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Schmelz

Christian Zehnder Quartett - CD Release-Konzert

Sa       11.09.2010             22:00 Uhr              Tickets

Karten 18 €, ermäßigt 14 €


© Heiner Grieder


Stimme, Obertongesang, Jodel, Laudola und Bandoneon   Christian Zehnder
Schweizer Hackbrett (Cimbalom)   Barbara Schirmer
Perkussion   Thomas Weiss
Kontrabass und Bassetto   Michael Pfeuti

Vokalist und Stimmenkünstler, Jodler und Obertonsänger Christian Zehnder wurde in Deutschland vor allem mit dem Duo "stimmhorn" bekannt, das bereits zweimal im RADIALSYSTEM V das Publikum begeisterte. Auch der Film "Heimatklänge" (2007), in dem Regisseur Stefan Schwietert neben Zehnder auch die schweizerischen Stimmkünstler Erika Stucky und Noldi Alder portraitiert, trug maßgeblich zu seinem Bekanntheitsgrad bei. Mit kritischer Fernsicht auf den entrückten Alpenkamm und zeitgenössischer alpiner Musik behauptet sich der Schweizer Musiker und Performer erfolgreich auf internationalen Bühnen und immer liegt ein Hauch von Schweizer Bergluft in seinem Gesang. Archaisch, urban und sphärisch zerzaust er die Schweizer Gemeinplätze und verbindet seinen nonverbalen Erzählkosmos erstmals auch mit deutschen und französischen Texten. Gemeinsam mit seinem Quartett definiert Christian Zehnder seine ganz eigene, imaginäre und alpine Musik. Das aus dem "Zehnder Kraah Trio" mit Michael Pfeuti und Thomas Weiss hervorgegangene "Christian Zehnder Quartett" bekommt durch Barbara Schirmer und ihr Schweizer Hackbrett eine neue, irisierende Klangcharakteristik. Das Resultat ist faszinierend. Volksmusikalisch Alpenländisches trifft auf eine Prise Balkan, mittelalterlich Anmutendes auf Klänge, die man in der afrikanischen Tradition vermuten würde. Schmelz ist moderne Kammermusik auf der einen und hintersinniges Varieté auf der anderen Seite. Das Programm jongliert mit der Sprache, die es zerhackstückt oder poetisch auskostet. So entsteht eine eigenständige musikalische Welt, die, obwohl mitten aus Europa, ungewohnter, exotischer erscheint als vieles, was die Ferne zu bieten hat.

„Jodel und Obertongesang sind für mich die ursprünglichsten und ergreifendsten Gesangsformen, die eigentlich auch nicht an bestimmte Kulturen gebunden sind. Das Jodeln zum Beispiel findet man überall auf der Welt, in den schillerndsten Ausprägungen. Global Jodeling als völkerverbindende Sing- und Kommunikationsform. Es ist eben auch meine Biographie, die aus mir singt, und die kümmert sich nun einmal nicht um Stile und Regeln des Gesangs. Ein launisches Tier ist sie schon, meine Kehle. Dass kann dann auch mal süß klingen, wie bei Schuberts Liedern, endet aber zumeist unverhofft in einem weitläufig raunenden Crescendo eines übermütigen Berglers.“ Christian Zehnder über Schmelz und seine Stimmkunst

Mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.