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Sandhya Daemgen

Die in Berlin lebende Künstlerin Sandhya Daemgen ist Choreografin, Musikerin, Tänzerin und Dozentin und entwickelt interdisziplinäre Performances zwischen Körper, Stimme und Sound. Als Sängerin, Tänzerin und/oder Violinistin arbeitete sie mit international renommierten Künstler*innen wie Tino Sehgal, Arcade Fire, Ari Benjamin Meyers, The Residents und Heiner Goebbels und ist dabei weltweit aufgetreten. Am radialsystem entwickelte sie bereits vor und während der Corona-Pandemie das (Online)Format „What’s That Noise?“, das sich der Musik und der Deep Listening-Technik von Pauline Olivers widmete.

Raphael Hillebrand

Als Sohn deutscher und westafrikanischer Eltern in Hongkong geboren, in Berlin aufgewachsen und durch Hip Hop ausgebildet, nutzt Raphael Hillebrand seinen vielfältigen kulturellen Hintergrund, um seine Vision eines Hip Hop-Tanztheaters zu verwirklichen. Durch seine umfangreiche internationale Arbeit kultivierte er Verständnis und Instinkt für soziale Gerechtigkeit und Sensibilität für die Komplexität kultureller Identität. Er leitet regelmäßig internationale Kultur- und Kooperationsprogramme und kreiert Tanztheaterproduktionen mit Tänzer*innen vor Ort. Als Ideengeber und Gründungsmitglied der weltweit ersten Hip-Hop Partei „Die Urbane“ setzt er sich u.a. für Dekolonialisierung sowie Empowerment und kulturelle Vielfalt ein. Mit „Dialogic Movement“, einem in dieser Form in Berlin einzigartigem Forum für zeitgenössische urbane Kultur, war Raphael Hillebrand 2014 im Rahmen mehrerer Editionen im radialsystem zu Gast. Im Oktober 2020 wurde er mit dem Deutschen Tanzpreises für „herausragende künstlerische Entwicklungen im Tanz“ geehrt.

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Martha Hincapié Charry

Martha Hincapié Charry ist Kolumbianerin mit indigener Herkunft. Als BIPOC-Künstlerin, Choreographin, Tänzerin und Kuratorin lebt und arbeitet sie in Berlin. Sie studierte Tanz in ihrem Heimatland und schloss ihr Tanztheater- und Solotanzstudium an der Folkwang-Hochschule Essen unter der Leitung von Pina Bausch ab. 2019 war sie Stipendiatin des Pina Bausch Fellowships für Tanz und Choreografie. Seit 2011 ist sie künstlerische Leiterin von „Plataforma/SurReal Berlin“. Das Festival fand 2019 im radialsystem, im Verlin und im Dock 11 statt. In ihrer kuratorischen Arbeit reflektiert sie Entkolonialisierungsprozesse und Überlebensformen, die Künstler*innen bei ihrer Auswanderung nach Berlin oder als Teil lokaler Utopien entwickeln konnten. „Plataforma Berlin“ eröffnet seit Jahren – meist ungefördert – einen Dialograum zwischen den Kontinenten, in dem durch eine transdisziplinäre Reflexion des menschlichen Körpers die Themen Klimawandel, (Post-)Kolonialismus und die Beziehung zwischen Kunst, Mensch und Natur eine Plattform finden.

Credits

„Encounters“ ist ein Projekt des radialsystems und wird unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.

Fotos von Phil Dera, Anna Sohrauer