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So 02 02
Festival
16.30 Uhr

Stream

Karten 8 Euro zzgl. 1 Euro Systemgebühr

In englischer Sprache.

CTM Festival 2020: MusicMakers Hacklab

Shapeshifters
MusicMakers Hacklab
MusicMakers Hacklab © Udo Siegfriedt
Das „MusicMakers Hacklab“ ist ein einwöchiges offenes, kollaboratives Labor, geleitet von Peter Kirn von Create Digital Music. Das Hacklab, das dieses Jahr in seine 7. Ausgabe im Rahmen des „CTM Festivals“ geht, lädt gemeinsam mit dem diesjährigen Co-Host Tad Ermitaño dazu ein, neue gemeinsame Performances zu dem Thema „Shapeshifters“ zu erarbeiten, das an das CTM 2020-Thema „Liminal" angelehnt ist.

Liminalität ist die Möglichkeit der Transformation, des rituellen Dazwischenseins. Das diesjährige Hacklab konzentriert sich darauf, wie Performancepraxis und Erfindung den*die Performer*in verändern können, indem sie ihn*sie zu jemandem oder etwas anderem machen, ihn*sie neu sichtbar oder völlig unsichtbar werden lassen. Die Teilnehmenden werden aufgefordert, an Kooperationen teilzunehmen, die die Rollen des*der anderen auf der Bühne neu definieren.

Zum Abschluss des Hacklabs werden neu entwickelte Performance-Designs, Schaltkreise, Codes und Ideen vor einem Live-Publikum auf die Probe gestellt, wenn die multidisziplinäre Gruppe von kreativen Performer*innen ihre Arbeiten präsentiert, die sie im Laufe der CTM-Festivalwoche entwickelt hat.

Mit Konzerten und Performances, Workshops und Diskursveranstaltungen lotet das „CTM Festival“ die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen von Musik aus und verbindet dabei ungewöhnliche Erfahrungsräume mit kritischer Reflexion. 2020 setzt sich „CTM“ mit Grenzphänomenen auseinander: Unter dem Titel „Liminal“ konzentriert sich das Festival auf Übergangsphasen, in denen vertraute Ordnungen destabilisiert werden – und identifiziert Musik als Praxis, in der dies immer schon verhandelt wird. Musik spiegelt nicht nur die fragilen Zustände unserer verunsicherten Gegenwart, sondern öffnet zugleich kritische Experimentierräume für alternative Denkweisen und mögliche Zukünfte.

Peter Kirn ist Komponist und Musiker, audiovisueller Künstler und Journalist. Er studierte klassische Komposition und Klavier. In seiner Musik und seinen Visuals verschmelzen minimalistische und experimentelle Tanzmusikeinflüsse mit einem Fokus auf Textur und Abstraktion. Er ist Herausgeber von Create Digital Music and Create Digital Motion und arbeitet intensiv mit freien und Open-Source-Tools und gemeinsamen Inhalten. Kirns Arbeit reicht von der Vermittlung kreativer Codierung mit offenen Werkzeugen bis hin zum experimentellen Live-Techno. Als Autor konzentriert er sich auf Trends in Live- und interaktiven Visuals und auf die Entwicklung neuer Musiktechnologien. Seit 2013 leitet er zusammen mit verschiedenen Co-Hosts das Hacklab des MusicMaker beim CTM Festival. Das Hacklab ist eine kollaborative, improvisatorische, experimentelle Umgebung, die in einer Woche intensiver Aktivität die Konzeption und Umsetzung neuer Ideen fördert.

Tad Ermitaño, 1964 geboren, ist eine Schlüsselfigur der neuen Medienkunst auf den Philippinen und in Südostasien, deren Einflussbereich bis in die späten 1980er Jahre zurückreicht. Er gilt als einer der Pionier*innen der Klangkunst im Land und als Erforscher des Experimentalfilms. Seine künstlerische Praxis kann als eine Untersuchung der Prozesse, Sinne und Strukturen beschrieben werden, die das Verhältnis des Menschen zur Maschine umgeben. In seinen Projekten geht es oft um die Manipulation von akustischen und visuellen Phänomenen. Ermitaño nutz dafür verschiedene Technologien: vom Einsatz mechanischer Instrumente über analoge Schaltungen bis hin zur Computerprogrammierung. Tad Ermitaño hat Einzel- und Gruppenausstellungen in bedeutenden Institutionen und Galerien in Manila durchgeführt, wie z.B. im Cultural Center of the Philippines (2009), im Vargas Museum (2013), Ayala Museum (2013), im Metropolitan Museum of Manila (2013), in der Ateneo Art Gallery (2012), im Lopez Museum (2007, 2012), im 1335MABINI (2015) und in der Pablo Gallery (2011).

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  • mit Peter Kirn und Tad Ermitaño

Credits

Das CTM 2020 „MusicMakers Hacklab“ wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, das Goethe-Institut und die Initiative Musik. Programmpartner sind SHAPE und Nusasonic. CTM Festival 2020 wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Creative Europe Programm der Europäischen Union, Canada Council for the Arts, die Regierung von Kanada, Goethe-Institut und die Initiative Musik. Programmpartner sind SHAPE und Nusasonic.

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Stream

Karten 8 Euro zzgl. 1 Euro Systemgebühr

In englischer Sprache.

Festival

CTM Festival 2020

Liminal

Mit Konzerten und Performances, Workshops und Diskursveranstaltungen lotet das „CTM Festival“ die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen von Musik aus und verbindet dabei ungewöhnliche Erfahrungsräume mit kritischer Reflexion. 2020 setzt sich „CTM“ mit Grenzphänomenen auseinander: Unter dem Titel „Liminal“ konzentriert sich das Festival auf Übergangsphasen, in denen vertraute Ordnungen destabilisiert werden – und identifiziert Musik als Praxis, in der dies immer schon verhandelt wird. Musik spiegelt nicht nur die fragilen Zustände unserer verunsicherten Gegenwart, sondern öffnet zugleich kritische Experimentierräume für alternative Denkweisen und mögliche Zukünfte. Robert Henkes audiovisuelle Performance „CBM 8032 AV“ ist das Ergebnis einer medienarchäologischen Suchbewegung. Mit fünf Rechenmaschinen aus den 1980er Jahren erzeugt er eine zeitgenössische Ästhetik, die vor 40 Jahren zwar technisch umsetzbar, aber ohne den kulturellen Hintergrund von heute nicht denkbar gewesen wäre, und hinterfragt damit die vermeintliche Linearität von Technik und Ideengeschichte. „Inferno“ ist eine partizipative robotergestützte Performance von Bill Vorn und Louis-Philippe Demers. In Exoskelette gesteckt, erlebt und performt eine Gruppe ausgewählter Zuschauer*innen Grenzgänge zwischen menschlicher und technologischer Handlungsmacht. In dem gemeinsam von Prumsodun Ok, Gründer der ersten offen queeren Tanzkompanie Kambodschas, der Komponistin Ana Maria Rodriguez, dem Lichtdesigner Fred Pommerehn und dem Ensemble KNM Berlin entwickelten Stück „Drops and Seeds“ geht es um das Verhältnis von Erhalt und Wandel gefährdeter traditioneller Tanzkultur in Kambodscha. Zum Abschluss des einwöchigen „MusicMakers Hacklab“ unter der Leitung von Peter Kirn und Tad Ermitaño, werden kollektiv entwickelte Ideen für performative Transformationen vor einem Live-Publikum erprobt. Das CTM Festival 2020 wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Creative Europe Programm der Europäischen Union, Canada Council for the Arts, die Regierung von Kanada, Goethe-Institut und die Initiative Musik. Programmpartner sind SHAPE und Nusasonic. Karten unter https://www.ctm-festival.de

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