Rahmen von „Outernational Listening Sessions“.

Wie kommt das Neue in die Welt? Durch Zerstörung, Mutation, Nachahmung, Anpassung oder Revolution? Den Auftakt der Reihe „Outernational“ präsentiert das Berliner Trickster Orchestra mit dem neuen Programm „Disturbing The Universal / DIY“: Das Berliner Trickster Orchestra vereint Musiker*innen verschiedenster Musiktraditionen zu einem Sound transtraditioneller Musik - ein klingender Spiegel der multipluralen Gesellschaft. Mit ihrem geheimen Wissen, revolutionärem Charakter und dem Willen, die göttliche Ordnung zu stören, sind Trickster Gestaltenwandler. Mit Einflüssen aus Recherchen in Bangkok, Chiang Mai und Bangalore setzt sich das Ensemble im neuen Konzertprogramm mit dem Thema Wandel auseinander.

Rund um das Konzert werden die Fragen nach der Genese des Neuen zudem von den Philosoph*innen Timothy Morton und Wendy M.K. Shaw in einer „Outernational Listening Session“ reflektiert.

Auch tagsüber lädt das in Kooperation mit der Reihe „Outernational“ kuratierte Symposium „Decolonizing Classical Musics“ des Goethe-Instituts mit führenden Denker*innen wie Kofi Agawu und Sandeep Bhagwati sowie verschiedenen Künstler*innen dazu ein, sich mit Fragen von Postkolonialität, Raubmusik und heutiger transtraditioneller Komposition zu beschäftigen.

Das in Berlin ansässige Trickster Orchestra
vereint Solist*innen in einem Kollektiv transkultureller Avantgarde-Musik. Unter der künstlerischen Leitung von Cymin Samawatie und Ketan Bhatti kommen so sowohl traditionelle Instrumente aus Europa, West-, Zentral-und Ostasien als auch neuere Instrumente wie beispielsweise Elektronika in einer gemeinsamen zeitgenössisch-musikalischen Sprache zusammen. 2013 zunächst als „Divan der Kontinente“ gegründet, wurde das Trickster Orchestra 2015 einer breiten, auch internationalen Öffentlichkeit bekannt. Nach Konzerten in Europa und Asien initiierte das Ensemble eigene Projekte, darunter „Modara – Festival for Contemporary Music“ und „Divan Berlin-Istanbul – TransPositions between Poetry and Music“.

Die Sängerin, Dirigentin und Komponistin zeitgenössischer Musik Cymin Samawatie übernimmt in dem von ihr mitgegründeten Trickster Orchestra, neben der Künstlerischen Leitung, Komposition und Gesang. Zudem ist sie Mitglied u.a. im Jazz-Ensemble Cyminology und im Quartett Sunique, und war Ko-Kuratorin und musikalische Leiterin des Festivals Female Voice of Iran und des Female Voice of Iran Orchesters. Ihre Ensembles und Projekte haben national und international hohe Beachtung gefunden und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Weltmusikpreis RUTH, dem creole Weltmusik Award und dem Jazz & Blues Award sowie diversen Recherchestipendien.

Der Schlagzeuger, Komponist und Produzent Ketan Bhatti übernimmt in dem von ihm mitgegründeten Trickster Orchester die Künstlerischen Leitung sowie Komposition und Schlagzeug. Neben der Zusammenarbeit mit weiteren Ensembles wie dem Ensemble Adapter, Ensemble Cyminology und Brandt Brauer Frick Ensemble, produziert er Musik fürs Theater sowie eigene Stücke. Mit dem Choreografen Davide Camplani erarbeitete er z.B. ein inklusives Tanztheater mit Menschen mit Down Syndrom. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, u.a. des Deutschen Musikrats, des Berliner Senats und des Goethe-Instituts.

Geboren in Bangkok, lebt und arbeitet der Soundkünstler Arnont Nongyao in Chiang Mai. Seine Praktiken konzentrieren sich auf das Experimentieren mit Schwingungen, die von Menschen und anderen lebenden Organismen sowie Objekten abgeleitet sind, und untersuchen deren Interaktion mit der Umwelt und der Gesellschaft. Seine Arbeiten sind oft ortsspezifisch, befinden sich in öffentlichen Räumen und beinhalten eine Beteiligung des Publikums. Er hat auf lokaler und internationaler Ebene zahlreiche Arbeiten präsentiert.

Thatchatham Silsupan ist Dozent für Klangkunst und Klangstudien an der Chiang Mai University. Ausgebildet als klassischer Komponist gilt sein besonderes Interesse Klängen, die im traditionellen klanglichen Paradigma der Schönheit typischerweise übersehen werden. Er hatte Residenzen und Aufträge, u.a. an der Harvard University, den Darmstädter Internationalen Ferienkursen für Neue Musik und dem Hong Kong Young Composer Program. Seine Werke präsentiert er bei zahlreichen Festivals auf lokaler und internationaler Ebene.

Wendy M. K. Shaw ist Professorin für die Kunstgeschichte Islamischer Kulturen und lehrt seit 2014 am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin. Sie promovierte 1999 an der UCLA in Los Angeles und gehört zu den Expertinnen einer jüngeren Generation von Kunsthistorikerinnen, die die Schnittstellen und Debatten zwischen Moderne und Postkolonialismus, Philosophie, Religion und Kunst in der islamischen Welt beleuchten. Der geographische Schwerpunkt ihrer Forschung liegt in den Zonen des ehemaligen spätosmanischen Reichs und der Republik Türkei in Dialog mit anderen Regionen des globalen Südens.

Timothy Morton hat den Rita Shea Guffey Chair für Englische Literatur an der Rice University in Houston, Texas, inne. Er arbeitete mit Björk, Laurie Anderson, Jennifer Walshe, Jeff Bridges, Sabrina Scott, Ólafur Elíasson und Pharrell Williams zusammen. Mit Jeff Bridges schrieb er das Drehbuch zu „Living in the Future’s Past“ (2018), einen Film zur globalen Erderwärmung. Er ist der Autor von „Being Ecological“ (2018), „Humankind: Solidarity with Nonhuman People“ (2017), „Dark Ecology: For a Logic of Future Coexistence“ (2016) und zahlreichen weiteren Publikationen zu Philosophie, Ökologie, Literatur, Musik, Kunst, Architektur, Design und Essen.

Elisa Erkelenz hat französische und deutsche Literatur sowie Kulturmanagement in Bonn, Paris und Hamburg studiert. Nach langjähriger Tätigkeit als Dramaturgin und stellv. Geschäftsführung des Ensemble Resonanz widmet sie sich heute als freie Journalistin, Kuratorin und Dramaturgin klassischer und zeitgenössischer Musik. Unter anderem ist sie für die Donaueschinger Musiktage oder die Elbphilharmonie tätig, kuratiert und moderiert die Philosophiereihe „Bunkersalon“, entwickelt Kinderkonzerte und kuratiert die Konzertreihe „Outernational“. Als Journalistin schreibt sie z.B. für das VAN Magazin, in dem sie mit einem Fellowship von #bebeethoven die Reportagereihe „Outernational“ ins Leben gerufen hat.

Outernational
Wie klingt eine Kunstmusik, die sich in Exil und Diaspora ihren multiplen, hybriden Einflüssen stellt? Wie lösen wir hörend Vorstellungen vom Eigenen und Fremden auf? Wie spiegeln Kon-zertprogramme eine offene Gesellschaft in ihrer Vielstimmigkeit?

„Outernational“ ist eine neue europäische Konzertreihe mit drei jährlichen Schwerpunkten, die Künstler*innen präsentiert, die sich mit transtraditioneller Musik beschäftigen: Ob in einer Session zwischen Barock, persischer Klassik und elektronischer Komposition, der Sängerin Kamilya Jubran, die mit einem Streichquartett und einer Komponistin für eine multimediale Performance zusammenkommt, oder mit dem Trickster Orchestra, das Musiker*innen aus verschiedensten Traditionen zu einer neuen Klangsprache verbindet. Sie alle sind auf der Suche nach einer zeitgenössischen, hybriden, globalen Musik, die Exotismen und Essenzialismen vermeidet.

Den Konzerten voran geht eine umfassende künstlerische Recherche, die nicht nur Szenen und aktuelle, musikalische Entwicklungen aufspürt, sondern auch Fragen des „Musicking“, d.h. der Aufführungspraxis und Kontextualisierung, in den Blick nimmt. Ziel ist es, neue Räume für herausragende Künstler*innen fernab des Mainstreams zu öffnen. Sie werden von der Kuratorin Elisa Erkelenz im engen Dialog mit den Künstler*innen entwickelt.

Rund um jedes Konzert entsteht im VAN Magazin Outernational ein eigener, digitaler Schwerpunkt mit Hintergründen zu Musik, Instrumenten und den beteiligten Künstler*innen: []www.van-outernational.com.

Weitere „Outernational“-Konzerte im radialsystem am 15. Dezember 2020 und am 02. März 2021.

‌‌

  • Trickster Orchestra
  • Gesang und Komposition Cymin Samawatie 
  • Kawala und Ney Mohamad Fityan
  • Flöte und Blockflöten Susanne Fröhlich 
  • Sheng Wu Wei
  • Klarinette Mona Matbou Riahi 
  • Bassklarinette und Electronics Milian Vogel
  • Posaune Florian Juncker
  • Koto Naoko Kikuchi 
  • Klavier Niko Meinhold
  • Marimba und Vibraphon Taiko Saito 
  • Viola Martin Stegner
  • Cello Anil Eraslan
  • Kontrabass Ralf Schwarz
  • Electronics Korhan Erel
  • Schlagzeug und Komposition Ketan Bhatti
  • Soundinstallation Arnont Nongyao, Thatchatham Silsupan
  • Mit Aufnahmen von M D Pallavi (Gesang), Tontrakul Kaewyong (Khaen)
  • Outernational Listening Session „Sounding Changes“ Wendy M.K. Shaw, Timothy Morton
  • Kuration und Dramaturgie Elisa Erkelenz

Programm

Programm 17.30 – 18.30 Trickster Orchestra: Disturbing the Universal / DIY 19 – 20 Uhr Uhr Outernational Listening Session Anmeldung über register@radialsystem.de 20.30 – 21.30 Uhr Trickster Orchestra: Disturbing the Universal / DIY Weitere „Outernational“-Konzerte im radialsystem am 15. Dezember 2020 und am 02. März 2021.

Rahmenprogramm

Ein Wochenende zum Thema postkolonialer Musikpraktiken: Sa 24 10 2020 ab 17 Uhr "Covered Culture" - Audiovisuelle Installation im Rahmen von "The other Beethoven(s)" 18-21 Uhr "Ode for All" - Konzertinstallation von Cathy Milliken, "The other Beethoven(s)" So 25 10 2020 ab 12 Uhr "Covered Culture" - Audiovisuelle Installation im Rahmen von "The other Beethoven(s)" ab 13 Uhr "The other Beethoven(s) - Decolonizing Classical Musics?" - Symposium ab 17.30 Uhr "Outernational: Transtraditional concerts"

Credits

Outernational wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Allianz Kulturstiftung, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von BTHVN2020 und des Goethe Instituts im Rahmen von "The Other Beethoven(s)". Medienpartner ist das VAN Magazin mit der Reportagereihe VAN Outernational. Weitere Medienpartner: tipBerlin, ExBerliner, Ask Helmut.

Trickster Orchestra
Trickster Orchestra © Lena Ganssmann
Elisa Erkelenz
Elisa Erkelenz © Jann Wilken
Timothy Morton
Timothy Morton © Turrell Skarnulyte
Wendy M. K. Shaw
Wendy M. K. Shaw © Bernd Wannenmacher
Arnont Nongyao
Arnont Nongyao © Nguyen Ngoc Tu Dung
Thatchatham Silsupan
Thatchatham Silsupan © Promo

Präsentiert von

Tickets

Karten 18 Euro ermäßigt 14 Euro Outernational Listening Session: Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter register@radialsystem.de

In englischer Sprache // Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens können wir derzeit leider keine Garderobe anbieten // Mit Barbetrieb von 17.30-20.30 Uhr.

Weitere Termine

Auch interessant

Ohrknacker: Daniela Terranova (UA)

Mo16 11

Abschied

Fr11 12

SCHRUMPF! Kaleidoskop

So13 12